Band: Noctiferia
Titel: Pax
Label: Saol
VÖ: 2014
Genre: Industrial Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Slowenen von Noctiferia haben bereits mit der vorangegangenen Single bei mir für ordentlich Furore sorgen können. Auch die Szenekollegen anderer Magazine zeigten sich durchwegs begeistert von der Düster Industrial Schiene, welche die Burschen hier fahren. Nun ist es soweit und mit Ende der Woche kommt das Full Length Debüt raus. „Pax“ nennt es sich und beinhaltet 3 Tracks, welche schon bekannt sind. Doch auch als kompletter Langstreich versehen die Jungs einen sehr guten Posten. Bereits angemerkt das es teilweise wie die ersten Taten von Peter Tägtgren mit Pain klingt, verstärkt sich dieses Gefühl auf dem kompletten Album umso mehr. Dennoch werden die Techno Einflüsse nicht so stark eingesetzt und man zehrt eher von einer Arrangement Hintergrundmusik, welche aber nicht sinnlos mit läuft, nein das kombinieren haben die Jungs sehr gut drauf und so verstärkt man das Gesamtkonzept merklich. Das lange Suchen der Slowenen nach ihren Wurzeln wo man sich verankert hat sich defnitiv ausgezahlt. Ich finde es wirklich toll mit welcher Vehemenz die Herrschaften hier eine eigene Nische des Industrial gefunden haben. Denn eines ist Fakt, man verdingt sich nicht einfach in einem Schwimmbecken, nein durch die sehr Korn und Ministry orientierten Nu-Metal Einflüsse klingt das Mischverhältnis zu den herkömmlichen Industrial Metal Partitionen sehr facettenreich. Die Stücke haben viel Wiedererkennungswert und bieten quer durch den Gemüsegarten eine brillante Mischung aus rauen, wie auch klaren Soundfragmenten. Dies so zu vereinen, ohne dass es dabei zu unausgegoren klingt ist schwierig. Die Hürde haben aber Noctiferia sehr gut gemeistert und so prügelt man einen Megatrack nach dem anderen raus. Das wohl raueste Stück hat man mit „Su Maha Gora“ raus gehauen. Die sehr hymnisch arrangierte Nummer kommt geschliffenen Wechseltempo daher und klingt so dermaßen animierden shakig, sodass diese Düsterhymne sich immer mehr zu meinem Highlight entwickelt. Einzig „Barai“ hinkt etwas den anderen Stücken hinterher und diesen Song sehe ich etwas als Lückenbüßer, denn die anderen neun Stück sind erste Sahne und bieten eine gute Schnittmenge aus der Mischkultur des Industrial und Nu-Metal.

Fazit: Das Debütwerk der Slowenen darf man gerne abfeiern. Eine erstaunliche Anzahl an unterschiedlichen Metal Fans wird hier sicherlich begeistert sein, denn die Farbenvielfalt der Slowenen vereint viele mit ihrer Musik zu einer breiten Front.

Tracklist:

01. Pax 01:59
02. Sleeper Is Awake 03:40
03. Gaga People 03:10
04. Cellulite of This World 03:45
05. The Falsifier 03:26
06. Su Maha Ghora 05:09
07. Rudra the Roarer 03:55
08. I Am You 03:55
09. Wetiko 03:36
10. Barai 05:02

Besetzung:

Gianni Poposki (voc)
Igor Nardin (guit)
Uros Lipovec (bass)
Mathias Gergeta (drums)
Roman Files (guit)
Damjan Tomoski (keys & programming)

Internet:

Noctiferia Website

Noctiferia @ Facebook

Noctiferia @ MySpace

Noctiferia @ Twitter

Noctiferia @ YouTube

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close