Band: Gojira
Titel: Magma
Label: Roadrunner Records
VÖ: 03.06.16
Genre: Progressive/Groove/Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Gojira ein Bandname der jeden Progressive/Death Metaller sofort aus den Latschen kippt vor lauter Hochgenuss. „Magma“ nennt sich das neueste Lebenszeichen der Jungs und wurde im hauseigenen Studio in New York aufgenommen. Dass die Mutter der beiden Duplantier-Brüder verstorben ist hat wohl maßgeblich ins Songwriting gefunden. Die Songs waren zwar zum Zeitpunkt der Erkrankung fast fertig und dennoch hört man hier durchaus eine Bewältigung der Gefühle auf dem Album. Das Gojira schon seit jeher zu den Progressive Bands der härteren Machart zählen steht außer Frage. Besonders aber auf diesem Album scheint man nicht nur erneut alle Register zu ziehen. Nein man versteht es durchaus nach dem fulminanten Vorgänger noch einen drauf zu setzen.

Der sehr düster-melancholische Start mit „The Shooting Star“ ist nicht nur eine sphärische Reise, nein man zeigt eben, dass man auch in klar gesungenen Metalnischen durchaus beheimatet ist und es eben versteht vollends zu punkten.

Dies nenne ich mal eine musikalische Bewältigung der eigenen Gefühle, Ängste, aber auch Wut und Zorn. Was besonders beim Folgetrack wieder zu den deutlich härteren Gesangspassagen mündet. Nicht dass man etwas mit dem Eingangstrack hier nicht alles im Sturm erobert, nein, aber im härteren Bereich macht das Ganze seitens Gojira einfach mehr Sinn, zumindest waren sie dafür eben bekannt. Davon nähren sie erneut und ziehen einen weiten Bogen. Zwischen animierenden Death Ausreißern und eben gelungenen Verschachtelungen des Progressive Sounds. Gelungene Melange und die Mastermänner haben dabei sehr tief in die Trickkiste gegriffen.

Es mag schon sein, dass es viele Progressive Death Metal Kapellen gibt, aber wohl keine kommt an den Sound dieser Franzosen ran. Warum? Nun erst einmal ins neue Album gehört wird man komplett auf eine Reise entführt, welche einen mit einem offenen, vor Staunen nach unten geklappten Mund dasitzen lässt.

Ob nun satte Riffing-breaks, oder wunderbar eingefädelte Progressive Sounds, die Verflechtung ist einfach ein Konzept das einen komplett von aus den Socken bläst. Was man den Jungs aber auch hoch anrechnen muss, ist die Tatsache, dass man es versteht definitiv sehr arg progressive ans Werk zu gehen. Man es aber niemals dabei so übertreibt das man zu komplex überfahren wird. Freilich brauchen einige Passagen etwas länger, aber im Großen und Ganzen gesehen, gehen die Songs sehr locker ins Gehör.

Fazit: Progressive Death Metal von den französischen Meistern. Die haben was das Genre betrifft wohl definitiv nicht nur die Europameisterschaft gewonnen, nein sondern die Weltmeisterschaft. Ein Masterpiece das es kaum zu übertreffen ist. Einfach eine Wohltat für Interessierte Death Verehrer bzw. jene die sich eben im Progressive Bereich beheimatet fühlen.

Tracklist:

01. The Shooting Star
02. Silvera
03. The Cell
04. Stranded
05. Yellow Stone
06. Magma
07. Pray
08. Only Pain
09. Low Lands
10. Liberation

Besetzung:

Joe Duplantier (voc & guit)
Mario Duplantier (drums)
Christian Andreu (guit)
Jean-Michel Labadie (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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