MEMOIRA – Carnival of Creation

memoira - carnival of creation - album cover

Band: MEMOIRA
Titel: Carnival of Creation
Label: Inverse Records
VÖ: 25/09/20
Genre: Symphonic/Progressive Metal
Bewertung: 3,5/5

MEMOIRA gegründet 2007 sind bekannt für ihren Fable an melancholischen Melodien im Symphonic Metal Bereich. Mit bereits zwei veröffentlichten Alben wurden die Finnen rund um ihre Sängerin Annika Jalkanen (FOR SELENA AND SIN) gut aufgenommen. Bands in diesem Milieu haben es schwer, denn nahezu ansatzweise an die Großen heranzukommen erscheint mittlerweile als unlösbare Mission.

Mit dem neuesten Silberling „Carnival of Creation“ wollen die Finnen nicht im Windschatten ihrer Vorreiter stehen bleiben und haben sich gegenüber ihren beiden Vorgängeralben merklich weiterentwickelt. Der Sound an sich klingt exakt, nachdem was der Freund dieses Genres erwartet und dann doch wieder nicht. Durch die breiten Facetten an melancholischen und modernen Melodien klingt der Klang merklich verändert und ergänzter.

Generell bauen MEMOIRA auf bombastisch aufgebaute Songs, erweitern sie dagegen stilvoll mit leichten Ergänzungen. Im Kontrast hierzu klingt das jetzt nicht nach der Neuerfindung selbst, geht allerdings im gesamten gesehen absolut gut ins Gehör. Folglich bieten die Finnen kein bekanntes Happy-Pappy Konzept, deutlich trüber und melancholischer entfalten sich die Genretypischen Songs.

Mit der Frontsängerin hat man ebenfalls einen guten Griff getan, bekanntermaßen kann Annika ihren Stil-Konkurrentinnen durchaus mit dem Gesang das Wasser reichen.

Rhythmisch und was die Klangbasis des Symphonic aus der Feder dieser Finnen betrifft wird nicht über den Tellerrand geblickt. Dies bedeutet, man ist bestrebt Frische ins Geschehen zu bringen, dennoch würde hier weitaus mehr gehen als die merklich dezimierte Innovation auf „Carnival Of Creation“. Die Soundfacetten sind eng gestrickt, obgleich an anderer Stelle etliches an ausbrechenden Soundmomenten wahrzunehmen ist.

Bei all den Songs ist kein einziger Totalausfall zu vermelden und die Musiker lassen ihr professionelles Können gut durchblitzen. Ideen bzw. noch weitere Erweiterungen hätte man zuhauf, nur bieten MEMOIRA die sachte schallende Variation daraus. Astrein produziert kann meine Wenigkeit das Album den Puristen des Genres empfehlen, wer sich mehr erwartet muss wohl noch etwas warten.

Den Wind aus den Segeln will ich der Combo nicht nehmen, denn das brauchbare Soundpotpourri, das uns auf dem dritten Album geboten wird, ist nicht schlecht, im Gegensatz hierzu kein absoluter Meisterstreich. Es ist schon schwierig im Genre zu überzeugen, wo Bands wie Pilze aus dem Boden geschossen kommen, und genau hier müssen MEMOIRA noch ihr Alleinstellungsmerkmal finden. Das Potenzial dazu haben sie, gemessen an die bisherige Schaffensphase auf jeden Fall.

Fazit: „Carnival Of Creation“ von MEMOIRA ist eine gute Vorstellung im Symphonic Bereich.

Tracklist

01. Dawn of Time
02. Carnival of Creation
03. Queen Element
04. Hunter’s Moon

05. Dark Passenger
06. Shooting Star
07. Snowglobe
08. Crimson Bride Symphony

Besetzung

Annika Jalkanen – Vocals
Jani Puusa – Guitar
Hannu Lindholm – Guitar
Lassi Nuolivaara – Keyboards & Piano
Niko Laaksonen – Bass
Matti Virtanen – Drums

Internet

MEMOIRA – Carnival of Creation CD Review

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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