Victorius – Space Ninjas From Hell

VICTORIUS - Space Ninjas from Hell album cover

Band: Victorius
Titel: Space Ninjas From Hell
Label: Napalm Records
VÖ: 17/01/2019
Genre: Power Metal
Bewertung: 3/5

VICTORIUS setzen den mit der EP “Dinosaur Warfare (Legend Of The Power Saurus)“ eingeschlagenen Weg fort: Auch auf „Space Ninjas From Hell“ wandelt man – diesmal auf Albumlänge – auf den Spuren des ironischen Blödel-Power Metals von GLORYHAMMER.

Die zugrunde liegende Story ist dabei durchaus witzig und erinnert an diverse Bizarro Fiction-Geschichten aus der Feder Carlton Mellicks oder auch abstruse Trashfilme. Songtitel wie „Wasabi Warmachine“ oder „Evil Wizard WuShu Master“ bringen mich auch dieses mal in positive Erwartungshaltung. Da ich meine eigene Begeisterung, mit der ich oben genannte EP noch mit 4 Punkten belohnt habe, heute nicht mehr nachvollziehen kann, bin ich diesmal mehr auf der Hut.

VICTORIUS haben nämlich keineswegs GLORYHAMMER überholt oder stehen mit diesen auf Augenhöhe, wie ich mir damals in vorschneller Euphorie eingebildet habe. Auch heute halten VICTORIUS einem Vergleich mit den Spaß-Metallern nicht stand. Ebenso wenig kann sich die Gruppe musikalisch gesehen mit TWILIGHT FORCE messen.

Das liegt schon mal darin begründet, dass mir allzu viele Melodien, Riffs und Stilelemente schon bei vergleichbaren Bands untergekommen sind. Wer Alben von GLORYHAMMER , BATTLE BEAST, DRAGONY, BEAST IN BLACK oder SABATON im Schrank stehen hat, wird auf „Space Ninjas From Hell“ kaum neues entdecken, mit dem sich VICTORIUS abheben würden.

Ein weiteres Problem tut sich außerdem aufgrund der Album-länge auf: Bei der „Dinosaur Warfare“-EP fühlte ich mich durch das lustige Konzept (und Erinnerungen an cheesige Titelsongs meiner geliebten Kindheits-Cartoons) noch so gut unterhalten, dass mir das wenig eigenständige und auch wenig abwechslungsreiche Songwriting nicht besonders aufgefallen sind. Über eine komplette Album-länge fällt es umso stärker ins Gewicht, dass man mit einem Song auch schon alles gehört hat.
Die klare, aber auch klinisch sterile Klangqualität der Scheibe macht die Sache auch nicht besser.

Wer tatsächlich schon wieder ausgehungert ist nach glatt poliertem Power Metal mit nerdig-ironischen Fantasytexten, mag an „Space Ninjas From Hell“ mit etwas gutem Willen seinen Spaß finden. Ich beschränke mich in der Hinsicht lieber weiterhin auf die gute alte TWILIGHT FORCE und meine Landsmänner von DRAGONY.

Tracklist

01. Tale of the Sunbladers
02. Ninjas Unite
03. Super Sonic Samurai
04. Evil Wizard WuShu Master
05. Nippon Knights
06. Shuriken Showdown

07. Wasabi Warmachine
08. Warth of the Dragongod
09. Astral Assassin Shark Attack
10. Space Ninjas from Hell
11. Cosmic Space Commando Base
12. Shinobi Strike 3000

Besetzung

David Baßin (Vocals)
Dirk Scharsich (Guitar)
Florian Zack (Guitar)
Andreas Dockhorn (Bass)
Frank Koppe (Drums)

Internet

Victorius – Space Ninjas From Hell CD Review

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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