Tracklist
01. Reeks Of Moldy Guts
02. Escalating Rot
03. Oozing With Pustulent Fluids
04. Mors Viaturis – The Death Traveler
05. Grotesque Decomposition
06. Rebirth In Morbid Disgust
07. Tapestries Of Misery
08. Decay Of The Flesh
09. Peeled Face Mask
Besetzung
Claus – Guitar, Vocals
Daniel – Guitar, Vocals
Ric – Bass
Geistaz – Drums
Die neuen Exponenten von Death/Doom Metal aus Dänemark, FOETOREM, präsentieren ihr Debütalbum „Incongruous Forms Of Evergrowing Rot„. Nach einem beeindruckenden Demo letztes Jahr und Live-Performances, die schnell ihre Reputation wachsen ließen, kehren sie jetzt mit einem Full-Length zurück, nur um einmal mehr zu zeigen, warum sie als aufstrebende Kraft in der aktuellen Doom/Death Metal Landschaft betrachtet werden.
Natürliche Übergänge zeigen echtes kompositorisches Können
Ein Sound, der sich gleichzeitig melodisch, aber finster anfühlt, mit langsamem Tempo, aber voll von Atmosphäre. „Reeks Of Moldy Guts“ zeigt den Band-Sound mit voller und dichter Klanglandschaft, heruntergestimmte Gitarren, tiefe Growls, die Lead-Gitarre bringt Melodie mit kurzen und seltenen Interventionen. Ein guter Song, mit Rhythmen, die zwischen langsam und erdrückend zu kurzen Ausbrüchen von hohem Tempo und Aggressivität alternieren. Die Art, wie diese verschiedenen Ansätze miteinander verbunden sind und sich zwischen den Extremen transformieren, zeigt echtes kompositorisches Können – alles passiert natürlich, ohne Schluckauf.
FOETOREM kommen aus Kolding, ihr erstes Demo kam 2025, das Lineup besteht aus Claus (ex-Arsenic Addict) an Gitarre und Vocals, Daniel (Necrotic Ritual, The Tombless (live)) auch an Gitarre und Vocals, Ric (Necrotic Ritual, ex-The Tombless) am Bass und Geistaz (Geistaz’ika, Óðkraptr) an Drums.
Ein schnelleres Tempo bringt „Escalating Rot„, technischere Gitarren, ein frenetischer Angriff hämmernder Drums und insgesamt ein viel aggressiverer Song. Nur um dem mit langsamen und traurigen Passagen zu widersprechen – alles in allem ein weiteres gut komponiertes Stück. „Oozing With Pustulent Fluids“ wird dominiert von massiven Riffs, angeekelte Vocals, ein Tempo, das meist in der schnelleren Zone bleibt und die Death Metal Seite der Band für den größten Teil ins Rampenlicht lässt. Gitarren sind hier wirklich beeindruckend, setzen permanent erdrückenden und schweren Druck – einer der dynamischsten Songs auf dem Album.
„Mors Viaturis – The Death Traveler“ setzt mit höherem Tempo und aggressiverem Song fort – sie verzichten fast auf Melodie und bringen stattdessen schwere Riffs und eine erdrückendere Klanglandschaft. Massiver Vocal-Beitrag und kraftvoller Bass und wieder entscheidender Beitrag von Lead-Gitarre. Dennoch eine Mischung von Doom und Death mit überzeugendem Sound.
Ausgewogene Produktion mit kontrollierten Übergängen
Die Produktion ist sehr ausgewogen, schafft es, die Schwere zu erfassen und die melodischen Teile nahtlos zu integrieren. Der Sound fließt ohne plötzliche Wechsel und macht das Album zu einem angenehmen Hörerlebnis. Instrumente sind klar und gut zusammen gemixt, nicht viele Exzesse, insgesamt ein gut kontrollierter Sound.
Ein kurzes Intermezzo, „Grotesque Decomposition“ mit Fliegen und Wind surrend, eine neue Betonung gruseliger Atmosphäre, aber sofort gewinnt „Rebirth In Morbid Disgust“ die Kontrolle zurück und kommt schwer und bestrafend. Langsam, heruntergestimmt, ein simplerer Sound und Komposition. Ein Song, wo sie sich von Melodie zurückhalten und stattdessen dunkle Atmosphäre wählen, aber punktiert durch kurze traurige Passagen, wo die Lead-Gitarre eine traurige Stimmung bringt. „Tapestries Of Misery“ bleibt in diesem Bereich – direkter und elender Doom Death.
Dissonanter ist „Decay Of The Flesh„, auch viel aggressiver, aber das Chaos schafft es, sich in eine gut rhythmisierte finale Sequenz zu transformieren. Final Song „Peeled Face Mask“ mit Tremolo-gepickter Lead-Gitarre und tiefgepitchten Growlings, vermischt melodisch und dissonant, mit guten Riff-Passagen, ein Rhythmus, der zwischen klar und chaotisch oszilliert – ein Song, wo all ihre Charakteristiken auf einem hohen Ende des Albums zusammenkommen.
Sehr authentisch, sowohl im Doom als auch im Death
In ihrer authentischen Genre-Mischung verlieren FOETOREM nie die Kontrolle über ihren Sound, in permanentem Übergang zwischen Death und Doom Metal, vermischen kontinuierlich schnell getaktete Momente und langsame, erreichen Extreme in beide Richtungen. Und dennoch fühlt sich das natürlich auf dem Album an, und der Band-Sound findet sich sehr komfortabel in beiden Ansätzen. Ihr Sound kann mit dem von Spectral Voice oder Krypts verglichen werden, aber FOETOREM fühlt sich schwerer als diese an, auch wenn sie viele Elemente gemeinsam haben und um dieselben Sounds kreisen.
FOETOREM fühlen sich auf ‚Incongruous Forms Of Evergrowing Rot‚ wie eine reife Band an, auch wenn das ihr Debütalbum ist – eine Band mit klarer Richtung. Ihr Ansatz auf Death/Doom Metal hat mit Sicherheit ihre besondere Signatur. Mit einem Sound, der eine hypnotische Qualität hat, und das ganze Album fühlt sich an wie ein kontinuierlicher Fluss von Sounds. Bei oberflächlichem Hören mögen sie repetitiv klingen, aber es gibt viele überraschende Momente und sehr gute.
Fazit: FOETOREM liefern mit „Incongruous Forms Of Evergrowing Rot“ beeindruckendes Debüt – Doom-Schwere trifft Death Metal Raserei mit hypnotischer Qualität.

