BRUNHILDE – To Cut A Long Story Short

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BRUNHILDE – To Cut A Long Story Short

Brunhilde - To Cut A Long Story Short - album cover

Band: BRUNHILDE
Titel: To Cut A Long Story Short
Label: Count & Countess
VÖ: 26/02/21
Genre: Rock
Bewertung: 3/5

Beim Bandnamen BRUNHILDE muss ich immer noch schmunzeln. Da stellt man sich was anderes vor als ein Rockprojekt. Des Weiteren haben sich meine Gehirnwindungen gewunden, beim Aussehen der Fronterin. Allesamt war meine Vorstellung falsch, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das Nürnberger Projekt ist unserer Redaktion seit dem Album Dollhouse ein Begriff. Selbiges setzt mit „To Cut A Long Story Short“ zum neuen Rundumschlag an. Konträrer könnte der Rocksound dieser Truppe nicht aufgemacht sein. Kein Stein bleibt auf dem anderen stehen, bekanntermaßen versucht die Formation sich in vielen Belangen des Rockbereichs, nur nicht im stimmigen.

Gute Ansätze sind erkennbar und machen viele Songs vorerst gut, bevor die Truppe mit nicht nachzuvollziehenden Wechseln daherkommt. Oftmals muss ich Kollegen Daniel über seine fachliche Einstufung loben, GUANO APES bis H-BLOCKX trifft es ganz genau. Ob diese Mischung heutzutage noch jemand braucht, sei dahingestellt. BRUNHILDE haben diese Melange drauf und bieten hierbei durchwegs passable Songs, die einem nicht gleich auf die Eier gehen.

Bemerkenswerte Ansätze und löbliche Versuche das moderne Rockgenre für sich zu vereinnahmen stehen glasklar auf der Haben-Seite der Truppe aus Nürnberg. Wirre Wechsel stehen dabei leider Gottes auf der anderen Seite der musikalischen Buchhaltung. Merklich harmonisierender kämen die Songs stimmiger daher.

BRUNHILDE spielen auf ihrer neuen Langrille recht unbekümmert drauf los, was sich in den ersten Minuten auch gar nicht schlecht anhört. Der Sound und Melodien sind auf den Bereich der oben genannten Göttinger Alternative Rock, Nu Metal Formation angelehnt. Für diese Art der Mischung muss man sich begeistern, sonst erscheinen einem diese Nürnberger zu verfahren. Persönlich hadere ich mit dem Material, einerseits gibt es Arsch tretende Momente die zu gefallen wissen andererseits ist Harmonie zwischen den einzelnen Parts nicht gänzlich stimmig. Die Stimme von Caro hat den Rotz gepachtet und passt wie die Faust aufs Auge zum Material. Oftmals erinnert sie mich fürwahr an Sandra Nasić, wenngleich deutlich rotziger und frecher und das steht für die Fronterin.

Abschließend kann man sagen, BRUNHILDE liefern mit „To Cut A Long Story Short“ ein Werk ab, dass mit der gewissen Fuck-Off-Mentalität ungehalten um sich schmeißt und sich hierbei viele Songs herausentwickeln, welche in der Boarder Szene etliche Jahre zuvor definitiv für Furore gesorgt hätten.  Ohne Zweifel kann die Truppe weitermachen wie bisher, annähernd mehr Homogenität wäre für meinen Geschmack aber das Um und auf und wünschen würde ich mir das die Band Ihren Stil noch ein wenig verfeinert und noch etwas mehr Geradlinigkeit in den Sound bekommt.

Fazit: Wer auf die Spätneunziger Rockbands aus dem deutschen Raum baut, macht mit „To Cut A Long Story Short“ von BRUNHILDE nichts falsch.

Tracklist

01. Miss God
02. Hell Or High Water
03. Judas
04. Where Are You Going?
05. When You Were Born (I Was Already Dead)
06. In My Head
07. All Is Lost

08. Come Out Come Out
09. I´m Crying
10. Choir Boy
11. Digging Ditches
12. Sleep With My Enemy
13. So Bad
14. It´s All Lies

Besetzung

Carolin Loy – Vocals
Kurt Bauereiß – Guitar

Internet

BRUNHILDE – To Cut A Long Story Short CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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