AMARANTHE – Manifest

amaranthe - manifest - album cover

Band: AMARANTHE
Titel: Manifest
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 02/10/2020
Genre: Modern Metal
Bewertung: 3/5

AMARANTHE aus Schweden sind für viele Metal Freaks ein zweischneidiges Schwert. Entweder die Songs knallen auf die zwölf oder werden im Gegensatz hierzu dermaßen zugekleistert, dass einem schlecht wird. Bei dieser schwedischen Combo scheiden sich seit ihrem Debüt die Geister. Die einen verehren sie bis zum St. Nimmerleinstag und die andere Riege wünscht ihnen Maximum einen eitrigen Zeh. Darüber hinaus werden sie als Pop Kitschtruppe abgetan. Meine Wenigkeit ist irgendwo zwischen drinnen.

Die Discografie, wenn ich zurückblicke, entweder ein Hoch bzw. wieder ein absolutes Tief. Eine konstante könnte meine Person betreffend nicht fest und steif behaupten. Das mehrheitlich unterdurchschnittliche Helix ließ mich komplett an dem Konzept von AMARANTHE zweifeln.

Mit „Manifest“ meldet sich das schwedische Pop-Metal Kombinat zurück und serviert genau das, was man entweder liebt oder hasst. Ein Schritt nach vorne sollte es sein und von totalen Veränderungen wurde hier gesprochen. Seien wir ehrlich, wer dies zu 100% unterschreibt, belügt sich selbst.

Gewiss sind leichte Veränderungen der metallischen Art und Weise eingebaut, dennoch es bleibt dabei, AMARANTHE bewegen sich kaum aus ihrer Zone hinaus und machen exakt dort weiter, wo sie uns mit jedem einzelnen Album zurückgelassen haben. Die Songs gespickt mit ästhetischen Synth Einlagen bieten für die modern avancierten Hörer ein Konzept zum Abfeiern. Desgleichen ist der metallische Anteil für meinen Geschmack merklich gestiegen.

Mit durchpflügter symphonischer Kost segeln die Schweden zwischen genialen Einfällen und Pop zu gekleisterten Fragmenten hindurch. Die Rettung, bis dato stets die Ohrwurmsongs, diese haben sie gottlob parat, ansonsten würden meine Daumen definitiv nach unten sausen und dies, ohne lange mit der Wimper zu zucken.

Keine Frage AMARANTHE haben ihre persönliche Nische geschaffen, haben im Kontrast hierzu längst starke Konkurrenz bekommen von Bands wie THE WAYMAKER, welche ein merklich bemerkenswertes Album geschaffen haben als man es von „Manifest“ erwarten würden.

Abermals wanken diese Schweden zwischen Genie und Wahnsinn. Ist es Metal oder ist es keiner, kann vielleicht die Gretchenfrage sein. Da scheiden sich meiner Meinung nach neuerlich die Geister, denn zu viele Füller wurden ins neue Album eingebaut. Gegenüber dem für mein Gehör grausamen „Helix“ eine Steigerung, hingegen noch lange kein Geniestreich, da hatten sie schon deutlich bessere Alben und Songs parat.

AMARANTHE bleiben ihrem Weg treu und dies auf Gedeih und Verderb. Die Trademarks der Band wurden merklich besser eingesetzt und deswegen klingt das neueste Werk runder und merklich metallischer als es der Vorgänger tat. Ein Meilenstein der Metalgeschichte ist der Silberling allerdings nicht und so werden definitiv bei „Manifest“ Jubelrufe wie desgleichen verächtliches schnauben die Resonanz sein. Wer sich ebenfalls als modernen Pop liebenden Rock/Metal Freund betitelt, der wird dies abfeiern. Puristen werden dieses Album nicht mal mit einem kurzen Blick anvisieren.

Fazit: „Manifest“ von AMARANTHE ist gegenüber dem Vorgänger eine Wertsteigerung. Der Geniestreich ist es nicht!

Tracklist

01. Fearless
02. Make It Better
03. Scream My Name
04. Viral
05. Adrenaline
06. Strong

07. The Game
08. Crystalline
09. Archangel
10. BOOM!1
11. Die And Wake Up
12. Do Or Die

Besetzung

Elize Ryd – vocals
Henrik „GG6“ Englund Wilhelmsson – vocals
Nils Molin – vocals
Olof Mörck – guitar & keyboard
Morten Løwe Sørensen – drums
Johan Andreassen – bass

Internet

AMARANTHE – Manifest CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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