Cloven Hoof – Age Of Steel

Cloven Hoof - Age Of Steel album cover

Band: Cloven Hoof
Titel: Age Of Steel
Label: Pure Steel Records
VÖ: 28/04/2020
Genre: Power/Heavy Metal
Bewertung: 4/5

Wow, seit meinem begeisterten Review von Resist Or Serve“ (2014) und dem Interview mit dem enthusiastischen Gründungsmitglied Lee Payne sind wirklich schon 6 Jahre vergangen. Seitdem ist mit Who Mourns for the Morning Star“ (2017) ein Album erschienen, das Kollege Daniel immerhin mit stolzen 4.5/5 Punkten belohnte, von mir aber bisher leider nicht nachgeholt wurde.

Entsprechend musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass CLOVEN HOOF ihren Sound seitdem deutlich modifiziert haben. Die Gruppe muss sich eine beträchtliche Menge an typisch europäischem Power Metal und zahlreiche Dauerrotationen von IRON MAIDEN’S Klassikern rein gezogen haben. „Alderley Edge“ bedient sich gar so ungeniert bei der Melodie des Jungfrauen-Evergreens „Seventh Son Of A Seventh Son“, dass es einfach eine bewusste Huldigung sein muss. Gelegentlich meine ich aber auch, Anklänge von VIRGIN STEELE zu „Marriage Of Heaven And Hell“-Zeiten herauszuhören („Touch The Rainbow“ ist so ein Kandidat).

Für mich, der „Who Mourns…“ verpasst hat, ist freilich auch noch Sänger George Call am Mikrophon neu. Zum Glück kann er mit der alten Stimme mithalten.

Also: Deutlich näher am zeitgenössischen europäischen Power Metal, mit starken IRON MAIDEN-Einsprengseln (80er-Hochphase ab „Powerslave“), insgesamt deutlich bombastischer, glücklicherweise auch mit Reminiszenzen an den US Metal, sowie an VIRGIN STEELE (bevor DeFeis eine kreative Demenz entwickelte). Diese Mischung konnte von der Gruppe um Urgestein Lee Payne allerdings in überwiegend sehr gute Songs gegossen werden, die bei aller Komplexität und Detailverliebtheit auch über ordentliche Hooks verfügen. So wird der Hörer genug gefesselt, um den Hörer dieses Album auch gerne mehrmals rotieren zu lassen. Das ist auch nötig, denn „Age Of Steel“ braucht Zeit, um richtig anzukommen. Dann gehen einem Tracks wie „Bathory“, „Apathy“, „Touch The Rainbow” oder “Age Of Steel” aber immer hartnäckiger nicht mehr aus dem Kopf.

Gesondert sollte erwähnt werden, dass CLOVEN HOOF mit Georce Call einen Topmann an der Front haben, der mit seiner High Energy Performance noch den letzten Rest aus jedem Song herausholt.

Letztlich bin ich nach dreimaligem Hören noch etwas befremdet vom Wandel, den CLOVEN HOOF durchlaufen haben. Demgegenüber steht eine 1A-Performance und die zweifellose Grower-Qualität dieses Albums, das dann auch einige Hits und keinen einzigen Stinker zu bieten hat. Im direkten Vergleich zu meinem hochgeschätzten „Resist Or Serve“ zieht „Age Of Steel“ für mich klar den Kürzeren. Zu den richtig guten Alben des Jahres 2020 gehört es aber auf jeden Fall.

Tracklist

01. Bathory
02. Alderley Edge
03. Apathy
04. Touch The Rainbow
05. Bedlam

06. Ascension
07. Gods Of War
08. Victim Of The Furies
09. Judas
10. Age Of Steel

Besetzung

George Call (Vocals)
Lee Payne (Bass)
Chris Coss (Guitars)
Ash Baker (Bass)
Mark Bristow (Drums)

Internet

Cloven Hoof – Age Of Steel CD Review

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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