MACHINE HEAD – Øf Kingdøm And Crøwn

MACHINE HEAD – Øf Kingdøm And Crøwn

machine head - of kingdom and crown - album cover

Band: MACHINE HEAD
Titel: Øf Kingdøm And Crøwn
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 26/08/22
Genre: Thrash/Groove Metal

Bewertung:

5/5

Die Kontroversen und Unkenrufe in Richtung des MACHINE HEAD Fronters Rob Flynn verstehe ich nach wie vor nicht. Bereits beim letzten Release „Catharsis“ wurde einfach die persönliche Keule ausgepackt und Nägel mit Köpfen gemacht. Hiervon ließ sich der Bandboss nicht beirren und legt mit „Øf Kingdøm And Crøwn“ nach. Was dem Schreiberling sofort ins Gehör stößt: die Schiene des Vorgängers wurde abermals eingebaut, jedoch mit vielen klassischen Thrash Trademarks ausgestattet.

Neo-Thrash Gemisch wunderbar und facettenreich zurechtgemacht

Weiters sind viele prollige Elemente vorhanden, welche an die staubig-dreckigen Straßen in der Bronx erinnern. Für meinen Geschmack eine wunderbare Einfädelung, welche an etliche New Yorker Thrash Kapellen erinnern, welche leider Gottes niemals Weltruhm erreicht haben. Bedeutet im Kontrast hierzu nicht, dass MACHINE HEAD einen Schritt rückwärts getan haben. Eher im Gegenteil, den Sound weiter gut ausgebaut, klingt dieses Neo-Thrash-Gemisch wunderbar und facettenreich.

Untypischer, langer Opener der es in sich hat

Teils wutentbrannt und teils melancholisch, was insbesondere beim Opener Song „Slaughter The Martyr“ stark zur Geltung kommt. Eine zu Beginn einigermaßen untypische, lange Einleitung. Bedeutet allerdings nicht, dass es sich hierbei um eine in die Länge gezogene Nummer handelt. Vielmehr würde ich von einem Post-progressiven Song sprechen, welcher mit seinen steten Berg- und Talfahrten den Hörer und seine Spannung am Laufenden hält.

Wie es sich für MACHINE HEAD gehört, werden die üblichen Elemente des Genres gut eingesetzt und hierbei brillieren die Herrschaften ausgezeichnet. Schneidendes Riff-Stakkato, wie desgleichen groove-lastige Neo-Thrash Fragmente runden den Reigen wunderbar ab. Mit melodischen Einfädelungen wird das Klangprogramm gut intensiviert.

Nach wie vor mächtiger Sound, der überzeugt

Robb Flynn und seine Mannen beweisen, dass sie nach wie vor heavier und mächtiger klingen können und sie noch lange nicht abgeschrieben werden dürfen. Insbesondere der leichte Mischsound zwischen klassischem und neoklassischem Thrash Metal weiß zu gefallen. Obendrein sind eine Handvoll Parts eingebaut worden, bei welchen sich die Truppe merklich experimentierfreudiger entpuppt. Nicht am Stand drehen war und ist die Devise. Aufgrund dessen klingt der neueste Silberling merklich risikobereiter. Einerseits liegt es am Käufer und Verehrer dieser Band, zu entscheiden, was gut und schlecht ist. Persönlich geben wir Rezensenten lediglich eine Kaufempfehlung hinzu.

Prächtige Klangauswahl mit vielen Sounderweiterungen

Daneben offerieren MACHINE HEAD, dass sie nicht zu diesen Bands gehören, die es ständig allen recht machen wollen. Also von einem Hype oder gar einer Anbiederung an den Mainstream-Universen entfernt. Die klangliche Fusion aus Heavy und Thrash Metal, sowie Metalcore laufen gleichberechtigt nebeneinander. Eine prächtige Klangauswahl, welche etwas länger bedarf als gedacht, hingegen nach mehreren Durchläufen begeistert. Die immerwährende, fundamentale Kraft in der Heavy-Musik, haben die Amerikaner in einer berauschenden Entwicklung fortgesetzt, ohne dabei bekannte Wurzeln zu verlieren.

Der klanglich erweiterte Groovesound weiß zu begeistern und im Gegensatz zum Vorgänger bewegen sich MACHINE HEAD merklich aus der Komfortzone hinaus und dies muss man der Formation hoch anrechnen.

Fazit: „Øf Kingdøm And Crøwn“ von MACHINE HEAD ist eine klangliche Soundpalette im Thrash Metal, mit vielen Sounderweiterungen.

Tracklist

01. Slaughter The Martyr
02. Chøke Øn The Ashes Øf Yøur Hate
03. Becøme The Firestørm
04. Øverdøse
05. My Hands Are Empty
06. Unhalløwed
07. Assimilate
08. Kill Thy Enemies
09. Nø Gøds, Nø Masters
10. Bløødshøt
11. Røtten
12. Terminus
13. Arrøws In Wørds Frøm The Sky

 

Besetzung

Robb Flynn – Vocals, Guitar
Waclaw “Vogg” Kieltyka – Guitar
Jared MacEachern – Bass
Matt Alston – Drums

 

Internet

MACHINE HEAD – Øf Kingdøm And Crøwn CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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