DARK ZODIAK - Black Goddess - cover artwork

Band: DARK ZODIAK 🇩🇪
Titel: Black Goddess
Label: Independent
VÖ: 20/06/26
Genre: Thrash/Death Metal

Tracklist

01. Black Goddess
02. lost
03. Guardian of the night
04. primal force
05. depth of darkness
06. rising frim the Ground

 

Besetzung

Simone Schwarz – Vocals
Steffi Bergmann – Bass
Dieter Schwarz – Drums
Charly Gak – Guitar
Benni Pöck – Guitar

 

Bewertung:

4/5

Eine feste Größe zwischen Härte und Melodie

Seit der Gründung im Jahr 2011 durch Gitarrist Charly Gak und Schlagzeuger Dieter Schwarz haben sich DARK ZODIAK kontinuierlich einen Namen in der Thrash und Death-Metal-Szene erarbeitet. Mit einer Mischung aus aggressiven Riffs, melodischen Akzenten und einer kompromisslosen Livepräsenz entwickelte die Band ihren eigenen Stil. Besonders Frontfrau Simone Schwarz verleiht dem Klangbild mit ihrer kraftvollen Stimme und ihrer markanten Performance einen hohen Wiedererkennungswert. Nach einer EP und drei Alben legt die Formation mit »Black Goddess« ein weiteres Werk vor, das die eigene musikalische Entwicklung konsequent fortsetzt.

Dunkle Klangwelten mit viel Dynamik

Schon der Opener »Black Goddess« macht klar, wohin die Reise geht. Rasende Gitarrenläufe treffen auf wuchtige Drums und einen druckvollen Bass, während Simone Schwarz zwischen rauer Aggression und kontrollierter Intensität pendelt. Die Produktion sorgt dafür, dass jede Instrumentenspur genügend Raum erhält und dennoch das Gesamtbild dicht und kraftvoll bleibt.

Mit »lost« schaltet die Band einen Gang zurück, ohne an Energie einzubüßen. Atmosphärische Passagen wechseln sich mit schnellen Thrash-Attacken ab und verleihen dem Song eine spürbare emotionale Tiefe. Gerade dieses Spiel mit Dynamik verhindert, dass sich das Album in eintöniger Härte verliert.

Starke Gitarrenarbeit als roter Faden

Ein besonderes Merkmal von »Black Goddess« ist das harmonische Zusammenspiel der beiden Gitarristen Charly Gak und Benni Pöck. In »Guardian of the night« wechseln sich schneidende Riffs und melodische Leads nahezu fließend ab. Die Soli wirken nie aufgesetzt, sondern fügen sich organisch in die Kompositionen ein und unterstreichen die düstere Atmosphäre.

Auch »primal force« lebt von dieser Gitarrenarbeit. Hier dominieren klassische Thrash-Elemente mit schnellen Palm Mutes und markanten Rhythmuswechseln. Gleichzeitig sorgen kleinere melodische Einschübe dafür, dass der Song abwechslungsreich bleibt und sich im Gedächtnis festsetzt.

Druckvolle Rhythmussektion und markante Stimme

Steffi Bergmann am Bass und Dieter Schwarz am Schlagzeug liefern über die gesamte Laufzeit eine beeindruckend präzise Leistung ab. Besonders in »depth of darkness« bildet die Rhythmusfraktion das stabile Fundament für die komplexen Gitarrenarrangements. Die Drums treiben kompromisslos nach vorne, während der Bass immer wieder Akzente setzt, anstatt lediglich den Gitarren zu folgen.

Über allem thront die Stimme von Simone Schwarz. Ihr Gesang bewegt sich souverän zwischen Death-Metal-Growls und rauen Thrash-Shouts. Dadurch gewinnt das Material zusätzliche Ausdruckskraft und verleiht den einzelnen Songs eine unverwechselbare Identität. Gerade in den ruhigeren Momenten entsteht dadurch eine spannende Spannung zwischen Melodie und Brutalität.

Ein stimmiger Abschluss

Den Schlusspunkt setzt »rising frim the ground«, dessen Titel zwar ungewöhnlich geschrieben ist, musikalisch aber überzeugt. Der Song beginnt vergleichsweise zurückhaltend, steigert sich kontinuierlich und endet in einem kraftvollen Finale. Hier fassen DARK ZODIAK viele ihrer Stärken noch einmal zusammen. Technische Präzision, eingängige Melodiebögen und eine gehörige Portion Aggressivität.

Über die gesamte Spielzeit zeigt sich, dass die Band nicht ausschließlich auf Geschwindigkeit setzt. Immer wieder werden Tempi variiert und atmosphärische Zwischenspiele eingebaut, wodurch das Album lebendig bleibt. Die Kompositionen besitzen Struktur und entwickeln sich nachvollziehbar, anstatt lediglich auf maximale Härte abzuzielen.

»Black Goddess« präsentiert DARK ZODIAK als eingespielte Formation, die Thrash- und Death-Metal gekonnt miteinander verbindet. Die Mischung aus druckvoller Rhythmusarbeit, starken Gitarrenharmonien und der markanten Stimme von Simone Schwarz sorgt für ein abwechslungsreiches Hörerlebnis. Nicht jeder Song erreicht die gleiche Durchschlagskraft, und an einigen Stellen hätte etwas mehr Mut zu überraschenden Ideen dem Album zusätzlichen Glanz verliehen. Dennoch überzeugt die Platte mit hoher spielerischer Qualität, viel Energie und einer spürbaren Leidenschaft für kompromisslosen Metal.

Wer modernen Thrash- mit Death-Metal Einschlag schätzt und Wert auf melodische Elemente legt, findet hier ein Werk, das über weite Strecken begeistert und Lust auf die nächste Liveperformance der Band macht. Mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten gelingt DARK ZODIAK ein starkes Album, das seine Qualitäten besonders bei wiederholtem Hören entfaltet und die Entwicklung der Band eindrucksvoll unterstreicht.

Fazit: Mit »Black Goddess« beweisen DARK ZODIAK erneut ihre Fähigkeit, tiefgründige Themen mit musikalischer Härte zu verbinden.

Internet

DARK ZODIAK - Black Goddess - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.