Tyrant (US) – Hereafter

tyrant - hereafter album cover

Band: Tyrant (US)
Titel: Hereafter
Label: Shadow Kingdom Records
VÖ: 15/05/2020
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5

Die amerikanischen TYRANT, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen deutschen Gruppe, sind unter US-Metal-Enthusiasten wegen ihrer 80er-Alben „Legions Of The Dead“ und „Too Late To Pray“. Mit den schneidend hohen Vocals von Glen May sind diese Alben gutes Futter für Fans der Klassiker von Bands wie SANCTUARY oder CRIMSON GLORY. Bereits das Reunionalbum „King Of Kings“ (1997) soll sich ja schon vom Stil dieser Alben unterschieden haben und insgesamt nicht ganz der erhoffte Wurf gewesen sein. 23 Jahre hat es gedauert, bis die Herren es doch noch einmal wissen wollten. Und damit sind wir beim aktuellen Album.

Auch „Hereafter“ hat mit dem 80er-Werk von TYRANT nicht sehr viel gemein. Das ergibt sich alleine schon daraus, dass statt Ursänger Glen May dieses mal Robert Lowe (Ex-CANDLEMASS) den Job am Mikrophon übernimmt. Streckenweise scheint man zudem aus der Not eine Tugend zu machen, denn der achtminütige Titeltrack des Albums trägt durchaus Merkmale eben jener berühmten Epic Doomer.
Vielleicht wirkt das Artwork des Albums ja auch deshalb wie eine spiegelverkehrte Variation deren genialen „Nightfall“-Albums.

Keine Angst, TYRANT sind nun nicht zu einer CANDLEMASS-Kopie verkommen, weisen nun aber neben einer spürbaren NWOBHM-Schlagseite eben auch Stilelemente auf, die man eher im Doom und Epic Metal findet. Mit entsprechend angepasster Erwartungshaltung darf der alteingesessene Fan dem neuen Werk allerdings durchaus guten Mutes eine Chance geben.

Einen schlechten Song kann man auf dem Album nämlich keineswegs finden. Der gelegentlich doomige Heavy Metal ist nicht nur in sich stimmig und konsistent geraten, sondern wartet auch mit guter Gitarrenarbeit und schönen, dunklen Melodien auf. Trotzdem sei gesagt, dass “Hereafter” schon eher ein Grower ist, der wohl erst nach mehreren Hördurchgängen so richtig zündet.

„Dancing On Graves“, „Hereafter“, „When The Sky Falls“ und „Beacon The Light” sollten als Anspieltipps genügen, um entscheiden zu können, ob man sich mit diesem Album näher beschäftigen will.

Insgesamt ist „Hereafter“ ein gut gelungenes klassisches Heavy Metal-Album mit düsterer Atmosphäre und Einflüssen aus dem Epic Doom. Dass statt Glen May nun Robert Lowe singt, und der US-Metal der Altwerke hier nicht mehr wirklich zu hören ist, dürfte zwar nicht jeder langjährige Fan leicht verdauen. Es lohnt sich dennoch, dem Album eine echte Chance zu geben.

Tracklist

01. Tyrant’s Revelation
02. Dancing on Graves
03. The Darkness Comes
04. Fire Burns
05. Hereafter
06. Pieces of Mine

07. Until the Day
08. When the Sky Falls
09. Bucolic
10. Beacon the Light
11. From the Tower

Besetzung

Greg May (Bass)
Rocky Rockwell (Guitars)
Ronnie Wallace (Drums)
Robert Lowe (Vocals)

Internet

Tyrant (US) – Hereafter CD Review

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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