Band: Temtris
Titel: Shallow Grave
Label: Battlegod Productions
VÖ: 2014
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

In letzter Zeit ist der Metal von Land down Under aktueller denn, je. Zwar sind nach wie vor eher die Rockbands bekannt, doch auch die Metalbands aus allen Sparten des breit gefächerten Genres sorgen für immer mehr Furore. Eine weitere Kapelle die hier mitmischen will, sind die Herrschaften von Temtris (dachte schon man hat sich hier verschrieben und hat das Videospiel Tetris gemeint). Neulinge sind sie definitiv keine mehr, denn man mischt bereits seit 1999 mit und bringt es mit diesem Album zum Hattrick. Sehr düster und Rau wird die Tirade gestartet und man denkt eher an eine Death oder Thrash Band, dennoch bauen die Aussies auf knackigen Heavy Metal, welcher mit einem Wechselgesang ausgestattet wurde. Somit duellieren sich eine weibliche Person in Form von Genevieve Rodda (sehr Jutta Weinhold verdächtig) und ein harscher Fronter (Llew Smith). Eine durchaus gute Mischung, wenngleich man sicherlich jetzt nicht dadurch eine Neuerfindung auf den Markt bringt. Dennoch ist das Mischverhältnis gut geworden. Rhythmisch wird das Album zwar etwas Midtempo stampfender angekickt, wechselt aber auch in durchaus flottere Gefilde. Die Soundstruktur ist zwar etwas gediegener und man absolviert den Großteil im soliden Gewässer, weiß aber auch einige durchgreifende Fragmente zu bieten, welche deutlich durchdachter klingen. Wie wohl Zed Yago mit harscher Unterwanderung geklungen hätten offeriert man uns nicht zu knapp, dennoch weißt man ein deutlich weniger theatralisches Erscheinungsbild auf. Produktion und Stimmung sind gut und wissen durchaus eine breite Masse an Power und Heavy Metal Fans zu begeistern. Für einen großen Durchbruch ist man aber nicht unbedingt geschaffen, dazu fehlt mir persönlich noch etwas. Dennoch für eine breite Vorstellung im alten Europa kann man als genannter Genrefan nichts falsch machen und darf durchaus seinen Supporttribut zollen.

Fazit: Kernig und mit vielen sehr adretten Mischungen versehenes Album. Wer interessiert daran ist, wie es wohl geklungen hätte, wenn Zed Yago nicht Jutta Weinhold von Bord gejagt hätten und sich deutlich rauer entwickelt hätten darf hier durchaus längerfristig vor dem Player verharren.

Tracklist:

01. Captured 05:29
02. Slave to the System 05:09
03. Shallow Grave 06:40
04. The Entity 05:40
05. Silent Tears 06:38
06. Forever Haunted 05:31
07. Darkness Lies 05:21
08. Your Time Has Come 03:57

Besetzung:

Genevieve Rodda (voc)
Llew Smith (guit & voc)
Anthony Roberts (guit)
Adam Wotherspoon (bass)
Ben Hart (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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