Band: Grimveil 🇸🇪 🇩🇪
Titel: Beneath the Veil of Silent Woods
Label: Purity Through Fire
VÖ: 05.06.2026
Format: Digipak CD / Digital
Genre: Atmospheric Black Metal / Folk Black Metal / Nature Black Metal

Tracklist

01. Where the Path Fades to Nothing
02. Into the Depths of Shrouded Pines
03. Only Trees Bear Witness
04. Beneath the Veil of Silent Woods
05. The Distant Murmur of Trees
06. Where Beauty Breathes in Silence
07. As Fog Devours the Trail
08. The Light That Lives in Leaves

Besetzung

Simon Lindgren – sämtliche Instrumente, Songwriting, Mix und Mastering
Revenant – Gesang, Texte, Naturklänge, Vocal-Mix

Mitglieder unter anderem aktiv bei:
Tårfödd
Order of Nosferat
Sarkrista
Siechknecht
Velmorth

Bewertung:

4 von 5 Punkten

Wenn sich der Nebel zwischen den Bäumen verdichtet und jeder bekannte Pfad plötzlich in eine andere Richtung zu führen scheint, beginnt die Welt von Grimveil. Auf ihrem Debütalbum »Beneath the Veil of Silent Woods« verbinden Simon Lindgren aus Nordschweden und der norddeutsche Sänger Revenant atmosphärischen Black Metal mit akustischer Gitarrenmusik, Folk, zurückhaltenden Synthesizern und aufgenommenen Naturklängen. Das Ergebnis ist eine gut einstündige Wanderung durch einen Wald, der nicht bloß Kulisse bleibt: Er beobachtet, erinnert sich, lockt seine Besucher tiefer hinein und gibt längst nicht jeden wieder frei.

YouTube Art Playlist: Beneath the Veil of Silent Woods

EIN WALD, DER ZUR EIGENEN WELT WIRD

Grimveil entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Tårfödd-Kopf Simon Lindgren und Revenant, der unter anderem bei Order of Nosferat und Sarkrista aktiv ist. Nachdem beide bereits gemeinsam gearbeitet hatten, sollte ein neues Projekt tiefer in die Atmosphäre von Wäldern, Natur und einsamen Wanderungen vordringen.

Das hört man dem Album in jeder Minute an. »Beneath the Veil of Silent Woods« benutzt Natur nicht als romantische Postkartenlandschaft. Der Wald besitzt hier eine eigene Wahrnehmung. Seine Bäume speichern Erinnerungen, die Wurzeln reagieren auf Eindringlinge und im Nebel bewegt sich etwas, das nie vollständig sichtbar wird.

Diese bedrohliche Seite wird allerdings nicht einseitig dargestellt. Grimveil zeigen ebenso die beruhigende, zeitlose und beinahe heilende Kraft unberührter Natur. Licht fällt durch Blätter, Flüsse geben den Rhythmus vor und das menschliche Denken verlangsamt sich. Die Platte bewegt sich damit zwischen Ehrfurcht und Angst: Der Wald kann Schutz gewähren, doch er benötigt den Menschen nicht.

WO DER PFAD IM NICHTS VERSCHWINDET

»Where the Path Fades to Nothing« beginnt die Wanderung mit dem Verlust jeder sicheren Richtung. Äste verdunkeln den Himmel, Schatten bewegen sich an falschen Stellen und der bisher erkennbare Weg löst sich langsam auf. Die Figur geht zwar weiter, lässt dabei aber einen Teil ihrer bisherigen Identität im Wald zurück.

Simon Lindgren baut die Komposition geduldig auf. Melancholische Gitarrenlinien werden von einem überwiegend getragenen Rhythmus gestützt, während akustische Elemente und dezente Synthesizer die räumliche Tiefe vergrößern. Erst später nimmt die Musik stärker Fahrt auf. Die Beschleunigung wirkt nicht wie ein befreiender Ausbruch, sondern wie die Erkenntnis, dass ein Umkehren nicht mehr möglich ist.

Aufgebaut auf einem festen Fundament aus Schlagzeug und Bass werden die Gitarren Schicht für Schicht aufgebettet. Lindgren hält die einzelnen Melodien verständlich, selbst wenn mehrere Spuren gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen ziehen. Der Song wirkt dadurch weit und dicht, ohne sich vollständig in Klangnebel aufzulösen.

Revenant setzt darüber ein raues, aufgerissenes Krächzen. Seine Stimme klingt nicht wie die eines Erzählers, der den Wald von außen beschreibt. Sie scheint bereits aus dessen Innerem zu kommen. Der Gesang besitzt viel emotionale Intensität und bleibt tief genug in die Instrumentierung eingebettet, um die Atmosphäre nicht zu unterbrechen.

TIEFER ZWISCHEN VERHÜLLTEN KIEFERN

»Into the Depths of Shrouded Pines« führt noch weiter in die abgeschlossene Welt des Albums. Die dicht stehenden Kiefern nehmen jede Orientierung, die Luft wird schwer und selbst der Boden scheint sich an jeden vergangenen Sturz zu erinnern. Etwas bewegt sich knapp außerhalb des Blickfeldes und wächst umso stärker, je länger der Besucher bleibt.

Musikalisch arbeitet das Stück überwiegend im mittleren Tempo. Die Gitarren entfalten lange, traurig gefärbte Melodien, die sich allmählich ineinanderschieben. Akustische Passagen schaffen kurze Öffnungen, bevor die verzerrten Instrumente erneut den gesamten Hörraum ausfüllen.

Gerade der Gegensatz zwischen ruhigen und aggressiveren Abschnitten funktioniert ausgesprochen gut. Die akustischen Momente klingen nicht wie Unterbrechungen, sondern wie Lichtungen innerhalb derselben Landschaft. Wenn Tremolo-Riffs und Schlagzeug anschließend wieder einsetzen, wird die scheinbare Ruhe rückwirkend als trügerisch erkennbar.

Revenant schreit die Worte mit hörbarer Verzweiflung heraus. Seine Stimme besitzt zwar keine große Vielfalt an unterschiedlichen Techniken, doch ihre zerrissene Intensität passt hervorragend zur Vorstellung eines Menschen, der seine räumliche und geistige Orientierung verliert.

NUR DIE BÄUME BLEIBEN ALS ZEUGEN

Das über zehn Minuten lange »Only Trees Bear Witness« ist das erste große Zentrum der Platte. Die Bäume werden hier als uralte Beobachter verstanden, die menschliche Versprechen, Gewalt, Namen und untergegangene Gesellschaften überdauern. Ihre Wurzeln reichen durch Böden, in denen längst vergessene Geschichten begraben liegen.

Der Text gibt der Natur keine menschliche Moral. Die Bäume urteilen nicht und greifen nicht ein. Sie erinnern sich lediglich. Genau diese Gleichgültigkeit verleiht dem Stück seine Größe: Der Mensch betrachtet seine eigene Geschichte als bedeutend, während der Wald sie nur als eine weitere vorübergehende Bewegung registriert.

Simon Lindgren verbindet klassisch gefärbte akustische Gitarren mit schweren, melodischen Tremolo-Passagen. Die ruhigen Abschnitte entwickeln etwas Nachdenkliches, ohne in gemütlichen Folk abzurutschen. Sobald die Verzerrung zurückkehrt, wird aus der stillen Betrachtung eine kraftvolle Erinnerung an die Überlegenheit der Natur.

Der lange Aufbau funktioniert weitgehend, obwohl nicht jede Wiederholung zwingend notwendig erscheint. Einzelne Motive werden sehr ausführlich ausgearbeitet. Wer jedoch bereit ist, sich auf diesen bedächtigen Rhythmus einzulassen, erlebt eine Komposition, die nicht auf einen schnellen Refrain zustürmt, sondern ihre Wirkung langsam in den Boden wachsen lässt.

UNTER DEM SCHLEIER DES SCHWEIGENDEN WALDES

Der Titelsong fasst die dunklere Seite des Albums zusammen. Der Nebel wird beinahe körperlich, Geräusche werden verschluckt und die Bäume erscheinen nicht länger als unbewegliche Pflanzen. Wurzeln verdrehen sich, Stämme neigen sich zueinander und etwas Uraltes beginnt hinter dem sichtbaren Wald aufzuwachen.

Die Natur ist nun kein passiver Zeuge mehr. Sie kennt den Namen des Eindringlings, antwortet mit verzerrten Erinnerungen und behält, was sie einmal an sich genommen hat. Das Bild des schweigenden Waldes wird damit umgekehrt: Das Schweigen bedeutet nicht, dass dort nichts lebt. Es bedeutet lediglich, dass der Mensch dessen Sprache nicht versteht.

Musikalisch gehört »Beneath the Veil of Silent Woods« zu den stärksten Stücken. Lindgren verbindet getragenen Atmospheric Black Metal mit kurzen schnelleren Ausbrüchen und einem feinen Schleier aus Synthesizern. Die Gitarrenmelodien bleiben melancholisch, wirken aber bedrohlicher als in den vorherigen Songs.

Besonders gelungen sind die Übergänge. Die Komposition springt nicht unkontrolliert zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten, sondern lässt jede Veränderung aus dem vorherigen Motiv herauswachsen. Dadurch wirkt der Song trotz seiner Länge geschlossen.

Revenants Gesang dringt wie eine Warnung durch die Instrumentierung. Seine harsche Stimme trägt viel von der unheimlichen Präsenz, die der Text beschreibt. Wo Lindgrens Musik den Wald errichtet, gibt Revenant dem unsichtbaren Bewohner darin eine Stimme.

DAS FERNE MURMELN DER BÄUME

»The Distant Murmur of Trees« betrachtet den Wald als ein Wesen, dessen Kommunikation nicht aus Worten besteht. Wind, Äste, Wurzeln, Steine und plötzlich verstummende Vögel ergeben eine Sprache, die über Gewicht, Bewegung und Atmosphäre funktioniert.

Der Song nimmt etwas Geschwindigkeit aus dem Album und setzt stärker auf Wiederholung. Eine zentrale melodische Bewegung zieht sich durch die Komposition, während weitere Gitarren und Naturklänge langsam darum angeordnet werden. Das Murmeln entsteht dadurch nicht als einzelnes Geräusch, sondern als Summe verschiedener Ebenen.

Lindgren zeigt erneut, dass atmosphärischer Black Metal nicht zwangsläufig aus permanentem Blastbeat und gleichförmigem Tremolo bestehen muss. Er arbeitet mit Pausen, akustischen Tönen und einer Rhythmik, die eher schreitet als rast.

Allerdings beginnt die Albumstruktur an dieser Stelle, sich etwas zu wiederholen. Erneut führen ruhige Passagen zu einer allmählichen Verdichtung, und erneut kreisen die Texte um eine verborgene Präsenz zwischen den Bäumen. Die Atmosphäre bleibt stark, doch ein radikalerer kompositorischer Bruch hätte der zweiten Albumhälfte zusätzliche Spannung gegeben.

WO SCHÖNHEIT IN DER STILLE ATMET

»Where Beauty Breathes in Silence« verändert die Perspektive. Der Wald ist hier kein verschlingendes Labyrinth, sondern ein lebendiger Raum, in dem Licht, Blätter, Luft und Wasser eine Form natürlicher Harmonie bilden. Das Herz beginnt langsamer zu schlagen und passt sich dem Rhythmus der Umgebung an.

Der Text enthält zugleich eine ökologische Aussage. Der Mensch soll zurückgeben, was ihm die Bäume kostenlos schenken, und die Welt nicht ausschließlich als Rohstofflager betrachten. Diese Botschaft bleibt einfach, passt aber konsequent zum naturzentrierten Konzept.

Musikalisch gehört das Stück zu den interessantesten Kompositionen. Ein zurückhaltender, beinahe kammermusikalischer Beginn öffnet einen größeren Raum, bevor Gitarren und Rhythmussektion das Material zunehmend verdichten. Die späteren Ausbrüche wirken trotz ihrer Härte nicht zerstörerisch. Sie unterstreichen vielmehr die gewaltige Lebenskraft der beschriebenen Umgebung.

Besonders die elegante Hauptmelodie bleibt im Gedächtnis. Lindgren verbindet darin Trauer, Ruhe und ein kurzes Gefühl von Erhabenheit. Revenants Stimme bildet dazu einen starken Gegensatz. Sein scharfer Vortrag verhindert, dass die Komposition in gefällige Naturromantik abrutscht.

WENN DER NEBEL DEN LETZTEN WEG VERSCHLINGT

»As Fog Devours the Trail« kehrt zur Orientierungslosigkeit des Albumanfangs zurück. Ein zuvor deutlich erkennbarer Weg verschwindet innerhalb weniger Augenblicke. Jeder Schritt löst sich im Nebel auf, während sich etwas knapp außerhalb des sichtbaren Bereichs bewegt.

Inhaltlich schließt sich damit der Kreis zu »Where the Path Fades to Nothing«. Der Unterschied liegt darin, dass die Unsicherheit nun nicht mehr neu ist. Die Figur weiß bereits, dass der Wald seine eigenen Regeln besitzt und keine Antwort auf menschliche Rufe geben wird.

Musikalisch wirkt der Song direkter und konzentrierter. Die melancholischen Gitarren bleiben erhalten, werden aber häufiger von kraftvollen, schnelleren Passagen unterbrochen. Lindgren erhöht die Aggression, ohne die atmosphärische Grundfarbe aufzugeben.

Revenant liefert einen besonders intensiven Auftritt. Seine Stimme klingt erschöpft und gleichzeitig angriffslustig, als würde die Figur nicht länger nach einem Ausgang suchen, sondern gegen das vollständige Verschwinden ankämpfen.

DAS LICHT, DAS IN DEN BLÄTTERN LEBT

Das instrumentale »The Light That Lives in Leaves« bildet einen ruhigen Epilog. Nach mehr als 50 Minuten voller Nebel, verborgener Bewegungen und verlorener Wege endet das Album nicht in vollständiger Dunkelheit. Zwischen den Blättern bleibt Licht bestehen.

Die Komposition löst die vorherigen Bedrohungen allerdings nicht auf. Sie gibt dem Hörer lediglich einen anderen Blickwinkel. Der Wald ist weiterhin älter, größer und unabhängiger als der Mensch. Doch diese Erkenntnis muss nicht ausschließlich Angst erzeugen. Sie kann ebenso Demut und Ruhe ermöglichen.

Lindgren verzichtet auf einen letzten großen Black-Metal-Angriff und lässt die Musik langsam ausatmen. Akustische und melodische Elemente stehen im Mittelpunkt, während die Atmosphäre des gesamten Albums noch einmal verdichtet wird.

Als Abschluss funktioniert das Stück ausgezeichnet. Es ist kurz genug, um nicht wie ein weiterer vollwertiger Longtrack zu wirken, und besitzt dennoch genügend Substanz, um die Reise nicht abrupt enden zu lassen.

SIMON LINDGREN ERRICHTET DEN WALD

Simon Lindgren trägt als Komponist, Multiinstrumentalist sowie Verantwortlicher für Mix und Mastering den größten Teil der musikalischen Arbeit. Seine wichtigste Stärke liegt im Aufbau langer Spannungsbögen. Er schreibt keine bloße Ansammlung atmosphärischer Riffs, sondern lässt akustische, verzerrte und elektronische Ebenen ineinander übergehen.

Die Gitarren stehen deutlich im Mittelpunkt. Tremolo-Melodien, offene Akkorde und akustische Figuren werden nicht voneinander getrennt, sondern greifen dieselben Stimmungen aus verschiedenen Perspektiven auf. Gerade dadurch wirkt das Album geschlossen.

Auch Bass und Schlagzeug erfüllen ihre Aufgaben zuverlässig. Der Bass gibt den teilweise schwebenden Gitarren genügend Körper, während das Schlagzeug zwischen getragenen Rhythmen und schnellen Ausbrüchen vermittelt. In den langsameren Passagen dürfte der Tieftonbereich gelegentlich etwas präsenter sein. Die Gitarren bestimmen den Klang so stark, dass kleinere rhythmische Details in den Hintergrund geraten.

Die Synthesizer setzt Lindgren sparsam ein. Sie bilden keinen symphonischen Überbau, sondern liegen wie dünner Nebel hinter den Gitarren. Diese Zurückhaltung ist wichtig, weil das Album sonst schnell in überladene Naturromantik abgleiten könnte.

REVENANT GIBT DEM UNSICHTBAREN EINE STIMME

Revenant übernimmt Gesang, Texte, Naturklänge und den Mix seiner Stimme. Seine Vocals sind scharf, heiser und emotional aufgeladen. Statt technische Vielfalt zu demonstrieren, konzentriert er sich auf eine einzige, sehr glaubwürdige Ausdrucksform.

Besonders in »Only Trees Bear Witness«, dem Titelsong und »As Fog Devours the Trail« verstärkt sein Vortrag die Vorstellung, dass eine menschliche Stimme langsam mit der Umgebung verschmilzt. Die Vocals stehen nicht sauber vor der Musik, sondern wirken wie ein weiterer Laut zwischen Wind, Ästen und Gitarren.

Die Texte bleiben konsequent beim Waldthema. Pfade verschwinden, Wurzeln greifen nach Menschen, Bäume beobachten und der Nebel verändert jede Wahrnehmung. Diese Geschlossenheit ist eine Stärke, führt über acht Songs allerdings zu gewissen Wiederholungen. Bestimmte Bilder und Formulierungen kehren so häufig zurück, dass die einzelnen Texte nicht immer klar voneinander zu unterscheiden sind.

Am stärksten wirkt Revenant dort, wo er den Wald nicht ausschließlich als Bedrohung beschreibt. »Where Beauty Breathes in Silence« erweitert das Konzept um Ehrfurcht, Verantwortung und ökologische Verbundenheit. Mehr solcher Perspektivwechsel hätten der gesamten Textwelt zusätzliche Tiefe gegeben.

EINE STUNDE ZWISCHEN VERSENKUNG UND WIEDERHOLUNG

Mit gut 61 Minuten verlangt »Beneath the Veil of Silent Woods« Zeit und Konzentration. Die Songs besitzen keine kurzen Refrains, an denen man sich sofort festhalten kann. Grimveil denken in langen Wegen, wiederkehrenden Motiven und langsamen Veränderungen.

Diese Methode funktioniert besonders gut, wenn Akustik, Melodie und harte Ausbrüche eng miteinander verzahnt sind. »Into the Depths of Shrouded Pines«, »Only Trees Bear Witness«, der Titelsong und »Where Beauty Breathes in Silence« entwickeln dadurch eine starke Sogwirkung.

Nicht jede Passage ist allerdings gleich zwingend. Einige Midtempo-Abschnitte kreisen länger um ihre Motive, als es für deren Aussage notwendig wäre. Auch die häufig ähnliche Dramaturgie aus ruhigem Aufbau, Verdichtung und harschem Höhepunkt wird im letzten Drittel vorhersehbarer.

Ein kompakterer Schnitt hätte die Unterschiede zwischen den Songs deutlicher hervorgehoben. Gleichzeitig gehört die ausgedehnte Versenkung zum Konzept. Grimveil wollen den Wald nicht in einem kurzen Spaziergang zeigen, sondern den Hörer so lange darin festhalten, bis Zeit und Richtung an Bedeutung verlieren.

FAZIT:

»Beneath the Veil of Silent Woods« ist ein starkes Debüt, das atmosphärischen Black Metal, akustische Melancholie und eine konsequente Naturthematik zu einer eindringlichen Waldwanderung verbindet. Simon Lindgren errichtet eine weitläufige musikalische Landschaft, während Revenant ihr mit intensiven Vocals und bildhaften Texten eine bedrohliche Seele gibt. Für Freunde von Drudkh, Saor, Wolves In The Throne Room, Grima und naturverbundenem Black Metal ist dieses Werk quasi unverzichtbar

Trackpremiere: Into the Depths of Shrouded Pines

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Grimveil - Beneath The Veil Of Silent Woods - CD Review

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