Tracklist
01. Repulsion
02. Hell Hath No Fury
03. Children Of The Blade
04. Leech From Cachtice
05. Bring Me The Head
Besetzung
Anna Wagner – Vocals, Bass
Marcus Bader – Guitar
Per Olofsson – Drums
Mit „Repulsion“ legen DEAD SLEEP eine EP vor, die tief in den Wurzeln des Death Metal verankert ist, dabei jedoch viele moderne Akzente setzt. Die Band kombiniert klassische Death-Metal-Riffs mit thrashigen Schlagzeugparts, einem druckvollen Bassfundament und einer spürbaren Leidenschaft für die Anfänge des Extreme Metals.
Kurz-Biografie
Die aus Malmö stammenden DEAD SLEEP bewegen sich seit ihrer Gründung zwischen Old-School-Death-Metal, Thrash und einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde. Mit der EP „Repulsion“ präsentiert sich das Trio direkter und kompromissloser denn je. Inhaltlich widmet sich die Band Themen wie Macht, Mutterschaft und gesellschaftlichen Rollenbildern, während musikalisch rohe Extreme-Metal-Einflüsse auf eingängige Grooves und klassische Heavy-Metal-Elemente treffen.
Ungewöhnlich präsenter Bass und charakterstarke Vocals
Besonders auffällig ist bei DEAD SLEEP die Rolle des Basses, der auf der gesamten EP ungewöhnlich präsent im Klangbild steht. Bedenkt man, dass die Band ein Trio mit nur einer Gitarre ist, macht es allerdings Sinn, dass der Bass derartig wuchtig klingt. Zusammen mit der Stimme von Sängerin Anna Wagner bildet er das markanteste Alleinstellungsmerkmal der Schweden. Wagner liefert eine intensive und emotionale Performance ab, die stellenweise Erinnerungen an Angela Gossow weckt. Ihre Stimme verleiht den Songs Charakter und Wiedererkennungswert. Gleichzeitig gibt es jedoch Momente, in denen die Vocals so wirken, als würden sie an ihre Grenzen stoßen. Ob bewusst eingesetztes Stilmittel oder technische Eigenheit – diese Passagen können gelegentlich etwas aus dem Hörfluss reißen.
Energetisch und mitreißend
Musikalisch überzeugt „Repulsion“ vor allem durch seine Energie. Der Titelsong eröffnet die EP mit mitreißenden Grooves, starken Hooks und einer Dynamik, die unmittelbar zum Headbangen einlädt. Auch „Children of the Blade“ punktet mit einem äußerst eingängigen Hauptriff und einem gelungenen Spannungsbogen, während das düstere Outro zu den stärkeren Momenten der Veröffentlichung zählt. Mit „Leech From Cachtice“ zeigen DEAD SLEEP am deutlichsten, wie effektiv sie unterschiedliche Einflüsse miteinander verbinden können. Ein klassisch anmutendes Heavy-Metal-Riff trifft auf deutlich finsterere, beinahe Black-Metal-artige Passagen. Dieses Wechselspiel verleiht dem Song eine Eigendynamik, die ihn aus dem restlichen Material heraushebt und gleichzeitig verdeutlicht, welches kreative Potenzial in der Band steckt.
Die kreativen Grenzen
Generell profitieren die Songs von einem guten Gespür für Rhythmus und Eingängigkeit. Die thrashigen Beats treiben das Material konsequent nach vorne, während zahlreiche Groove-Momente dafür sorgen, dass die EP trotz ihrer Härte stets zugänglich bleibt. Gleichzeitig werden im Verlauf der Spielzeit auch die kreativen Grenzen des Songwritings sichtbar. Viele Ideen bewegen sich innerhalb bekannter Genre-Konventionen, und nicht jeder Ansatz wird bis zu seinem möglichen Höhepunkt weiterentwickelt. Gerade Stücke wie „Hell Hath No Fury“ lassen erkennen, dass die Band interessante Spannungsmomente aufbaut, diese aber nicht immer in unerwartete Richtungen weiterführt.
Fazit: DEAD SLEEP beherrschen die Kunst des klassischen Death Metals, schöpfen ihr kreatives Potenzial aber noch nicht vollständig aus. „Repulsion“ macht Spaß und besitzt Charakter, lässt jedoch Raum für weitere Entwicklung.






