Gwydion – Veteran (CD Review)

Band: Gwydion
Titel: Veteran
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Folk/Viking Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Gwydion sind eine Folk/Viking Metal Formation, welche meiner Meinung nach nicht mehr weg zu denken ist. Wieso sie es in jüngster Vergangenheit immer so schwer hatten ist mir etwas unverständlich. Nach dem Deal mit Trollzorn für das Album Horn Triskelion (2010) wurde der Nachfolger „Veteran“ wieder in Eigenregie veröffentlicht. Schon etwas seltsam, zumal die Truppe bis jetzt immer gute Überzeugungsarbeit im Bereich des genannten Genres geleistet hatte. Bestätigt irgendwie meine Meinung, dass es in diesem Bereich einfach schier unüberschaubar ist Perlen raus zu picken und somit doch eher zu viele, lasche Kapellen mit festem Labeldeal sich brüsten. Wie auch immer widmen wir uns erst einmal dem neuesten musikalischen Erguss der Portugiesen. Nach der epischen Einleitung als Stimmungsmacher wird erneut die Pagan Keule geschwungen und das nicht zu knapp. Was sofort ins Auge sticht ist die wesentlich rauere Breitseite und dies obwohl man doch den epischen Beiklang im Hintergrund weiter beibehält. Dieser ist aber zarter und steht dem doch sehr harschen, dominanten Klang hintenan. Eine meiner Meinung nach sehr gute Umsetzung und somit verwehrt man sich auch auf dem dritten Machwerk zu Dudellastig rüber zu kommen. Freilich darf hier die amtliche Stimmung nicht fehlen, wurde auch sehr gelungen umgesetzt, nur bekommen wir hier eben eine deutlich gereiftere Breitseite geboten. Das man hier etwas mehr Durchsetzungsvermögen erwarte mag wohl stimmen, ist auch teilweise gut umgesetzt worden, nur für den kompletten Durchbruch reicht es aber leider nicht. Die soliden bis guten Folk- und Viking-Metal Tracks gehen gut in den Gehörgang, nur ist es für eine dauerhafte, sehr begeisternde Fortsetzung nicht ausreichend. Nicht falsch verstehen, die Stücke sind gut, nur mangelt es für ein komplettes Ausrasten zu sehr. Man merkt schon dass es hier noch um Ecken schwieriger ist, als in vielen anderen Bereichen des Metalbusiness. Wie erwähnt die Rhythmik geht gut in den Gehörgang, nur tschingeln die Tracks zu flott rein und sind mit dem Manko des zu flotten abhörens behaftet. Schade, doch bin ich mir sicher dass die Jungs auf dem portugiesischen Drachenschiff bis zum Nachleger wieder flotte, durchdachtere Fahrt aufnehmen werden.

Fazit: Die Umsetzung des Sounds ist wirklich gut, nur mangelt es manches mal den Stücken an einer dauerhaften Durchsetzung im Gehörgang. Oftmals etwas zu solide, doch für den Wikinger durchaus eine Scheibe die er in seiner Sammlung haben sollte.

Tracklist:

01. Timeless Conception 01:56
02. Womb of Fire 04:22
03. Endurance of the Mind 04:45
04. Math of War 03:21
05. Trail to a New Land 05:04
06. Brewed to Taste Like Glory 05:07
07. Years of Peace 05:05
08. Lured to Comfort 01:45
09. Fighting to the End 05:29
10. Path of Shadows 05:48
11. Veteran 06:47

Besetzung:

Rúben Almeida (voc)
Miguel Kaveirinha (guit)
Bruno Ezz (bass)
João Paulo (guit)
Luis Abreu (drums)
Daniel César (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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