Band: Arch Enemy
Titel: War Eternal
Label: Century Media Records
VÖ: 2014
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Eine längere Vorbemerkung meinen Zugang zu diesem Album betreffend: Als Arch Enemy damals richtig durchgestartet haben, befand ich mich gerade in einer seltsamen Phase, die durch Auswendigkönnen von Mortician´s Hacked Up for Barbecue und Verehrung von Bands wie Regurgitate, Meat Knife, Sanatorium und Konsorten geprägt war.
Alles, was auch nur ansatzweise deutliche Songstrukturen aufzuweisen hatte, war dem werten Gorehound Lex J. Oven zu weichgespült. Melodien, das versteht sich, gingen schon mal gar nicht. Diese immerhin 2-3 Jahre andauernde Ära wurde absurderweise durch die Entdeckung von Manowar´s Fighting the World abgelöst, die letzten Endes in eine immer noch andauernde Geschmackspräferenz für traditionellen Heavy Metal mit Eunuchenvocals mündete. Ich will damit ausdrücken, dass Arch Enemy dank meiner abartigen Geschmacksentwicklung stets nur am Rande meines Radars unter der Rubrik „auch eine bekannte Metalband“ herumgesegelt sind. Der Weggang von Angela Gossow an der Female Grunts Front lässt mich daher recht kalt. Ich höre mir nun, man glaube es oder nicht, erstmals ein komplettes Arch Enemy Album an.

Ok, let´s rock:
Punkt 1, neue Sängerin: Wahrscheinlich wird wie bei allen Frontwechseln der ein oder andere sich die Gossow zurückjammern wollen. Dafür besteht objektiv gesehen kein Anlass. Mag daran liegen, dass dies mein erstes AE-Album ist, aber die White-Gluz gefällt mir irgendwie besser als die Gossow. Sie sing-kreischt-keift sicherlich in der gleichen Topliga, alles andere ist Geschmackssache oder auch nur Nostalgie.

Punkt 2, Produktion: Passt super. Druckvoll, aber nicht überproduziert.

Punkt 3: Last but not least, here comes the music: Ich kann aus obengenannten Gründen keine Aussagen darüber machen, ob dieses Album jetzt besser oder schlechter ist als vorangegangene Alben. Ich verkneif es mir auch, überflüssigerweise zu beschreiben, wie Arch Enemy klingt. Das weiß doch jeder Don Metallo und jede Donatella Metalla mittlerweile. Aber ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass mir dieses Album gut eingelaufen ist, obwohl melodische Bands im extremeren Metalbereich bei mir alles andere als leichtes Spiel haben. Melodien in Zusammenhang mit Gekreische geraten leicht zu einer widerlichen, gallig-süßlichen Mischung, die ich nur als verachtenswert brandmarken kann. Aber Arch Enemy pumpen mal mit schönem Groove nach vorne. Dann streuen sie mit den Melodien schön gerade das richtige Maß an Wiedererkennungswert ein. Die Verständlichkeit von White-Gluz´ Vocals gibt den Songs noch das Sahnehäubchen drauf und die Phrasierung kommt stets auf den richtigen Punkt, um den maximalen Impact herauszuholen.

Ich werde dieses Album vielleicht noch ein wenig mehr lieb gewinnen, wenn ich sie zum Trainieren und dergleichen auflege, und kann somit ruhigen Gewissens vier Punkte mit klarer Tendenz nach oben geben. Wer speziell auf diesen Sound steht, der könnte eventuell durchaus die volle Punktzahl herauszücken.
Die Special Edition wird einen Bonustrack in Form eines „Shadow On The Wall“ – Mike Oldfield Covers enthalten, was ganz interessant werden könnte (war leider bzw. gerechterweise nicht in den Hörproben enthalten)
Anspieltipp War Eternal.

Tracklist:

01. Tempore Nihil Sanat (Prelude in F minor)
02. Never Forgive, Never Forget
03. War Eternal
04. As The Pages Burn
05. No More Regrets
06. You Will Know My Name
07. Graveyard Of Dreams (instr.)
08. Stolen Life
09. Time Is Black
10. On And On
11. Avalanche
12. Down To Nothing
13. Not Long For This World (instr.)

Besetzung:

Michael Amott (Guitar)
Daniel Erlandsson (Drums)
Sharlee D’Angelo (Bass)
Nick Cordle (Guitar)
Alissa White-Gluz (Vocals)

Internet:

Arch Enemy Website

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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