Stormwarrior – Norsemen

Stormwarrior-Norsemen-album-cover

Band: Stormwarrior
Titel: Norsemen
Label: Massacre Records
VÖ: 29/11/2019
Genre: Speed/Power Metal
Bewertung: 4/5

Wow, gibt´s STORMWARRIOR jetzt auch schon seit über 20 Jahren? Irgendwie hatte ich die Gruppe noch als neuere True Metal-Formation im Kopf, in die ich irgendwann einmal näher reinzuhören gedachte. Nun, mittlerweile ist „True Metal“ als Genrebegriff bereits mehr oder weniger zurecht ausgestorben, die Sturmkrieger dagegen bringen ihr nunmehr sechstes Album raus.

In höheren Geschwindigkeitsbereich brettert mir da nach einem gelungenen Intro melodischer Powermetal entgegen, der zum Glück nur die besseren Elemente der Hamburger Schule (GAMMA RAY, HELLOWEEN et.) zelebriert. Es gilt zunächst, mich an die etwas heliumartige Sirene des Lars Ramcke zu gewöhnen, was aber spätestens mit dem saumäßig eingängigen „Freeborn“ gelingt – der erste kleine Hit des Albums, dem mit dem schön True-lastigen „Odin´s Fire“ gleich der nächste folgt.

Immer wenn mir die schnelle melodische Seitenhexerei eintönig zu werden droht, verstehen es die Wikinger-Barden einen Chorus mit wohlig-truem OhOhOooh-Faktor einzuschieben, bei dem man die vom Luftgitarrespielen ausgelösten Verspannungen mit etwas gemütlichem Fistraisen wieder lösen kann.
Da stört es nicht groß, dass die Band mit keinerlei ganz großen Ideen aufwarten kann (- auch der abschließende Elfminüter „Sword Of Valhalla“ ist nicht ganz das große Ohrenkino, das er gern wäre -), sondern eher gekonnte erprobte Formeln anwenden.

Ja, STORMWARRIOR setzen auf eingeschliffene Routine im Songwriting, aber sie haben Spaß dabei und lassen so keinerlei Langeweile aufkommen. Nach den Sternen greifen kann „Norsemen“ auch mit dem stärksten Track „Freeborn“ nicht, während auf der Habenseite keinerlei Seenot über die gesamte Albumdistanz auftritt. Nicht die frischeste Ware am Markt, aber hervorragend konserviert und problemlos genießbar.

Tracklist

01. To The Shores Where We Belong
02. Norsemen (We Are)
03. Storm Of The North
04. Freeborn
05. Odin’s Fire

06. Sword Dane
07. Blade On Blade
08. Shield Wall
09. Sword Of Valhalla

Besetzung

Lars Ramcke – Vocals, Guitars
Björn Daigger – Guitars
Yenz Arnsted – Bass, Vocals
Falko Grau – Drums, Vocals

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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