Screamer – Highway Of Heroes

Screamer-Highway-Of-Heroes-album-cove

Band: Screamer
Titel: Highway Of Heroes
Label: The Sign Records
VÖ: 11/10/2019
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4.5/5

Die 2009 begründeten Schweden SCREAMER bieten uns auf ihrem vierten Album wirklich fein geschmiedeten klassischen Heavy Metal, der deutlich mehr musikalischen Nährwert bietet, als man anhand der stilistischen Beschreibung im Promo-Schreiben der Plattenfirma vermuten würde (Denn Bands, die von JUDAS PRIEST, DIO, IRON MAIDEN, THIN LIZZY & Co beeinflusst wurden, gibt es eigentlich wie Sand am Meer).

Natürlich hört man die unvermeidlichen Granden der Achtziger jederzeit problemlos heraus, könnte der Band mangelnde Eigenständigkeit bescheinigen, und das Kapitel „Highway Of Heroes“ nach oberflächlichem Hören mit den Worten „nett und gut“ abschließen. Das wäre allerdings ein bedauernswerter Fehler, denn: Die Schweden haben Superkräfte in Sachen kompakten Songwritings, sodass aus „Highway Of Heroes“ eine unglaublich starke Hit-Scheibe voller starker Einzelsongs geworden ist. Hier könnte man aus wirklich jedem Song eine Single auskoppeln, während sich im Durchlauf des Albums niemals ein monotones Redundanz-Gefühl einstellt. Klasse!

Das führt im Endeffekt auch dazu, dass man überhaupt nicht mehr mit dem Heraushören irgendwelcher Einflüsse und Ähnlichkeiten zu größeren Bands beschäftigt ist, sondern einfach begeistert ein ausgezeichnetes klassisches Metal-Album einer neueren Band namens SCREAMER abfeiert. Dass dieses mit 35 Minuten eher kurz geraten ist, stört dabei gar nicht. Zumindest ich habe lieber ein halbstündiges Album, das ich immer wieder gerne höre, als ein Album randvoll mit 80 öden Minuten, die ich mir niemals freiwillig am Stück ein zweites Mal auflegen würde.

Merke: Wer dermaßen makellose Songs schreibt, wird auch ohne stilistische Experimente eigenständig. Man überzeuge sich davon anhand mitsingbarer High Class Banger wie „Shadow Hunter“, „Highway Of Heroes“ oder „Towers Of Babylon“.

Tracklist

01. Intro
02. Ride On
03. Shadow Hunter
04. Rider Of Death
05. Sacrifice

06. Halo
07. Highway Of Heroes
08. Out Of The Dark
09. Towers Of Babylon
10. Caught In Lies

Besetzung

Andreas Wikström – Vocals
Anton Fingal – Guitar
Dejan Rosić – Guitar
Fredrik Svensson Carlström – Bass
Henrik Petersson – Drums

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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