Tracklist
01. Opening Theme
02. Beyond The Sea
03. Darkness Falls
04. E. B. E.
05. Ghost In The Machine
06. Pilot
07. Silver Shadows
08. Squeeze
09. The Jersey Devil
10. Dreamweaver
Besetzung
Pako Deimler – Guitars, Vocals
Xas Lázaro – Bass
Villa Naemoth – Drums
Science Fiction und Old-School Death Metal. Nach dem vorherigen Album als Konzeptalbum bringt das neue LP nun ein weiteres konzeptbasiertes Full-Length – „Darkness Falls“ zollt Tribut an eine der meistverehrten Serien der 90er und Lieblingsfilm der Band, The X-Files. „Old-School Death Metal bis zum Limit getrieben, eine Rückkehr zu etwas Anderem und Unerwartetem“ ist die Art, wie DEIMLER ihre Musik charakterisieren.
Natürlicher Start, dann zusammenhangslose Wechsel
Das „Opening Theme“ ist genau, was der Name verspricht – ambiente Sounds und atmosphärisch, verhallte Noten, verhallt und mit seltsamen Effekten, kurz und melodisch. Aber „Beyond The Sea“ eröffnet mit Growls und soliden Riffs. Nicht verrückt schnell, aber rhythmisch genug, um effektiv zu sein, eine komplexe Instrumentierung mit Tempowechseln und Breakups, mit der Lead-Gitarre als melodisches Element in der Klanglandschaft. Momente von vollem Rhythmus und fesselnden Gitarren wechseln sich ab mit ambienteren, obwohl die Komposition sich natürlich und durchdacht anfühlt.
Der Titelsong „Darkness Falls“ hat rasende Riffs und einen dichteren Sound, schnelleres Tempo mit allen Instrumenten, die in dieselbe Richtung partizipieren, bis sie wieder ambient werden und nur die Lead-Gitarre übrig lassen, um den Song zu tragen. Nach gutem Start stören Doom-durchzogene Passagen leicht den guten Flow. Dieselben tiefen Growls, irgendwie losgelöst vom Rest der Musik, aber liefern einen unwirklichen und jenseitigen Kontrast. Leider zu viele Passagen mit verschiedenen Einflüssen, ohne geschmeidigen Übergang zwischen ihnen, resultieren in einem ziemlich zusammenhanglosen Song – gute Riffs oder solide Rhythmen sind meist Ausnahmen in einem Meer von Dissonanz und permanenten Rhythmuswechseln.
DEIMLER wurde 1998 in Cáceres, Spanien gegründet, war am Anfang nur für vier Jahre aktiv, reformierte 2018 und begann erst danach, Materialien zu veröffentlichen. Das Projekt von Pako Deimler (Descomunal Satanation, Endemic, Itnuveth, ex-Famishgod, ex-Svipdagr, ex-Bizarre), verantwortlich für Vocals, Gitarren, aber auch zuständig für Songwriting, Komposition, Solos, Texte und das Album-Konzept. Das Trio wird komplettiert mit Villa Naemoth (Dantalion, Endemic, ex-Mydgard, ex-Witchfyre, ex-Empty) an Drums und Xas Lázaro (Endemic, Íltuŕ, Obscene Ceremony, ex-Aethyr) am Bass.
Die Oszillation zwischen verschiedenen Tempos und Ansätzen setzt sich weiter im Album fort – „E. B. E.“ startet technisch, aber unentschlossen und weich, gewinnt in der Mitte des Songs ein wenig Substanz, bevor es sich wieder verwässert. „Ghost In The Machine“ hat mehr Power, setzt dieselbe melodische Linie vom vorherigen Song fort, aber kohärenter, mit klarer musikalischer Richtung, resultiert in einem der besten Songs auf dem Album. Gute Riffs, ein klarer Rhythmus, nicht sehr schnell, aber besser kontrolliert.
Flache Klanglandschaft ohne Höhepunkte
Die Produktion ist nicht schlecht, aber das Gesamtgefühl ist von einer ziemlich flachen Klanglandschaft. Zusammen mit der repetitiven Musik resultiert das in einer uniformen Erfahrung ohne viele Höhepunkte. Auch nicht sehr dynamisch – der Akzent fällt auf Vocals und selten auf Gitarren, mit Rhythmussektion nur als Begleitung für diese.
Die positive Attitüde wird durchgehend beibehalten in „Pilot„, aber ein melodisches und langes Solo passt nicht ganz zum Gesamtsound. Diese Abweichung vom etablierten Stil ist etwas dissonant, aber der Song ist immer noch ziemlich gut. Die tiefen Growls und gute Rhythmussektion machen einen guten Eindruck. „Silver Shadows“ setzt fort, ohne zu viel in Melodie oder Atmosphäre zu ändern, ziemlich langsam und ziemlich repetitiv.
Mit dem Versprechen eines direkteren Sounds, ohne die melodischen Ornamente, eröffnet „Squeeze„, dissonant und sehr schnelle Riffs. Und dann dreht das unvermeidlich lange und harmonische Solo die Richtung ins Vorhersehbare. Dieselbe Hoffnung auf einen prägnanten Song kommt mit „The Jersey Devil„, aber wir wissen bereits, wie sich die Dinge entwickeln. Guter Start, melodisches Solo, langsames Finish.
Der finale Song „Dreamweaver“ bringt etwas Neues, ein disharmonisches Orchester, disparate Instrumente, finstere ambiente Sounds, ein bizarres Outro, aber eines, das zum Science-Fiction-Gesamtansatz passt, aber nicht verbunden mit der Musik, die wir gerade gehört haben.
Vorhersehbare Formel ohne Überraschungen
Die Songs folgen einer vorhersehbaren und etwas repetitiven Formel. Während die musikalische Substanz manchmal gut ist, sind selbst die melodischen Solos nicht völlig fehl am Platz, passen aber auch nicht ganz ins Gesamtbild. Jedoch ist das Album als Ganzes ziemlich monoton, und die Melodien sind zu ähnlich und bieten keine Überraschungen.
Dieses Album hat einige gute Momente und ist angenehm zu hören, obwohl es nicht besonders fesselnd ist. Der Einfluss von Demilich und Tomb Mold ist evident, und Marty Friedman und Andy LaRocque sind auch zu hören. Jedoch könnte das Erwähnen aller Band-Einflüsse zu einem übermäßig eklektischen Mix führen. Trotzdem schafft es DEIMLER, geradlinig zu bleiben, und der Gesamtsound ist gut verarbeitet. Mehr Variation wäre wünschenswert gewesen und hätte das Album zu einem überdurchschnittlichen gemacht.
Fazit: DEIMLER mischen mit „Darkness Falls“ Old-School Death Metal mit ambienten Elementen – repetitiv, vorhersehbar und ohne Höhepunkte.

