HAUNTED BY SILHOUETTES – No Man Isle

HAUNTED BY SILHOUETTES – No Man Isle

Haunted By Silhouettes - no man isle - album cover

Band: HAUNTED BY SILHOUETTES
Titel: No Man Isle
Label: Eclipse Records
VÖ: 06/05/22
Genre: Melodic Death Metal

Bewertung:

3,5/5

Trondheim ist für mich mehr bekannt aufgrund vieler Rockkapellen. HAUNTED BY SILHOUETTES aus diesem norwegischen Städtchen bauen vermehrt auf melodischen Todesblei, als auf rockige Grüße aus dem Norden. Seit 2013 aktiv ist „No Man Isle“ zwar keine neue Langrille, dagegen die neuste EP aus der Feder der norwegischen Melo-Deather. Der Genrefreund bekommt für sein Gehör einen gepflegten Genremix, welcher zusätzlich mit einigen Groove und Thrash Kellen gewürzt wurde.

Viele Ingredienzien stammen aus Finnland bzw. streckenweise Schweden. Insbesondere die Marke aus dem Göteborgsound ist äußerst stark vertreten. Das klingt eventuell an einen mittelmäßigen Aufguss, als es im Endeffekt ist. Die Norweger fahren auf der EP mit einem Schlag alles auf, was sich in der Reservetasche womöglich verborgen hat. Es wird technisch alles gezeigt, was sie in petto haben.

Vernünftig-gepflegte Melodeathrunde

Ein vernünftig-gepflegte Melodeathrunde wird hierbei aus dem Zauberhut gezaubert und da wird nebst den klassischen Melodic Death Elementen, ebenfalls vor Einführungen in den moderneren Sektor nicht zurückgeschreckt. Dem geneigten Genrefan dürften sofort Erinnerungen an IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY kommen, denn sowohl Dynamik und Atmosphäre als auch die Growls passen in diese Schublade.

Aus den süßen Melodeath-Träumen reißen dann die plötzlich auftretenden, brachialen Todesblei Kellen, welche vornehmlich bei „Selkie“ mit Klargesänge (gesungen von Björn Strid) zusätzlich verfeinert wurden.

Melodic Death Metal ist klar vorherrschend, kommt allerdings merklich bunter rüber als man es denken könnte. Dies liegt an vielen Ideenumsetzungen, welche von HAUNTED BY SILHOUETTES  prächtig in Szene gesetzt wurden. Weshalb es sich vorliegend nur für eine EP als für eine Langrille ausgezahlt hat, ist mir somit nahezu schleierhaft. Anyway, die Gunst der Stunde können die Norweger mit ihren fünf Stücken gut nutzen, um hoffentlich bald eine komplette CD in den Händen zu halten.

Mehrstimmigen Gesänge und moderne Ausrichtung die zu überzeugen weiß

Insbesondere die mehrstimmigen Gesänge bei den letzten beiden Nummern kommen ausgezeichnet rüber und wären für die Zukunft als Tonangebend wünschenswert. Hierbei klingt die norwegische Combo facettenreicher, als bei den herkömmlichen Melodic Death Nummern. Selbst der dominante, moderne Anstrich lässt diese beiden Tracks bunter und ausgewogener rüberkommen.

Fazit: „No Man Isle“ von HAUNTED BY SILHOUETTES dürfte allen eine Freude machen, die ihren Melodic Death Metal etwas aufgepeppt bzw. aufgehübscht mögen.

Tracklist

01. Departure
02. Flock
03. Icon
04. Selkie
05. No Man Isle

 

Besetzung

Per Kristian Grimsland – Guitar & Vocals
Mathias Jamtli Rye – Vocals
Stian Hoel Fossen – Guitar
Ola Nilsen Kjøren – Bass
Håvard Bustad – Drums

 

Internet

HAUNTED BY SILHOUETTES – No Man Isle CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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