MURRAB ROCK – 23.05.2026 – das Festival im Schloss Tabor
Es gibt Festivals, die einfach nur Konzerte bieten. Und es gibt Festivals wie MURRAB ROCK, die weit mehr sein wollen: ein kultureller Brückenschlag zwischen zwei Ländern, ein Treffpunkt für Musiker, Künstler und kreative Köpfe – und ein lebendiges Zeichen dafür, dass Zusammenarbeit stärker ist als jede Grenze.
Initiiert vom österreichischen Rock Kollektiv Süd und dem slowenischen Verein MSI Cankova, setzt MURRAB ROCK bewusst auf Austausch statt Abgrenzung. Hier treffen sich nicht nur Bands auf einer Bühne – hier entstehen neue Kontakte, Ideen und Perspektiven für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Österreich und Slowenien. Musiker, Künstler und lokale Entscheidungsträger arbeiten gemeinsam an einer Szene, die regional verwurzelt und gleichzeitig international offen ist.
Seinen Höhepunkt fand das Projekt in zwei Festivals, die im Mai 2026 die Grenzregion zum Beben brachten. Den Auftakt machte am 1. Mai die slowenische Ausgabe am idyllischen Ledava-See im Ort Krašči. Die österreichische Fortsetzung folgte am 23. Mai in einer Kulisse, die kaum beeindruckender hätte sein können: dem historischen Schloss Tabor im Burgenland.
Schon am Nachmittag zeigte sich, dass MURRAB ROCK mehr sein will als nur ein klassisches Rockfestival. Besucher konnten an Workshops rund um Gitarre, Schlagzeug, Licht- und Tontechnik teilnehmen. Besonders erfreulich: Das Interesse war enorm. Die Workshops wurden hervorragend angenommen und boten jungen Musikbegeisterten ebenso wie erfahrenen Szene-Fans spannende Einblicke hinter die Kulissen des Live-Betriebs.
Am Abend übernahm schließlich die Musik das Kommando – und das Line-up hatte es in sich.
Den Auftakt machte die slowenische Punkband Potato Mushroom, die mit roher Energie und schnellem Sound sofort Bewegung ins Publikum brachte. Danach sorgten Doppeldecker aus dem Bezirk Jennersdorf mit ehrlichem Rock für beste Stimmung, bevor Back to the Future den Abend mit klassischem Rockfeeling weiter anheizten.
Ab 21:00 Uhr wurde es dann deutlich härter:
Psycho Toaster präsentierten erstmals ihren neuen Bassisten und überzeugten mit brachialem Stoner Metal und schweren Doom-Einflüssen. Druckvolle Riffs, massive Soundwände und ein düsteres Klangbild machten ihren Auftritt zu einem der intensivsten Momente des Festivals.
Glen Ample
Danach betraten Glen Ample die Bühne – und lieferten mitreißenden Hardrock voller Groove und Energie. Spätestens jetzt verwandelte sich der Bereich vor der Bühne in einen einzigen Circle Pit. Die Band verstand es perfekt, das Publikum mitzureißen und Schloss Tabor endgültig zum Kochen zu bringen.
MARJETICE
Den Abschluss machten schließlich die slowenischen Death-Metaller Marjetice, die zu später Stunde die Bühne regelrecht abrissen. Brutale Härte, kompromisslose Performance und pure Energie sorgten dafür, dass das Festival mit einem wahren Inferno endete. Mit Mosh Pits wurde trotz späteren Stunde durchaus nicht gespart.Es war das erste Mal, dass die slowenische Death Metal Kombo in Österreich performten.
MURRAB ROCK – der Startschuss einer neuen Festivalreihe
Campingmöglichkeiten gab es bewusst keine, denn MURRAB ROCK war als eintägiges Festival konzipiert. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – war die Besucherzahl beeindruckend. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit für einen intensiven Festivaltag in außergewöhnlicher Atmosphäre. Das Ambiente rund um Schloss Tabor verlieh dem Event dabei einen fast magischen Charakter: historische Mauern, sommerliche Nachtluft und harte Gitarrenriffs – eine Kombination, die perfekt funktionierte.
MURRAB ROCK 2026 war damit weit mehr als nur ein gelungenes Festivaldebüt. Es war der Startschuss für eine neue grenzüberschreitende Festivalreihe, die zeigt, wie Musik Menschen verbindet und Regionen zusammenwachsen lässt. Wenn die erste Ausgabe bereits so eindrucksvoll war, darf man gespannt sein, wohin die Reise von MURRAB ROCK noch führen wird.






