Holy Dragons – Unholy And Saints

Band: Holy Dragons
Titel: Unholy And Saints
Label: Pitch Black Records
VÖ: 20/09/2019
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 3/5

Nein, bei HOLY DRAGONS handelt es sich nicht um eine melodisch-symphonische Fantasy Metal Band aus Italien, sondern um eine 1995 formierte Gruppe aus Kasachstan, die seitdem recht regelmäßig volle Studioalben herausgebracht hat (mal mit russischsprachigen, mal mit englischen Titeln). Wenn man in Kasachstan lebt, hat man es sicherlich schwer, eine Metalband international bekannt zu machen. Dass die Band es bei uns noch nicht zu sonderlich großer Bekanntschaft gebracht hat, könnte allerdings auch musikalisch verschuldet sein.

Im Großen und Ganzen ist der Sound der Exoten-Metaller zwar in etwa meine Richtung: Heavy Metal der überwiegend alten Schule , bei dem durch den gepressten und dünnen (und lustigen) Gesang, dank dem etwas US Metal-Feeling aufkommt.

Songs wie „Raven In The Dark“ oder Nummern mit Grinse-Cheese-Faktor wie „Fly Your Guitar“ laden durchaus zum Bangen ein. ABER es scheint leider alles Liedgut aus abgegriffenen Teilen zusammengebaut zu sein. Das wäre freilich nicht weiter schlimm, wenn (wie etwa bei den Hammer Kings) trotzdem ein Spaßfunke dabei zünden würde.

Zudem überschätzt die Band ihre Fähigkeiten gleich zu Beginn mit „The Boilerplate“: Nichts ist weniger geeignet, eine Platte anzuheizen, als eine Überlängennummer mit uninspirierten Instrumentalintro, welches dann in NWOBHM-Dudelspiralen von der Retro-Stange langweilt.

Wer dem Album trotzdem eine faire und verdiente Chance geben will, sollte den Opener in jedem Fall überspringen. Einen klaren Anspieltipp kann es hier nicht geben. Wer etwa die „Hall Of Shame“ einlegt, bekommt DEEP PURPLE-Vibes. „Pretenders“ ist ein Kinderlied im Metalgewand, aber immerhin sehr eingängig. In der „Free Digital Hell“ treffen sich Thrash Metal und Teutonen-Metall-Chorus mit leichter Musical-Theatralik.

Ganz recht, das Werk erscheint etwas konfus. Einen gewissen Unterhaltungsfaktor kann man den Russen allerdings kaum absprechen. Ich würde trotzdem eher in eine der vielen Killerscheiben dieses starken Jahres investieren.

Tracklist

01. The Boilerplate (The Story of a Victorian Robot)
02. Ravens of Odin
03. Through the Dark Sky
04. Schweigespirale (The Spiral of Silence)
05. Fly Your Guitar
06. Ravenmore
07. The Hall of Shame

08. Three Greatest Pigs
09. Fimbulwinter
10. Pretenders
11. Beltane Night’s Dream
12. The Elf (Tribute to R.J. Dio)
13. Unholy and Saints
14. Free Digital Hell

Besetzung

Jurgen Thunderson (Guitars, Keyboards, Backing Vocals)
Anton Repablo (Drums)
Ivan Manchenko (Bass)
Chris „Thorheim“ Caine (Guitars, Vocals)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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