FIVE FINGER DEATH PUNCH – F8

Five Finger Death Punch - F8-album cover

Band: Five Finger Death Punch
Titel: F8
Label: Better Noise Music
VÖ: 28/02/20
Genre: Modern Metal
Bewertung: 4/5

Die Endlosschleife auf dem Cover von FIVE FINGER DEATH PUNCHs neuem Album „F8“ kann, abgesehen von der Anspielung, dass es das achte Studioalbum ist, zweierlei bedeuten: entweder es ist so schwach wie die minimalistischen Infinity-Trendtätowierungen ODER man muss es immer und immer wieder hören, weil es einfach so geil ist.

Beim gleichnamigen Lied „F8“ denkt man sich zuerst: „Warte… ist das jetzt die falsche Band?“. Ein symphonisch-orchestraler und dramaturgisch einwandfreier Einstieg, wobei sich diese Atmosphäre bis ins nächste Lied „Inside Out“ zieht. Spätestens hier wird einem klar, dass es sich um ein Album von FIVE FINGER DEATH PUNCH handelt: mit der gewohnten Härte und Brutalität wird die erste Strophe eingeläutet und dann von markerschütternd schönem Gesang abgefedert. Live war das Lied übrigens doppelt so geil!

Full Circle“ erinnert zu Beginn etwas an „You“ von „The Wrong Side of Heaven and the Righteous Side of Hell Volume 1. Das Lied folgt dem gewohnten „harte Strophen, weicher Refrain”-Schema und bereitet einem einfach gute Laune. In „Living the Dream“ wird das Tempo gedrosselt und eine Nuance softer gesungen, wobei die Lyrics umso düsterer sind.

Wenn euch das nächste Mal wer fragt, warum ihr heute so schlecht drauf seid und ihr könnt nicht so recht in Worte fassen, warum, spielt ihnen einfach „A Little Bit Off“ vor. Das Geniale daran ist der Text, weil er sich mit der Musik widerspricht. Das Lied hat einen besonderen Groove und man will einfach mitsingen.

Wem das bis jetzt zu brav war, wird sich wahrscheinlich über „Bottom of the Top“ freuen. Eine schön aggressive Atmosphäre mit provokativen Lyrics und einer kurzen soften Auflockerung in der Mitte des Songs. „To Be Alone“ hat etwas Provokatives, Beleidigendes und ist ein Song mit hohem Ohrwurm-Faktor. Sowohl die Strophen als auch der Refrain bleiben sofort im Gedächtnis und verführen zum Mitsingen.

Ziemlich düster wird’s in „Mother May I (Tic Toc)“. Wenn man das „Tic Toc“ in der Klammer berücksichtigt, wirkt das Lied tatsächlich wie eine tickende Zeitbombe. Stellenweise hört sich das Lied an wie „Diary of a Deadman“, was aber keineswegs ein Minuspunkt sein soll. Mein heimlicher Favorit auf „F8“.

Darkness Settles In“, die typische Powerballade, die auf keinem Five Finger Death Punch-Album fehlen darf, wird mit symphonischen Tönen untermalt. Das Lied ist definitiv vollgestopft mit Emotionen… ganz so aus den Hocker reißt es mich dann doch nicht, weil mir der Refrain zu schwach ist. Der Rest ist allerdings wunderbar.

Nach „This is My War“ auf „Got Your Six“ heißt es 2020 nur mehr „This is War“. Der Song hat einen guten Flow, das Intro erinnert an „The Way of the Fist“ vom gleichnamigen Debütalbum. Eines kann man daher schon mal feststellen – Five Finger Death Punch sind ihrem Stil treu geblieben.

Leave It All Behind“ hat das Intro einer Ballade, wobei diese Vermutung sich schnell als Fehleinschätzung entpuppt. Die Strophen erinnern mich an In This Moments Lied „Big Bad Wolf“, wenn auch in milderer, dafür schnellerer Form. Wie auch immer, das Lied hat einen ganz speziellen Charakter. Mich beeindruckt der Text, weil er dem Song eine düstere, traurige Note verleiht, die zum Nachdenken anregt.

Richtig eingeheizt wird einem in „Scar Tissue“. Dabei muss ich gestehen, dass das Lied meiner Meinung nach eines der schwächeren ist. Die Strophen lösen bei mir nichts aus, der Refrain ist allerdings hörenswert.

Brighter Side of Grey“ soll sicher das Herz zum Schmelzen bringen. Diese Intention kommt nicht unbedingt an. Diesem Lied fehlt irgendetwas. Vielleicht wirkt es auch nur bei Menschen, die sich von dem Text angesprochen fühlen.

BONUS TRACKS

Making Monsters“ ist definitiv kein Schlaflied. Es ist weder besonders gut, noch besonders schlecht. Es hat etwas an sich, dass man es öfter hören möchte. „Death Punch Therapy“ fasst die gesamte Diskographie von Five Finger Death Punch in einem Lied zusammen. Der Refrain wird jedem, der „The Devil’s Own“ vom Debütalbum kennt, bekannt vorkommen. Daneben werden noch andere ältere Text- und Liedpassagen eingestreut und mit Neuem gemischt – coole Sache.

Inside Out (Radio Edit)“ kommt schließlich noch in einer Radioversion, die ein bisschen sanfter als das Original ist, obwohl der Unterschied minimal ist. Aber hey, wer von dem Lied nicht genug bekommen kann, wird diese Version genauso feiern.

Fazit: Five Finger Death Punch haben „F8“ nach altbewährtem Rezept gekocht, dabei sind einige richtig gute Songs entstanden. Insgesamt ein Werk, das den Fans gefallen sollte und neue hoffentlich anlocken wird.

Tracklist

01. F8
02. Inside Out
03. Full Circle
04. Living the Dream
05. A Little Bit Off
06. Bottom of the Top
07. To Be Alone
08. Mother May I (Tic Toc)

09. Darkness Settles In
10. This Is War
11. Leave It All Behind
12. Scar Tissue
13. Brighter Side of Grey
14. Making Monsters
15. Death Punch Therapy
16. Inside Out (Radio Edit)

Besetzung

Ivan Moody (vocals)
Zoltan Bathory (guitar)
Jason Hook (guitar)
Chris Kael (bass)
Charlie Engen (drums)

Internet

FIVE FINGER DEATH PUNCH – F8 CD Review

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