Band: Ammonal 
Titel: Beginning the End of Everything
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Melodic Death Metal Band Ammonal wurde 2008 gegründet. Zwei Jahre haben die Italiener Leo Mozzato (voc & guit), Andrea Mainini (guit), Renzo Cappai (bass), Frederico Bussi (keys) und Cereus Natas (drums) damit verbracht einen eigenen Stil zu entwickeln. Ganz reinen, simplen Melodic Death haben aber die Burschen nicht drauf. Viel mehr hantieren sie mit einigen experimentellen Klängen um das Material etwas breit gefächerter klingen zu lassen. Dies ist ihnen auf ihrem ersten Output „Beginning the End of Everything“ mehr als gelungen. Verfechter des eben genannten simplen, melodischen Death Metal können sich ebenfalls das Material zu Gemüte führen, wie auch Freunde des astreinen Melodic Death Metal. Beide Zielgruppen bedient man gleichermaßen.

An erster Stelle steht gleich das Titelstück „Beginning the end of Everything“. Selbiges wurde mit einer beschaulichen Einleitung bedacht. Sehr lieblich und doch versprüht man hier einen sehr melancholischen, ja teilweise schon folkloristischen Scharm. Nach gut einer Minute hat man aber genug von diesen beschwingenden Klängen und bolzt etwas dreckiger – flotter daher. Dennoch kommen immer wieder einige Keyboardpassagen zum Einsatz um den etwas melodischeren Zusatz zu bieten. Im Großen und Ganzen klingt dieser Teil des Songs etwas experimenteller, verspielter. Man könnte auch von einer leichten progressiven Spieltechnik sprechen, denn hier werden viele schlagartige Wechsel geboten, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Ein Elektrotastenintro fungiert bei „Final War“ als Einführung. Deutlich mehr und solider auf den Punkt gebracht brettert hier die Mannschaft daher. Guter Nackenbrecher im Melodic Death Metal Gewand. Versetzt wurde das Ganze noch mit einigen modernen, aber auch thrashigen Einflüssen. Dadurch ist eine sehr wutentbrannte Nummer entstanden, die fast durchwegs zum Abgehen gedacht ist, lediglich kleinere Ruheparts lösen das sonst eher flotte Bangerprogramm ab.

Sehr melancholisch wird es nun wieder beim Start von „Doctrine of Submission“. Fast schon progressive Klänge die aus der Schublade von Anathema stammen könnten führt man uns hier sehr gut vor. Weiter geht es zwar ebenfalls mit diesen Einflüssen, diese wurden aber mit einem starken, schwarzen Anstrich vermischt. Streckenweise bläst man uns Black Metal lastige Blast Beats um die Ohren und diese lassen einen auch nicht unbeeindruckt. Auch regiert hier einmal mehr eine Bunte Mischung das Geschehen. Man schafft es aber spielend all diese Klangfacetten gut miteinander zu verbinden.

Auch das nun folgende „I Bleed“ ist von einer eher ruhigen, traurigen, fast schon Gothic lastigen Klangeinleitung geprägt. Auf dieses Rezept greift man auch weiterhin zurück und versetzt dieses Element mit vielen bombastischen, aber auch etlichen Dark Metal Ingredienzien. Sehr passabel sind auch hier die Wechselhaften Vocalbeiträge im Duett Streich. Harsch trieft, wie sollte es auch anders sein auf liebliche Frauengesänge. Ist aber nicht bedeutungslos und weiß zu begeistern.

„Fuckin Blues“ knüpft nahtlos an den Vorgänger an und gleich nach dem etwas schrägen Eingangs Riff wird rotzig weiter gebolzt. Binnen Sekunden wurde das Klangbild von vorhin über Bord geworfen und hier wird deutlich shakiger in die Saiten gegriffen. Dem Titel entsprechend hat man hier den Sound ausgerichtet, dadurch ist eine Mischung aus Blues, Death und Modern Thrash Einflüssen entstanden. Sehr farbenbunt wird uns dies präsentiert, dennoch greifen die Elemente sehr gut ineinander und man verhaspelt sich nicht mit langen Wechseln.

Ein Kirchenorgel Intro gönnt man uns beim Rausschmeißer „You’ll Never See, You’ll Never Know“. Die Eingangs dadurch entstandene ruhige Stimmung zündet man aber sogleich an und fortan geht es deutlich knackiger von statten. Bretternder Rhythmus zum Abbangen wird uns hier gegönnt und diesen verfeinert man mit etlichen Breaks, als auch klassischen Klavierklängen. Einmal mehr schafft man es uns hier etliches zu bieten. Diese Einflüsse wurden ebenfalls sehr gut aufeinander abgestimmt und geben sich ständig eine versöhnliche Hand.

Fazit: Die Truppe geizt nicht uns mit vielen Einflüssen die Gehörgänge durchzublasen. Sicher nichts für den flotten Hörgenuss, wer allerdings auf eine weitschichtiges Klangbild nicht verzichten will sollte der Truppe durchaus eine Chance geben. Viel Potential wurde uns hier klanglich auf einen Silberling gestanzt.

Tracklist:

01 Beginning the end of Everything
02 Final War
03 Doctrine of Submission
04 I Bleed
05 Fuckin Blues
06 You’ll Never See, You’ll Never Know

Besetzung:

Leo Mozzato (voc & guit)
Andrea Mainini (guit)
Renzo Cappai (bass)
Frederico Bussi (keys)
Cereus Natas (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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