Bands: Hammerfall, Orden Ogan, Serious Black Date: 26.01.2015 Venue: Backstage Werk, München

Sold Out! Zwei Worte die wohl jeder Musiker gerne liest, zwei Worte die jedoch vor allem kurzentschlossene Musikfans oft bitter enttäuschen. Auch wenn man es manchmal kaum glauben will, dass ein Konzert an einem Montag für volle Hallen sorgen kann, so haben es die Schweden Hammerfall wieder eindrucksvoll bewiesen: das Backstage Werk in München war bereits Tage zuvor ausverkauft. Ein halbes Jahr haben sich die Herren Zeit gelassen um mit ihrem aktuellen, bereits 9., Studioalbum (r)Evolution durch Europa zu ziehen, ein guter Grund um trotz schlechter Wetterverhältnisse auch den Weg nach München zu wagen.

Den Abend eröffnen durfte jedoch die neu formierte Truppe Serious Black, die mit ihrem Debütalbum As Daylight Breaks frisch auf Platz 61 der deutschen Albumcharts eingestiegen ist. Trotz einiger personeller Engpässe (Ex-Blind Guardian Drummer Thomen Stauch fehlte ebenso wie Ex-Helloween und derzeitiger Masterplan Gitarrist Roland Grapow – sie werden Live durch Freedom Call Schlagzeuger Rami Ali und Firewind Gitarrist Bob Katsionis ersetzt) merkt man bei der „Supergroup“ doch von Beginn an, dass es sich hier um eine Band und nicht bloß um ein Spaßprojekt handelt. Sänger Urban Breed macht seine Sache sehr gut, auch wenn ihm live doch ein wenig Power im Vergleich zur Platte fehlt. Songs wie High and Low oder auch I Seek No Other Life sind wirklich nicht schlecht, instrumental muss man über die Herren Mario Lochert (Emergency Gate), Dominik Sebastian (Edenbridge) und auch Jan Vacik (Ex-Dreamscape) nichts großartig sagen, die anderen Bands sollten über die musikalischen Qualitäten genug aussagen. Alles in allem kein schlechter Start in den Abend.

Setlist:

01. Temple of the Sun
02. Akhenaton
03. High and Low
04. Older and Wiser
05. Sealing My Fate
06. I Seek No Other Life

Nächste Band, nächstes neues Album, nächster Charteinstieg. Orden Ogan waren ebenfalls mit neuem Album im Gepäck angereist und hatten auch dank ein paar Jahren mehr am Buckel auch ein wenig mehr Erfolg: Ravenhead ist auf Platz 16 der deutschen Albumcharts eingestiegen. Mit ihrem folkig angehauchten Power Metal konnte das Quartett bereits schnell punkten. Seeb Levermann greift zwar auch das eine oder andere Mal stimmlich etwas daneben, aber welcher Sänger ist schon zu 100% perfekt. Das Zusammenspiel mit dem Publikum klappt perfekt, die Stimmung steigt von Song zu Song und Stücke wie We Are Pirates, Deaf Among The Blind oder auch The Things We Believe In machen wirklich Spaß. Starker Auftritt der auch zeigt, dass der Erfolg des neuen Albums nicht von ungefähr kommt.

Setlist:

01. Orden Ogan
02. F.E.V.E.R.
03. To New Shores of Sadness
04. To the End
05. The Lords of the Flies
06. Ravenhead
07. We Are Pirates
08. Deaf Among the Blind
09. The Things We Believe In

Photo: Tallee Savage

Der Hauptgrund warum das Backstage Werk in München aber auch an einem Montag übervoll ist hat nichts mit dem Heimspiel einiger Serious Black Musiker oder den Chartstürmern Orden Ogan zu tun. Es liegt an den Schweden Hammerfall, die auch gleich mit Hector’s Hymn vom aktuellen Output (r)Evolution in ihr Set starteten. Ohne ihren langjährigen Schlagzeuger Anders Johansson, der durch Pain-Drummer Dave Wallin ersetzt wurde und auch ohne ihren Stammbassisten Fredrik Larsson, vertreten durch den langjährigen Gitarristen und jetzigen Berufspiloten Stefan Elmgren zeigten sich Hammerfall wie immer von ihrer besten Seite. Es ist ja mittlerweile schon sehr schwierig für die Band eine Setlist zusammen zu stellen, bei dir noch neue Songs Platz haben und bei der man nicht allzu viele Klassiker weglassen muss. Egal ob Any Means Necessary, Renegade oder der einzige Song vom letzten Album Infected Bang Your Head, man versucht einen Überblick über die gesamte Karriere der Band zu schaffen. Joacim Cans zeigt wie immer welch großartiger Sänger er ist, die Gitarren von Oskar Dronjak und Pontus Norgren sitzen wie immer und auch die beiden Neuzugänge machen ihre Sache großartig. Vor allem darf Stefan in einem Medley zeigen, dass er in all den Jahren, die er nun schon von den Bühnen weg ist, nichts von seinen Gitarrenfähigkeiten eingebüßt hat. Klar, Instrumentalmedleys sind jetzt immer eine schwierige Sache, die einen lieben sie, die anderen finden sie überflüssig, eine Leistungsschau sind sie aber immer wieder. Last Man Standing, Glory To The Brave, Blood Bound oder auch HammerFall durften bei dieser Best-Of Show ebenso wenig fehlen, wie die typischen Zugabe Templars Of Steel, die Bandhymne Hearts On Fire oder auch die erste Single vom neuen Album Bushido.

Setlist:

01. Hector’s Hymn
02. Any Means Necessary
03. Renegade
04. B.Y.H.
05. Blood Bound
06. Heeding the Call
07. Let the Hammer Fall
08. Live Life Loud
09. 400 Meter Medley
10. Threshold
11. Last Man Standing
12. Glory to the Brave
13. We Won’t Back Down
14. HammerFall

Zugabe:

15. Templars of Steel
16. Bushido
17. Hearts on Fire

Was bleibt von diesem Montag-Abend hängen? Hammerfall zeigen sich wie immer von ihrer besten Seite. Sowohl die Setlist als auch die Leistung er Band sitz. Mit Serious Black und Orden Ogan hat man außerdem zwei gute Supports mit dabei. Jeder der auf dieser Tour noch die Chance hat eine der Shows zu besuchen sollte dringend hinschauen.

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