Band: Thulcandra
Titel: Fallen Angel’s Dominion
Label: Napalm Records
VÖ: 2010
Genre: Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Freunde von Dark Fortress und so weiter wird es freuen das Deutschland mit Thulcandra gleichwertige Szenekollegen zu verzeichnen hat. Das Trio Steffen Kummerer (voc & guit), Sebastian Ludwig (guit)und Tobias Ludwig (bass) bietet für Freunde des Dunkel Stahls Made in Germany genau das richtige mit dem Debüt „Fallen Angel’s Dominion“. Zusätzlich hat man sich noch mit Seraph verstärkt der die Drums als Session Schlagwerker eingetrommelt hat.

Mit dem Intro „In The Realm Of Thousand Deaths“ wird gleich der Marschtakt gegeben was auf dem Album folgen soll. Eisig und doch etwas hymnisch, mit leichtem Hang zu Melodie steht hier an erster Stelle.

Herb, eisig und schroff wird zwar „Night Eternal“ begonnen, doch schiebt man nach und nach etwas mehr Melodie hinzu. Vom Tempo her gibt man gleich ordentlich Stoff und agiert wie eine wild gewordene Bestie. Trotz der ab der Mitte schallenden Melodien bleibt man auch mit einem Fuß im eher schroffen Soundgefilde. Gut hat man diese beiden Elemente aufeinander abgestimmt und unterm Strich wird auch ein Old School Blackie seine Freude mit diesem Stück haben.

Mehr in die Richtung bretterndes Blast Beat Gewitter hievt man uns mit „Fallen Angel’s Dominion“. Doch auch hier bekommt man nicht ganz astreine Kost zum Hören. Viele Wechsel wurden hier gekonnt verarbeitet und immer wieder geleitet man uns wie in mehreren Phasen durch den Song. Vor allem die kleineren Melodic Death/Thrash Stopps kommen hier sehr gut rüber. Black Metal im Schretter Style dominiert aber hier weites gehend das Geschehen und so bietet man auch hier einen Nackenbrecher wie er im Buche steht.

Sehr ruhig und beschaulich wird „Frozen Kingdom“ eingeläutet. Ruhiges, verträumtes Gitarrenspiel mit dem man hier nachsetzt. Dennoch sollte man gewarnt sein, denn lange lassen die Herrschaften nicht auf sich warten und so überspringen sie auch gleich wieder die Barrikaden und agieren etwas fetziger. Leichter Melodic Death/Thrash ist hier mehr im Vordergrund und nur durch die Shouts des Fronters ist der Black Metal auszumachen. War man noch vorhin dabei bedacht den Melodic Einfluss etwas aufs Abstellgleis zu stellen, so hält sich dieser bei dieser Nummer länger im Vordergrund auf.

Sehr nordisch – hymnisch wird nun „Everlasting Fire“ eröffnet. Dieser Anfang tendiert mehr in die Pagan Richtung, doch bereits nach 30 Sekunden donnern die Black Metal Kanonen aus allen Rohren. Der leichte Folklore Einfluss kommt zwar an und ab weiterhin zum Einsatz. Doch der Hauptrhythmus setzt sich aus eisigem Black Geschretter und leichten thrashigen Einflüssen zusammen. Gut verschnürt zockt man hier durch den Gemüsegarten und bietet weiterhin was zum Abgehen bis zum Exzess.

Noch einmal bietet man uns einen ruhigen Soundeinklang beim nachgeschobenen „Spirit Of The Night“, mit akustischem Gitarrenspiel. Hymnischer schallt der Song und wird dennoch durch herbe Breaks und Riffs mit leichtem Hang zum Death/Thrash ergänzt. Auch vom melodischen Standpunkt aus gesehen bietet man hier eine gute Auswahl. Durch diese Mischung wirkt der Song etwas verspielter.

Der Titel „Legions Of Darkness“ sagt es schon aus. Ein dunkles, rabenschwarzes Programm wird hier vom Stapel getreten. Feinste Blast Beats feuert man hier im Dauerfeuer ab. Verspielt zeigen sich hier vor allem in gewissen Parts die Axtakrobaten, die sich hier ordentlich die Finger wund spielen. Oftmals solieren sie locker superbe Melodiesolis aus dem Hut das man sich wundert wie man dies mit dem doch eher dreckigen Hauptrhythmus vereint. Man schafft es aber locker und so wirkt diese Mischung nicht zu komplex oder unausgegoren.

Den regulären Schlussstrich zieht man mit dem Klangoutro „In Silence We Eternally Sleep“. Ruhige Stimmung nach dem voran gegangenen Sturm. Guter Abrundung im theatralischen Stil.

Als Beigabe kredenzt man uns noch ein Dissection Cover. „The Somberlain“ von der „Into Infinite Obscurity“ Ep setzt man gut um. Obwohl man Hauptsächlich den althergebrachten Sound versucht wieder zu geben öffnen sich hier einige neue Wege. Somit prägt man das Stück sehr gut mit dem gewissen eigenständigen Soundklang.

Fazit: Freunde des wohl eher melodisch beeinflussten Black Metal sind hier genau richtig. Freunde des eisernen Schwarzwurzel Metal finden hier nur streckenweise das was sie suchen bzw. begehren.

 Tracklist:

01. In The Realm Of Thousand Deaths 1:30
02. Night Eternal 7:29
03. Fallen Angel’s Dominion 4:57
04. Frozen Kingdom 6:20
05. Everlasting Fire 5:05
06. Spirit Of The Night 6:45
07. Legions Of Darkness 5:15
08. In Silence We Eternally Sleep 1:11
09. The Somberlain (Dissection Cover) 7:07

Besetzung:

Steffen Kummerer (voc & guit)
Sebastian Ludwig (guit)
Tobias Ludwig (bass)
Seraph (session drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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