Blutfest 2019: Eisregen, Debauchery, Balgeroth, Darkfall, Edicius‘ Dream, 25.10.19 Explosiv Graz

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Wenn ein kleines Festival sich Blutfest 2019 nennt, dann ist einmal prinzipiell eher davon auszugehen, dass dort eher rustikale Kunst geboten wird und nicht ätherischer Akustikpop. Als heuer eben dieses Event mit den Headlinern EISREGEN und DEBAUCHERY VS BALGEROTH auch mit einem Stopp im Explosiv in Graz angekündigt wurde, war ich dann doch schnell mich um eine Presseakkreditierung zu kümmern. Dass das Event von der sehr kreativen südsteirischen Gammelfleischindustrie mit Blut und Beuschel versorgt wurde, ist wohl nur ein böses Gerücht.

Ich war ziemlich pünktlich vor Ort um die Lokalhelden EDICIUS‘ DREAM zu sehen, die für die ursprünglich geplanten NEMESIS MY ENEMY wegen einer Erkrankung einsprangen. So sehr es für die Truppe spricht, dass sie hier kurzfristig übernahmen, so war es dann doch im Ergebnis etwas halbgar.

Leider passte ihr Stil – moderner Metal mit ruhigen und core-artigen Passagen – gar nicht ins Line-Up. Daher schien mir das Publikum auch etwas irritiert zu sein. Bei anderen, passenderen Zusammensetzungen der Künstler kann das dann schon wieder ganz anders sein.

Weiter ging es dann im Reigen mit den von mir sehr geschätzten Steirern von DARKFALL. Seit 1995 machen DARKFALL Death-Thrash und da da dass schon eine lange Zeit ist, sind sie inzwischen richtig gut darin. Man ließ ergo nix anbrennen, die Mucke passte nun zum Motto. Künstler und Publikum hatten offensichtlich Spaß an der Mischung aus älterem und Material vom letzten Album der Band.

Dann ging es auch schon recht rasch weiter mit DEBAUCHERY VS BALGEROTH. Zu dem „Gag“ zwei Bands mit selbem Kopf, eigentlich selber Mucke, einmal halt in Deutsch, zu betreiben, kann man stehen wie man will. Live zeigte sich dann, dass Thomas Gurraths Death’n’Roll-Kommando sowohl mit Gummimaske bei BALGEROTH als auch ohne bei DEBAUCHERY keine Gefangenen machen. Ihr Groove macht im Konzert einfach ’ne Menge Spaß und so ging es auch mir dabei. Bitte noch mehr davon!

Da bei unserem Webzine das Motto lautet „Bei Anruf Headbangen!“, übernahm dann für EISREGEN Kollege Gunther und platzierte sich in der ersten Reihe. Wie er zu berichten wusste, war der Sound nicht optimal, aber die Stimmung fein. Die Band gab sich sehr Mühe und wurde bei Elektrohexe als Rauswerfer mit nem Moshpit belohnt. So soll das sein.

Setlist:

01. Vorhölle
02. N8Verzehr
03. Knochentorte
04. Alice im Wunderland
05. Gott der Panzer
06. 1000 tote Nutten
07. Satan Liebt Dich
08. Ich mach dich bleich
09. Eisenkreuzkrieger
10. Blutgeil
11. 13 Russische Krebsschweine
12. Menschenfresser
13. Onkel Fritze
14. Elektrohexe

Fazit: Ein wirklich gelungener Abend im Explosiv mit zwei Headlinern, die man auch als solche bezeichnen kann. (Fast) volles Haus, dass die Opener einsprangen war sehr bemüht und daher sollte man ihnen aus ihrer „Passgenauigkeit“ keinen Strick drehen, sondern den Mut sehen.

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Heavy Metal am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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