THE SILENCED – Orator

the silenced - orator album cover

Band: The Silenced
Titel: Orator
Label: Out of Line
VÖ: 14/02/20
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5

THE SILENCED ist eine neue Metal-Formation aus den Tiefen Skandinaviens, die es mit der Konkurrenz aufnimmt. „Orator“ heißt das Debüt der fünfköpfigen Melodic Death Metal-Band aus Finnland und eines kann man bereits vorwegnehmen: „Orator“ sorgt definitiv für Abwechslung und Überraschungen.

Orator“ startet erbarmungslos mit der Single „Resist to Exist“. Lasst euch nicht von dem melodischen Intro in die Irre führen, denn der Song entwickelt sich zum Nackenbrecher. Harte und melodische Parts sind gut aufeinander abgestimmt – alles in allem ein toller Einstieg.

Düster wird es beim zweiten Track „End Machine“. Die Geschwindigkeit wird zwar gedrosselt aber dafür sind die Riffs abgehackter und härter.  „The Tyranny of Words“ lässt den Puls wieder schneller schlagen. Der Refrain schwächelt ein bisschen, weil er sich so nach Mainstream-Melodic-Death-Metal-Chorus anhört und sich echt nicht abhebt. Dafür sind die Strophen umso besser.

In „Death on the Rise“ zeigen THE SILENCED, dass sie noch brutaler und härter können. Juhas dämonische Vocals sind einfach traumhaft. Der Refrain ist für mich auch hier wieder ein bisschen schwach, aber der Rest ist derart genial, dass man darüber hinwegsehen kann.

Nach vier Tracks, die allesamt das Blut zum Kochen bringen, leitet „Omnigma“ eine Verschnaufpause ein. THE SILENCED zeigen, dass sie auch anders können. Das Lied hat etwas Psychedelisches an sich und wirkt beruhigend. Diese Atmosphäre zieht sich ins nächste Lied „Metanoia“, das nicht, wie der Song davor, instrumental ist. Es wird nicht geschrien, clean vocals sind angesagt UND man bekommt sogar gegen Ende ein Gitarrensolo zu hören (das einzige auf der CD). Die Nummer hebt sich stark vom Rest des Albums ab und demonstriert noch einmal, dass THE SILENCED mehrere Facetten zu bieten haben.

Jetzt aber genug ausgeruht! „Arguments of Ignorance“ beginnt rasant und wird nur im Chorus kurz ein bisschen abgebremst. „Conditioned Thought Patterns“ ist wieder langsamer aber umso erbarmungsloser. „Sleepwalking to extinction“ ist zu einem meiner Lieblingszeilen auf dem Album geworden und hier muss auch gesagt werden, dass die Lyrics im Allgemeinen anders sind, nicht derselbe abgedroschene Bullshit, den man sonst immer zu hören bekommt.

Dass THE SILENCED in ihren Liedern komplexere Themen behandeln, fällt auch bei „The Semmelweis Reflex“ auf. Hört sich als Deutschsprechender in erster Linie lustig an, weil „Semmel“ – der Titel hat es aber ordentlich in sich und den Reflex gibt es tatsächlich! Für mich eines der besten Lieder auf „Orator“, weil es schnell, düster, brutal, abwechslungsreich ist und zum Denken anregt.

Beyond the Pale“ fügt schließlich alle Teile zusammen. Es setzt die Komponenten „Melodic“ und „Death Metal“ annähernd perfekt zusammen. Dazu kommt noch eine etwas psychedelische Atmosphäre. Es ist ein ruhigeres Lied, das eine enorme Energie in sich trägt – ein grandioser Schluss für ein vielversprechendes Debütalbum.

Fazit: THE SILENCED demonstrieren mit „Orator“, dass sie viele Facetten zu bieten haben und sich von anderen Bands des Genres abheben. Luft nach oben gibt es noch, aber für den Anfang haben sich die Finnen gut geschlagen.

Tracklist

01. Resist to Exist
02. End Machine
03. The Tyranny of Words
04. Death on the Rise
05. Omnigma

06. Metanoia
07. Arguments of Ignorance
08. Conditioned Thought Patterns
09. The Semmelweis Reflex
10. Beyond the Pale

Besetzung

Juha Immonen – Vocals
Janne Jaakkola – Guitars
Tomi Koivunen – Bass
Janne Virtala – Guitars
Joonas Osara – Drums

Internet

THE SILENCED – Orator CD Review

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