Scar The Martyr – Scar The Martyr (CD Review)

Band: Scar The Martyr 
Titel: Scar The Martyr
Label: Roadrunner Records
VÖ: 2013
Genre: Industrial, Metalcore, Nu Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Wie hat es ein Bekannter von mir mal so schön tituliert: Solange das Mutterschiff oder die Mutter selbst nicht ruft, dürfen die restlichen Bandmitglieder ihren eigenen Projekten nachgehen. Erst wenn diese ruft muss alles andere hingelegt werden. Im Falle von Scar The Martyr wird es, wie bei Stone Sour so ähnlich sein. Bei erstgenannter Formation handelt es sich um das Projekt des Schlagwerkers Joey Jordison von Slipknot. Ob wir jemals noch ein Wiederbeleben der Truppe erleben werden ist zum jetzigen Zeitpunkt fraglich, da die einzelnen Mitglieder mit ihren Solobands fast schon so viel erreichen wie eben mit Slipknot, doch muss ich einfach meinem Kumpel und der eingangs erwähnten Floskel recht geben. Der Schlagzeuger hat hier bei dieser Formation nicht nur die Sticks fest in der Hand, nein auch als Produzent und Songschreiber war er tätig und man darf sich durchaus auf ein neues, ernstzunehmendes Projekt mit ihm freuen. Ein richtiges All-Star-Projekt hat er da ja geschaffen und mit Chris Vrenna (NINE INCH NAILS), den Gitarristen Jed Simon (STRAPPING YOUNG LAD) und Kris Norris (DARKEST HOUR) hat er wirklich keine Newbies eingeladen. Hat dies nun mit Slipknot etwas zu tun? Kaum bis gar nicht, eher würde ich da noch Ingredienzien aus dem Soil und Korn Lager erkennen. Antinomisch geprägte Kompositionen und Verstrebungen werden wohl viele Fans etwas nerven, muss aber sagen die Jungs haben das sehr gut hinbekommen nicht alle gleich zu vertreiben. Somit wirkt man an und ab etwas komplexer, wie auch diffuser, doch schlussendlich gehen die oftmals sehr geprägten Industrial Schläge ganz gut in das Gehör. Auch die Stimme des Fronters ist hierbei durchaus dienlich die Wogen etwas zu glätten, welcher mich sehr stark an den früheren Soil Sänger Jordan Lee erinnert. Die paradoxen Wechsel zwischen klar und bitterböse wurden für meinen Geschmack gut gewählt und somit durchaus treffgenau. Freilich wird man hier nicht unbedingt den Weltruhm erlangen können, doch als durchaus ernstzunehmende Truppe pfeffert man uns ordentlich Schmackes um die Ohren. Die Groove Attitüden dürfen dabei auch nicht fehlen und werden uns selbstredend gerne serviert. Wem kann man das Album nun empfehlen? Sicherlich keinem Slipknot Fan, denn mit dieser Haupttruppe des Schlagwerkers hat man meiner Meinung nach nichts gemeinsam. Wohl aber kann man die Groove Freunde und Nu Metal Fans durchaus mit dem Debütaufguss unterhalten.

Fazit: Zu gefallen weiß die Formation, ob dies bei den Fans ankommt ist immer eine andere Sache. Klasse hat dieses All Star Projekt jedenfalls und die Stücke donnern auch gut rein. Engstirnigkeit darf man hier nicht walten lassen und muss eben ein Liebhaber des Groove bzw. Nu Metal sein. Wenn man dies ist, wird man auch mit dem Debüt von Scar The Martyr viel Freude haben.

Tracklist:

01. Intro
02. Dark Ages
03. My Retribution
04. Soul Disintegration
05. Cruel Ocean
06. Blood Host
07. Sign Of The Omeneye
08. Anatomy Of Erinyes
09. Prayer For Prey
10. White Nights In A Day Room
11. Effigy Unborn
12. Never Forgive Never Forget
13. Mind’s Eye
14. Last Night On Earth

Besetzung:

Henry Derek (voc)
Joey Jordison (drums, guit & bass)
Chris Vrenna (keys)
Jed Simon (guit)
Kris Norris (guit)

Internet:

Scar The Martyr  Website

Scar The Martyr @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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