Dawn Of Destiny – The Beast Inside

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Band: Dawn Of Destiny
Titel: The Beast Inside
Label: Ram It Down Records
VÖ: 04/10/2019
Genre: Musical/Melodic Metal
Bewertung: 2.5/5

DAWN OF DESTINY sind mir bisher noch nie untergekommen, obwohl die Band seit 2007 Alben veröffentlicht. Gestartet hat man wohl als Power Metal Band, und durfte mit AXXIS oder HOUSE OF LORDS durch die Lande ziehen. Im Laufe der Zeit kamen neben Besatzungswechseln auch diverse Einflüsse hinzu. Heutzutage wird die Band nach wie vor als Power Metal vermarktet, obwohl das allenfalls noch auf die Stimme von Frontfrau Jeannette Scherff zutrifft, die den Songs eine entsprechende Klangfarbe gibt.

Ansonsten habe ich mir erlaubt, die Genre-Bezeichnung kreativ zu korrigieren, denn am ehesten scheint mir die Band irgendwo zwischen den Stühlen des TRANS SIBERIAN ORCHESTRA und AVANTASIA zu sitzen. Allerdings bieten DAWN OF DESTINY hier eine typisch teutonische Interpretation dieser Spielweise, im Guten wie im Schlechten.

Stärken der Band sind der wirklich gute Gesang der Frau Scherff, sowie ein gewisses Händchen für Melodien und Eingängigkeit. Leider sind sich diese eingängigen Melodien und das Strickmuster der Songs ähnlich genug, um irgendwann monoton zu werden. Dass gelegentlich noch männliche Krümelmonster-Vocals reingestreuselt werden, macht das Ganze nicht besser. Mal ermüdend, mal unfreiwillig komisch wirkt sich auch diese Gothicmädchen-Melancholie aus, die das Album textlich und stimmungsmäßig durchzieht. Ganz schwach sind auch die Gitarren, die als hintergründiges Pflichtbeiwerk ihre Roboterriffs in den alles umwallenden Keyboardmantel hinein-salutieren.

Falls unerwarteterweise ein bleich geschminktes kleines Gothicmädchen mitlesen sollte: „It´s My Fate“ ist dein Anspieltipp! Hier gibt’s traurige englische Dichtung nach geschätzter deutscher Machart („Suicide seems the only way out, Cannot even cry, If I could I would scream it out loud, You leave me here to die”…), zu der du hervorragend deinen profunden Weltschmerz beklagen kannst, wenn die Mathe-Arbeit mal wieder hart war.

Tracklist

01. The Beast Inside A Beauty
02. It’s My Fate
03. Pain In Me
04. Fight Your Inner Demons
05. Peace Of Mind
06. Looking For A Hero

07. Signs In The Sky
08. Surrounded
09. Why Am I Here?
10. Already Dead
11. If We Close Our Eyes
12. Longing

Besetzung

Jeanette Scherff – vocals
Jens Faber – guitar, bass
Dirk Raczkiewicz – keyboards
Philipp Bock – drums

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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