Lion’s Share – Inferno

Lions Share - Inferno - album cover

Band: Lion’s Share 🇸🇪
Titel: Inferno
Label: Metalville
VÖ: 27/03/26
Genre: Heavy/Power Metal

Tracklist

01. Pentagram
02. We Are What We Are
03. We Will Rock
04. The Lion’s Trial
05. Baptized In Blood
06. Live Forever
07. Chain Child
08. Another Desire
09. Run For Your Life

 

Besetzung

Nils Patrik Johansson – Vocals
Lars Chris – Guitars
Andy Loos – Bass
Kay Backlund – Keyboards
Anuviel (Saecred Spirit) – Keyboards
Fredrik Johansson – Drums

 

Bewertung:

5/5

Rückkehr mit Druck: LION’S SHARE melden sich zurück

Es gibt Bands, die nie wirklich verschwinden. Sie tauchen einfach irgendwann wieder auf, als hätten sie nur kurz Luft geholt. Genau so wirkt das Comeback der schwedischen Heavy-/Power-Metal-Formation LION’S SHARE. Nach einer ungewöhnlich langen Pause seit dem letzten Studioalbum von 2009 legt die Gruppe nun mit »Inferno« ein Werk vor, das keine nostalgische Pflichtübung ist, sondern eine kraftvolle Standortbestimmung.

Das aktuelle Line-up liest sich wie ein klassisches Metal-Ensemble mit viel Erfahrung. Nils Patrik Johansson am Gesang, Lars Chriss an den Gitarren, Andy Loos am Bass, Kay Backlund und Anuviel an den Keyboards sowie Fredrik Johansson am Schlagzeug. Zusammen liefern sie ein Album ab, das fest in der Tradition melodischen Heavy Metals steht, gleichzeitig aber genug Druck entwickelt, um auch heutige Hörer abzuholen.

Produziert und gemischt wurde das Album von Gitarrist Lars Chriss selbst, das Mastering übernahm Mike Lind. Sämtliche Songs stammen aus der Feder von Chriss und Sänger Johansson, was dem Album eine klare musikalische Handschrift verleiht.

Klassischer Heavy Metal mit moderner Wucht

Schon nach wenigen Sekunden wird klar, dass LION’S SHARE ihre Stärken nicht neu erfinden wollen. Das Fundament des Albums besteht aus druckvollen Riffs, hymnischen Refrains und einer Stimme, die sofort Wiedererkennungswert besitzt. Nils Patrik Johansson gehört seit Jahren zu den markanten Sängern im europäischen Metal, und auf »Inferno« nutzt er seine gesamte Bandbreite. Von rauer Power bis zu melodischen Höhenflügen sitzt jeder Ton.

Die Produktion wirkt kraftvoll, ohne steril zu klingen. Gitarren und Rhythmussektion stehen klar im Mittelpunkt, während die Keyboards gezielt Atmosphäre hinzufügen. Gerade diese Balance sorgt dafür, dass die Songs sowohl klassisch als auch zeitgemäß wirken.

Starker Einstieg ins Album

Der Opener »Pentagram« legt sofort ein hohes Tempo vor. Schnelle Riffs, treibende Drums und ein Refrain, der sich sofort festsetzt. Ein Auftakt, der deutlich macht, dass LION’S SHARE keine Zeit verlieren wollen.

Mit »We Are What We Are« folgt ein Song, der stärker auf Groove setzt. Hier zeigt sich, wie gut die Band mit dynamischen Wechseln arbeitet. Der Refrain wirkt fast wie eine Metal-Hymne und dürfte live besonders gut funktionieren.

Auch »We Will Rock« knüpft daran an. Der Titel erinnert zwar an einen bekannten Klassiker aus der Rockgeschichte, doch die Schweden gehen musikalisch ihren eigenen Weg. Das Stück verbindet stampfende Rhythmik mit melodischen Gitarrenlinien.

Dramatische Momente und epische Atmosphäre

Einer der zentralen Songs des Albums ist »The Lion’s Trial«. Hier verbinden sich epische Elemente mit schweren Riffs. Besonders die Zusammenarbeit von Gitarren und Keyboards sorgt für eine dichte Atmosphäre. Der Song wirkt fast wie das Herzstück des Albums.

Noch dunkler wird es bei »Baptized In Blood«. Der Titel hält, was er verspricht. Schwerer, dramatischer Metal mit einer fast bedrohlichen Stimmung. Johansson zeigt hier eine rauere Seite seiner Stimme, was dem Stück zusätzliche Intensität verleiht.

Melodie trifft Energie

»Live Forever« bringt anschließend wieder mehr Melodie ins Spiel. Ein Song, der klassische Power-Metal-Elemente aufgreift. Große Refrains, klare Gitarrenlinien und eine Struktur, die sofort ins Ohr geht.

Mit »Chain Child« erhöht die Band anschließend wieder das Tempo. Die Rhythmussektion arbeitet präzise und kraftvoll, während Lars Chriss mit mehreren starken Gitarrenpassagen glänzt.

»Another Desire« zeigt wiederum die melodische Seite des Albums. Hier stehen Atmosphäre und Gesang im Vordergrund, während die Instrumentierung bewusst etwas Raum lässt.

Finale mit Tempo

Der Abschluss »Run For Your Life« bringt das Album noch einmal auf Betriebstemperatur. Schnelle Riffs, energische Drums und ein treibender Rhythmus sorgen für ein starkes Finale. Ein Song, der sich perfekt eignet, um ein Konzert zu beenden.

Ein großer Vorteil von »Inferno« liegt im Songwriting. Die Stücke folgen klassischen Metal-Strukturen, wirken dabei aber nie formelhaft. Das Zusammenspiel von Johansson und Chriss funktioniert hervorragend. Beide wissen genau, wo melodische Hooks sitzen müssen und wann ein Song einfach nur nach vorne gehen sollte.

Auch instrumental überzeugt die Band. Lars Chriss liefert mehrere starke Gitarrenmomente, während die Rhythmussektion mit Bass und Schlagzeug für eine stabile Basis sorgt. Die Keyboards setzen Akzente, ohne den Sound zu überladen.

Ein starkes Comeback

Nach mehr als einem Jahrzehnt ohne neues Studioalbum gelingt LION’S SHARE mit Inferno ein beeindruckendes Comeback. Das Album klingt nach einer Band, die genau weiß, was sie kann und darauf vertraut. Die Mischung aus klassischem Heavy Metal, melodischem Power-Metal und einer kraftvollen Produktion funktioniert über die gesamte Laufzeit hinweg. Kein Song wirkt wie ein Lückenfüller. Stattdessen reiht sich ein starker Track an den nächsten. Für Fans traditioneller Metal-Sounds ist dieses Album ein echtes Highlight. Die lange Pause hat der Band offensichtlich gutgetan. »Inferno« zeigt LION’S SHARE in Topform.

Fazit: »Inferno« ist ein starkes Comeback von LION’S SHARE, das die Erwartungen übertrifft.

Internet

Lion's Share - Inferno - CD Review

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Robert
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Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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