Band: Zora
Titel: Gore
Label: Bloodred Horizon Records
VÖ: 2010
Genre: Brutal Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Zora ist eine italienische Brutal Death Metal Band die keinen Hehl darum macht ihrem Zorn freien Lauf zu lassen. Seit 2004 arbeiten Peppe Pascale (voc & guit), Joseph „Tato“ Tatangelo (bass) und Alessandro Di Meco (drums) eifrig an Tracks die durch die Bank als Abrissbirne fungieren. Mit den EP’s „Dismember Human Race“ (2004) und „U.V.A.“ (2005) konnte man schon sofort nach der Gründung einige Achtungserfolge einheimsen, dennoch dürften die Jungs aus Kalabrien bei uns wohl eher ein unbeschriebenes Blatt sein. Dies soll sich jetzt mit einem Label und dem Full Length Album „Gore“ als Debüt ändern.

Wild, rau und ungestüm lässt man gleich den Knüppel beim Track Nummero Uno „Hipocrisy“ auf uns hernieder prallen. Man verprügelt uns mit einem dermaßen speedigen Tempo das einem schier die Luft weg bleibt. Leichte Gore Growls dienen hierbei als Ergänzung des Programms. Alles in allem hat man es aber sehr simpel gestrickt, doch von stupider Einfallslosigkeit ist man weit entfernt. Dies entkräftet man durch herzhaftes Bretterriffing und ständige Tempowechsel zwischen thrashigen und speedigen Brutal Death Techniken.

Etwas groovender wird nun die Folgenummer „Humanimals“ angestimmt. Jedoch jagen die Italiener sofort hervor und zerstückeln den Kadaver. Von beiden Einflüssen macht man gekonnt – ausgewogen Gebrauch und kredenzt uns dies mit gut sortierten Klängen.

Schnell, eingängig und speedig auf den Punkt gebracht versohlt man uns den Allerwehrtesten mit „R.I.P.“. Die kurze Prügelei fegt wie eine neunschwänzige Katze auf den Hörer hernieder und peitscht selbigen ordentlich mit roh – ungeschliffenen Klängen aus.

Mit etwas zurück genommenem Tempo wird die Nachfolge mit „Sign Your Body“ serviert. Das sehr verspielte, ja teils schon schizophrene drängt das ganze Programm in eine etwas komplexere Richtung. Aus dieser versucht man zwar durch vehemente Stockhiebe auszubrechen. Alles in allem regieren komplexe Strukturen fast komplett das Geschehen.

„Gore“ kommt wieder mit eingängigeren Brutal Death Rhythmen daher. Stet drückt man dominant das Gaspedal und lässt um keinen Deut locker. Somit bietet man erneut Kopfkreisendes Vergnügen der zackigeren, ungeschliffenen Art.

Wiederum etwas groovender, als auch streckenweise zäher zieht man die blutige Linie mit „Hate Me“ fort. Deutlich rauere Groove Fragmente unterwandert man mit blitzartigen Speedattacken. Gekonnt präsentiert man uns somit einen etwas verspielteren Track. Dennoch geht man es nicht zu komplex an sondern hält das Programm etwas simpler, wenn auch experimentierfreudiger ab.

Mit rollenden Brutal Death, als auch Thrash Allüren poliert man uns als Nachfolge mit „Kill Who Kill You“ die Fressen. Herzergreifende, groovende Gitarrenklänge verfeinert man mit satten Bretterbreaks und ständigen auf und ab Temposchüben. Gekonnt vereint man alle Techniken unter einen Deckmantel. Beißender Track der sich in die Gehörmuschel bohrt und ordentlich aufstachelt.

Das nun folgende „Enslaved by the Pigs“ wurde mit einer ähnlichen Soundlinie bedacht, wobei aber die ungestümen Fragmente deutlich mehr den Ton bei diesem Track angeben. Kantig und ungeschliffen agiert die Truppe und sogar leichtere Grind Einflüsse kommen hierbei zum Tragen.

Wie im Blutrausch setzt man sogleich mit „Escape“ nach. Hierbei verwendet man sehr wilde und fast kaum zu folgende Wechsel. Mag dadurch etwas überladener rüber kommen und somit für meinen Teil nicht der Bringer auf diesem Album. Dennoch kann man weiterhin uns gut animieren die Rübe zu schütteln, auch wenn dieses Stück etwas gewöhnungsbedürftiger klingt.

Gut schließt man mit dem abschließenden „Pachidermik“ den Kreis. Erneut präsentieren sich die Italiener von einer etwas experimentierfreudigeren Seite. An letzter Stelle setzt man auch streckenweise markerschütternde – doomige Zwischenunterbrechungen seitens der Gitarren ein. Löblicher und überzeugender Einfall der zu begeistern weiß. Den Rest prügelt man wieder in gewohnter Manier und versetzt uns somit den finalen Todesstoß.

Fazit: Gelungenes Debüt das bei Brutal Death Fans für Freude und Nackenschmerzen sorgen wird.

Tracklist:

01. Hipocrisy 03:20
02. Humanimals 02:32
03. R.I.P. 01:38
04. Sign Your Body 02:48
05. Gore 02:56
06. Hate Me 02:49
07. Kill Who Kill You 02:53
08. Enslaved by the Pigs 02:33
09. Escape 03:28
10. Pachidermik 05:15

Besetzung:

Flavio Tempesta (voc & guit)
Joseph „Tato“ Tatangelo (bass)
Alessandro Di Meco (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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