Blind Guardian Twilight Orchestra – Legacy Of The Dark Lands

BLIND-GUARDIAN-TWILIGHT-ORCHESTRA-Legacy-Of-The-Dark-Lands-album-cover

Band: Blind Guardian Twilight Orchestra
Titel: Legacy Of The Dark Lands
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 08/11/2019
Genre: Power Metal im Orchestergewand
Bewertung: 4.5/5

Für alle bekannteren Metalbands scheint es irgendwie eine Art Pflichtübung zu sein, irgendwann mal irgendwas mit Orchester zu machen. Meist dürfen dann ein paar Geigen und Bläser die Band mit ihrem Gefiedel etwas aufpeppen, und das war´s dann.

Einen ganz anderen Weg sind BLIND GUARDIAN gegangen, die unter dem Banner TWILIGHT ORCHESTRA tatsächlich ein eigenständiges Orchesteralbum über 20 Jahre hinweg geplant und komponiert haben, konsequent ohne E-Gitarren und Double Bass. Als die Band 1996 erstmals über so etwas nachdachte, war den Jungs nicht bewusst, wie aufwendig und langwierig das werden würde. Für das konsequente Dranbleiben gebührt den Gardinen schon mal gehöriger Respekt.

Die ganze jahrelange Arbeit hat glücklicherweise dann auch in einem ausgefeilten Werk gegipfelt, das es in der Form wohl bisher nicht gab: „Legacy Of The Dark Lands“ klingt zunächst einmal unverkennbar nachBLIND GUARDIAN, wie man sie seit „Nightfall In Middle Earth“ kennt. Wer einige meiner Reviews gelesen hat, weiß dass ich damit in der Vergangenheit nicht unbedingt viel anfangen konnte. Hier aber funktioniert dieser komplexe und überbordende Ansatz, denn das Orchester verleiht den Songs einen Breitwand-Film-Soundtrack, der einfach nur zum Reinknien ist. Nicht zuletzt legt Hansi Kürsch eine fabelhafte Performance hin und harmoniert wunderbar mit der opulenten Musik – hatte der Kerl immer schon soviel Persönlichkeit in der Stimme?

Als einzigen Wermutstropfen empfinde ich die Hörspielelemente, die es zwar erleichtern, dem Handlungsbogen des Fantasy-Konzepts zu folgen, aber für meinen Geschmack doch etwas unangenehm cheesy sind.

Eine fantastische und auf dem bisherigen Markt in dieser Form einzigartige Scheibe, die man unbedingt mehrmals unter dem Kopfhörer rotieren lassen sollte. Ohne Stromgitarren, aber dennoch 100% wahrhaft epischer und komplexer europäischer Power Metal. Ich werde mich in Zukunft wohl doch noch einmal eingehender mit der Diskographie der Band beschäftigen.

Tracklist

01. 1618 Ouverture
02. The Gathering
03. War Feeds War
04. Comets And Prophecies
05. Dark Cloud’s Rising
06. The Ritual
07. In the Underworld
08. A Secret Society
09. The Great Ordeal
10. Bez
11. In the Red Dwarf’s Tower
12. Into the Battle

13. Treason
14. Between the Realms
15. Point of No Return
16. The White Horseman
17. Nephilim
18. Trial And Coronation
19. Harvester of Souls
20. Conquest Is Over
21. This Storm
22. The Great Assault
23. Beyond the Wall
24. A New Beginning

Besetzung

André Olbrich
Hansi Kürsch
Prague Filmharmonic Orchestra

Internet
Share.

About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close