Wolf – Feeding The Machine

wolf - feeding the machine album cover

Band: Wolf
Titel: Feeding The Machine
Label: Century Media Records
VÖ: 13/03/2020
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4/5

Da Live-Aktivitäten, im Gegensatz zu Tonträgern, auch heutzutage noch einen Verdienst für Bands bedeuten, wird man sich an längere Veröffentlichungspausen wohl gewöhnen müssen. Auch bei Wolf liegt die Veröffentlichung des letzten Albums „Devil Seed“ (2014) schon länger zurück.

Wir erinnern uns: Wolf ziehen ihr Ding schon seit den 90ern durch, als der traditionelle Metal ziemlich am Boden lag. Man freute sich damals ja schon über jeden halbwegs passablen HELLOWEEN-Klon, weil es ansonsten hauptsächlich Gejammer über die ach so schlimme Kindheit (KORN, PAPA ROACH), ADHS-Rap-Metal (LIMP BIZKIT), Wehklagen über kleine Befindlichkeiten und künstliche Existenzkrisen (NIRVANA) gab. Über den erbärmlichen Mist des Musik-Mainstreams (Stichworte „Maschendrahtzaun“, „Guildo hat euch lieb“ oder „Ketchup Song“) breiten wir sowieso lieber den Mantel des Schweigens.

Die meisten kreativen Köpfe im Metal haben sich folgerichtig als Pandabären bemalt, hatten ausschließlich unleserliche Logos, und krächzten uns was über Satan, Misanthropie und Anti-Kommerz vor.

WOLF gebührt also Respekt dafür, die Fahne des echten Traditionsmetals in diesem Sumpf degenerierter Musikkultur kompromisslos hochgehalten zu haben, und sich diesen Enthusiasmus bis heute erhalten zu haben. Denn man hört „Feeding The Machine“ an, dass der schwedische Wolf auch 2020 richtig Bock hat, mal wieder durch den Wald zu moschen, und jedem postmodern-konstruktivistisch eingestellten Rotkäppchen ein herzliches „Shoot To Kill“ als Begrüßung entgegen zubrüllen. Mit einer Tschick in der einen, und einer Flasche Absinth in der anderen Hand.

Trotz des ein oder anderen unspektakulären Songs (etwa „Devil in The Flash“) macht die hart nach vorn bretternde Scheibe dank Songs wie „Guillotine“, „Dead Man´s Hand“ (mit MERCYFUL FATE-Vibes) oder „A Thief Inside“ viel Spaß. Vor allem jenen, die mit Judas Priest und etwas Thrash Metal sozialisiert wurden.

Willkommen zurück!

Tracklist

01. Shoot to Kill
02. Guillotine
03. Dead Man’s Hand
04. Midnight Hour
05. Mass Confusion
06. The Cold Emptiness

07. Feeding the Machine
08. Devil in the Flesh
09. Spoon Bender
10. The Raven
11. Black Widow
12. A Thief Inside

Besetzung

Niklas Stålvind (Vocals & Guitar)
Simon Johansson (Guitar)
Pontus Egberg (Bass)
Johan Koleberg (Drums)

Internet

Wolf – Feeding The Machine CD Review

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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