Custard – A Realm Of Tales

Band: Custard
Titel: A Realm Of Tales
Label: Pure Steel Records
VÖ: 19.05.2017
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written By: Lex

Custard - A Realm Of Tales album artwork, Custard - A Realm Of Tales album cover, Custard - A Realm Of Tales cover artwork, Custard - A Realm Of Tales cd coverDie deutschen Powermetaller waren mir bisher kein Begriff, auch wenn das erste Demo bereits auf 1992 zurückdatiert. Jedenfalls gab und gibt mir der Bandname Rätsel auf – Custard bedeutet doch wahlweise Vanillesaue, Vanillepudding, Eierrahm oder Eiercreme?! Ich habe vergebens versucht eine metallischere Bedeutung des Wortes zu finden, aber es scheint, dass die deutsche Band eine dermaßen ausgeprägte Affinität zu Vanille-bzw Eiercreme hat, dass der zuckrige Schleim eben als Namensträger herhalten muss.

Vielleicht war verdorbene Vanillesauce, die in erhitzter Form über mauernstürmende Belagerer gegossen wurde, eine mittelalterliche Verteidigung?

Das mag beizeiten vielleicht eines Tages in einem Interview aufgeklärt werden, hier geht’s um das mittlerweile sechste Studioalbum „A Realm Of Tales“, das tatsächlich wie im Promo angekündigt ein hervorragendes Genrefutter für Fans von Helloween bis Judas Priest darstellt. Melodisch wie ein Helloween-Album, fehlt bei Custard (zum Glück) der Hang zur Kindergeburstagsfröhlichkeit, der mir bei den bekannteren Landsmännern so nervig einfährt. Stattdessen treffen die Melodien auf Riffs, die tatsächlich das Prädikat „Power“ verdienen, und ergeben in Zusammenarbeit mit der kraftvollen Lungenarbeit von Oliver Strasser eine gelungene Vollbedienung in Sachen Power Metal.

Das Songwriting ist dabei durchwegs gutklassig und eingängig: Custard zeigen sich hier durchaus international konkurrenzfähig, so dass ich „A Realm Of Tales“ den aktuellen Outputs von Bands wie Gloryhammer, Primal Fear oder Powerwolf durchaus klar vorziehen würde.

Fehlen für einen Platz in der ersten Reihe dann auch Übernummern und markante Alleinstellungsmerkmale, ergibt das trotzdem ein gelungenes Album, das mit flotten Nummern wie „Queen Of Snow“ und  Bangern wie „Witch Hunter“ einfach Spaß beim Hören macht.

Tracklist:

01. Icy Stare
02. Queen Of Snow
03. The Pied Piper
04. Arabian Nights
05. Snow White
06. Snow Away
07. The Little Match Girl
08. Daufgter Of The Sea
09. Witch Hunter
10. Sign Of Evil
11. Bluebeard
12. Forged In Fantasy

Besetzung:

Oliver Strasser (vocals)
Carsten „Oscar“ Reichart (guitars)
Markus Berghammer (bass)
Chris Klapper (drums)
Stefan Absorber (guitars)

Internet:

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Lex J.Oven
Lex J.Ovenhttps://www.metalunderground.at
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