Band: Cantata Sangui
Titel: On Rituals And….
Label: Season of Mist Records
VÖ: 2009
Genre: Black/Doom/Gothic Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Aus dem Land der 1000 Seen kommen die Herrschaften von Cantata Sangui und zelebrieren Black/Doom/Gothic Metal in all seinen Facetten. Seit 1997 existiert die Truppe und bis dato konnte man nur 4 Demos auf die Menschheit los lassen. Unter dem Banner von Seasons of Mist Records haben Black Bolton (drums), Kari Husa (male voc), Anna Pienimäki (female voc), Hanna Sirola (keys), Tuomas Tunturituuli (bass), Juha Vilhunen (bass) und Bolton (drums) nun „On Rituals And Correspondence In Constructed Realities“ eingespielt.

Sehr düster wird durch das Intro „In Half-Light“ eröffnet. Danach wird gleich „We’ll Have It On Us'“ auf die Metal Welt los gelassen. Typische Black Metal Blast Beats pfeifen dem Zuhörer um die Ohren, welche durch viele moderne Soundexperimente angereichert wurden. Der sehr eingängige Gesang der Fronterin passt recht gut dazu und unterm Strich hat man eine sehr gute Ausrichtung gefunden die sehr leicht verdaulich ist und die Stilbeschreibung erscheinen lässt wie eine Presspassung. Denn genau das bekommt man als gut sortierte Mischung geboten. Die zaghaften Growls kommen nur an und ab zum Einsatz, dadurch dominiert die Fronterin das Geschehen. Recht lieblich startet nun „Exaltata“, doch binnen Sekunden begeben sich die Finnen auf eine sehr flotte Fahrt. Die eingeschlagene Richtung behält man bei, auch wenn man durch den sehr dominierenden Basseinsatz sehr groovig klingt. Hier bekommt Kari deutlich mehr die Oberhand und wechselst sich sehr ausgewogen mit Anna ab. Eingängige Melodien haben wohl die Herrschaften gepachtet und diese setzen sie sehr gut in Szene. Etwas folkloristischer angehaucht beginnt man nun „Broken Stars“. Irgendwie erinnert mich die Fronterin an Piritta von Manzana, denn sehr ähneln sich ihre Gesänge. Dadurch wirkt man etwas eingängiger wie es schon die finnischen Kollegen tun, jedoch spielen sich Cantata Sangui mit vielen Einflüssen und puzzeln diese zu einem Gesamtbild zusammen. Diese hat man aber sehr ausgewogen zusammengebastelt, welches den Herrschaften ein hohes Potential bescheinigt. „For The Forgotten One“ startet mit sehr düster und fast schon psychodelisch Ideen, die wie die Einleitung der Serie Twin Peaks klingt. In dieser Richtung wird auch weiter gewerkelt, welches einen sehr doomigen Gesamtsound ergibt. Auch die lieblichen Gesänge drücken ordentlich aufs Gemüt und im Großen und Ganzen hat man eine sehr doomige und melancholische Nummer geschaffen. Mit einem Basssolo wird nun „Fruitarians“ eröffnet. Danach gibt es flottere Gothic Klänge die mit viel Doomflair und moderneren Soundfragmenten angereichert wurden. Man kann sich kaum satt hören von diesen Experimenten und Klängen, auch wenn sie etwas mehr fürs schwerere Gemüt gedacht sind. Ebenfalls durch einen dominierenden Bassbeitrag wird nun „The Seven Liers-In-Wait“ nachgeschoben. Sehr schwermütig und tiefgründig wird hier weitergewerkelt, dabei versprüht man weiterhin viel Melancholie und nur die schnelleren Ausreißer holen einen aus der tiefgründigen Ecke heraus in die man immer wieder gedrängt wird. „Reality“ ist ein kurzes, ruhiges Intermezzo das mit sehr sanften Seitenklängen des Tieftöners aufwartet und man entspannt genießen kann. „No Longer In The Eyes Of Aletheia“ schließt da nahtlos an und man ist auch weiterhin sehr düster unterwegs und erst nach einigen Sekunden wird man durch flottere Klänge wachgerüttelt, welche durch viele elektrische Arrangements angereichert wurden und man dadurch sehr farbenbunt klingt. „Sidecast“ steht dem Vorgänger in nichts nach und klingt zu Beginn sehr dem Vorgänger ähnlich. Auch hier wird viel Melancholie mit sanften Klängen geboten, dennoch hier verbleibt man in der beschaulichen Ecke und das Stück sollte man in einer entspannten Position genüsslich zu sich nehmen, bevor der Regenschauer und das Windgeheul das Ende erahnen lassen. Genug entspann und genossen, mit „Lazarus“ hat es nun wieder eine sehr aufwühlende Nummer mit viel dreckiger Härte auf das Album geschafft, die zum Abshaken einlädt. Die gleichermaßen verteilten Vocals machen den Track sehr kompakt und nur kürzere Ausbrecher werden dazu genützt um alle Reserven beim nächsten Angriff auf die Zuhörerschaft loszulassen. „De Profundis“ beschließt nun das Machwerk der Finnen. Düstere Klänge werden von Männerchorälen abgelöst die wie ein Mönch Sing Sang klingen. Verleiht aber dem Ganzen eine gewisse Note. Diese Ausrichtung wird beibehalten und lassen eher auf ein Outro, als auf einen regulären Track schließen. Dennoch, durch diese Nummer beschließt man sehr gut das Album muss man neidlos zugeben.

Fazit: Wer sich hier angesprochen fühlen sollte ist äußerst schwer einzustufen, denn viele Sachen hat man intus, welche genannten Genrefans gleichermaßen gefallen dürfte. Selbige hat man kompakt und sehr eingängig verpackt und auf einen Silberling gepackt.

Tracklist:

01. In Half-Light 01:26
02. We’ll Have It On Us‘ 04:08
03. Exaltata 03:03
04. Broken Stars 05:17
05. For The Forgotten One 06:05
06. Fruitarians 03:08
07. The Seven Liers-In-Wait 04:18
08. Reality 01:23
09. No Longer In The Eyes Of Aletheia 04:03
10. Sidecast 05:29
11. Lazarus 03:38
12. De Profundis 04:04

Besetzung:

Black Bolton (drums)
Kari Husa (male voc)
Anna Pienimäki (female voc)
Hanna Sirola (keys)
Tuomas Tunturituuli (bass)
Juha Vilhunen (bass)
Bolton (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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