Tracklist
01. Seven Serpents
02. Satanic Anarchy
03. Krushers of the World
04. Tränenpalast
05. Barbarian
06. Blood of Our Blood
07. Combatants
08. Psychotic Imperator
09. Deathscream
10. Loyal to the Grave
Besetzung
Mille Petrozza – Vocals/Guitar
Sami Yli-Sirnio – Guitar
Freddie LeClercq – Bass
Ventor – Drums
KREATOR gehören zu den wenigen Thrash-Metal-Bands, die sich nie mit dem Erreichten zufriedengegeben haben. Seit den frühen Achtzigern steht der Name für kompromisslose Härte, politische Haltung und eine klare künstlerische Vision. Angeführt von Mille Petrozza, der als Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter das kreative Zentrum bildet, präsentiert sich die Band auf »Krushers Of The World« in der Besetzung Petrozza, Sami Yli-Sirnio an der zweiten Gitarre, Bassist Freddie LeClercq und Urgestein Ventor am Schlagzeug. Eine Formation, die Routine besitzt, ohne jemals träge zu wirken.
Ein Album ohne Sicherheitsnetz
Schon der Opener »Seven Serpents« macht unmissverständlich klar, wohin die Reise geht. Kein atmosphärisches Vorspiel, kein Aufbau über Umwege. Kreator setzen sofort auf Tempo, messerscharfe Riffs und Ventors treibendes Schlagzeug. Der Song wirkt wie ein Schlag ins Gesicht, präzise, wütend und kontrolliert. Genau diese Mischung zieht sich durch das komplette Album.
Mit »Satanic Anarchy« folgt ein klassischer Thrash-Brecher, der alte Fans sofort abholt. Das Riffing ist kantig, fast schon aggressiv minimalistisch, während Petrozzas Gesang zwischen Anklage und Schlachtruf pendelt. Hier zeigt sich, wie souverän die Band mit Genre-Versatzstücken umgeht, ohne sich selbst zu zitieren.
Titeltrack als Manifest
»Krushers Of The World« ist das programmatische Herzstück der Platte. Der Song kombiniert hymnische Refrains mit kompromisslosen Strophen und entwickelt eine Wucht, die live problemlos ganze Hallen zum Beben bringen dürfte. Besonders auffällig ist das Zusammenspiel der Gitarren. Petrozza und Yli-Sirnio ergänzen sich perfekt, wechseln zwischen rasiermesserscharfen Leads und massiven Rhythmuspassagen, ohne sich gegenseitig Raum zu nehmen.
Der Track steht sinnbildlich für das gesamte Album. KREATOR wirken hier nicht wie eine Band, die ihren Status verwaltet, sondern wie eine, die sich anhaltend noch beweisen will.
Atmosphäre und Härte im Gleichgewicht
Mit »Tränenpalast« schlägt das Album kurzzeitig andere Töne an. Der Song ist dunkler, approximativ melancholisch, ohne an Intensität zu verlieren. Die Gitarrenarbeit wirkt strukturierter, das Tempo etwas gedrosselt. Gerade dieser Moment verleiht dem Album Tiefe und verhindert, dass sich die permanente Aggression abnutzt. Die Duetts mit Britta Görtz (HIRAES) sind das absolute Sahnehäubchen. Ein Thrash-Duett, welches sich als absolutes Albumhighlight in die Gehirnwindungen einbrennt.
»Barbarian« reißt die Tür danach abermals weit auf. Ein Song, der seinem Titel alle Ehre macht. Roh, direkt und ohne Schnörkel. Ventor zeigt hier, warum er immer noch zu den prägendsten Drummern des Genres zählt. Jeder Schlag sitzt, nichts wirkt überladen.
Blut, Loyalität und Wahnsinn
Die zweite Albumhälfte hält das Niveau mühelos. »Blood of Our Blood« und »Combatants« setzen auf stampfende Midtempo-Passagen, die Raum für Groove lassen, ohne die Thrash-Wurzeln zu verleugnen. Freddie LeClercqs Bassarbeit ist hier besonders präsent und verleiht den Songs zusätzliche Tiefe.
»Psychotic Imperator« und »Deathscream« drehen das Tempo erneut hoch. Vor allem ersterer fällt durch seine beinahe chaotische Struktur auf, die dennoch jederzeit kontrolliert bleibt. KREATOR spielen mit Erwartungshaltungen, brechen Rhythmen auf und ziehen sie im nächsten Moment wieder brutal gerade.
Der Abschluss »Loyal to the Grave« wirkt wie ein Statement. Kein versöhnlicher Ausklang, sondern ein letzter, entschlossener Schlag. Der Song fasst thematisch und musikalisch zusammen, wofür KREATOR seit Jahrzehnten stehen: Konsequenz, Haltung und absolute Hingabe.
Produktion und Gesamtbild
Die Produktion ist druckvoll und klar, ohne steril zu wirken. Gitarren haben Biss, das Schlagzeug klingt organisch und präsent, der Gesang steht genau dort, wo er sein muss. Alles dient dem Song, nichts dem Selbstzweck. »Krushers Of The World« klingt modern, aber nicht modisch.
KREATOR liefern mit »Krushers Of The World« ein Album ab, das keine Schwächen zeigt. Es ist aggressiv, durchdacht und voller Energie. Die Band wirkt fokussiert, hungrig und erstaunlich frisch. Ein Thrash-Metal-Album, das sowohl alte Fans begeistert sowie neue Hörer problemlos abholen kann.
Fazit: »Krushers Of The World« ist ein herausragendes Werk, das KREATORS Stellung im Thrash-Metal untermauert





















