FROZEN SOUL – Crypt of Ice

FROZEN SOUL – Crypt of Ice

Frozen Soul - Crypt of Ice - album cover

Band: Frozen Soul
Titel: Crypt of Ice
Label: Century Media
VÖ: 08/01/21
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5

FROZEN SOUL haben es in kürzester Zeit geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und einen Vertrag mit Century Media klarzumachen. Nach nur einer Demo, die 2019 veröffentlicht worden ist, bescheren uns die Death Metaller aus Texas jetzt mit ihrem Debüt „Crypt of Ice“.

Der Sound von FROZEN SOUL, ihr Name, ihr Logo – sogar der Titel ihres Albums – sind roh, erbarmungslos und eiskalt. Ihre Musik hört sich nicht nach typischem Old School Death Metal an, allerdings auch nicht nach etwas Experimentellem, Neuem, das den hartgesottenen Todesmetallverbündeten die Nase rümpfen lässt. Ihr Stil ist zeitlos und hat definitiv Wiedererkennungswert.

Ein Album, das sich alleine der Eiseskälte und dem Horror darüber widmet, ist mir schon einmal untergekommen: PERSEKUTOR haben mit „Permanent Winter“ ein ähnliches Konzept auf den Tisch gelegt, das mittelmäßig gut funktioniert hat.

Crypt of Iceist verglichen dazu in sich stimmiger, aufregender und vor allem brutaler. Die Lieder haben etwas Böses an sich, etwas Rohes und Kaltes, was genau dem Konzept der Band entspricht. Die Riffs sind meist schleppend und hauen voll rein. Die Gitarren haben diesen „knirschenden“ Sound, der genial zu der gesamten Atmosphäre passt.

Die Drums geben unweigerlich den Takt an und wirken den verzerrten, zähen Riffs entgegen. Chads raue Vocals setzen dem Ganzen das Sahnehäubchen auf. Ich persönlich finde es toll, wenn man bei diesem Genre einen Sänger oder eine Sängerin präsentiert bekommt, bei dem oder der man den Großteil der Lyrics trotzdem versteht. Genau das ist hier der Fall. Chads Stimme ist rau und klar zugleich und fügt sich perfekt in das kalte, metallische Massaker ein. Allzu viel Variation bieten seine Stimmbänder zwar nicht an, aber dafür sorgt der Rest der Band.

Je nachdem, ob man sich „Crypt of Ice“ ganz bewusst Song für Song anhört oder es eher im Hintergrund laufen lässt, wirkt es anders. Beim bewussten Hören fällt auf, dass es an Abwechslung mangelt. FROZEN SOUL haben ihre heftig verzerrten Riffs, ihre vorantreibenden Drums, ein paar Soundeffekte und Audiotapes für Zwischendurch. Abgerundet wird ihr Sound mit Samanthas Bass und Chads Stimme. Gerade bei den letzten drei Liedern haben mir die Worte gefehlt, weil sie nicht unbedingt herausstechen. Man hat ab diesem Punkt das Gefühl, ihr gesamtes Repertoire gehört zu haben.

Songs wie „Merciless“, „Faceless Enemy“ oder „Gravedigger“ stechen weniger heraus, wirken zu sehr wie Abwandlungen eines Schemas, das unbedingt durchgezogen werden muss.

Wenn man das Album im Hintergrund laufen lässt, nimmt man es als einen fetten Brocken Härte, Rohheit und Spaß wahr – zumindest war es in meinem Fall so.

Lieder wie „Encased in Ice“, „Crypt of Ice“, oder „Beat to Dust“ sind so intensiv in ihrer kalten Brutalität und bereiten extrem viel Spaß.

Fazit: FROZEN SOUL präsentieren uns mit „Crypt of Ice“ ein rohes, eiskaltes Biest, das perfekt zur Jahreszeit passt und Death Metal-Fans viel Freude bereiten wird.

Tracklist

01. Crypt of Ice
02. Arctic Stranglehold
03. Hand of Vengeance
04. Wraith of Death
05. Merciless

06. Encased in Ice
07. Beat to Dust
08. Twist the Knife
09. Faceless Enemy
10. Gravedigger

Besetzung

Chad Green (Vocals)
Michael Munday (Guitar)
Chris Bonner (Guitar)
Samantha Mobley (Bass)
Matt Dennard (Drums)

Internet

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