ELEINE – Dancing in Hell

ELEINE – Dancing in Hell

Eleine - Dancing In Hell - album cover

Band: Eleine
Titel: Dancing in Hell
Label: Black Lodge Records
VÖ: 27/11/20
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 4/5

Der neue Longplayer „Dancing in Hell“ von ELEINE ist endlich da! Der gewohnt geniale Mix aus Symphonie und brutalen Riffs ist den Schweden auch dieses Mal mehr als gelungen.

Dancing in Hell“ ist bereits das dritte Studioalbum von ELEINE und knüpft nahtlos an ihre EP „All Shall Burn“, die letzten November veröffentlicht worden ist, an. Die Titel bleiben verheißungsvoll apokalyptisch und es finden sich außerdem zwei Songs der EP auf der neuen Platte wieder.

Genau wie die EP beginnt „Dancing in Hell“ mit dem Monster-Track „Enemies“, der auch dieses Mal zu den Favoriten gezählt werden muss! Gegen Ende der CD sorgt „All Shall Burn“ erneut für ein Déjà vu-Erlebnis.

Der Rest des Albums ist Neuland, obwohl ELEINE bereits im Vorfeld fleißig Videos gedreht und auf YouTube veröffentlicht haben. „Ava of Death“ ähnelt den Musikvideos von „Enemies“ und besonders von „As I Breathe“ stark, allerdings ist der Song an sich ein 4-minütiges Kraftpaket, das perfekt den charakteristischen Sound der Band wiedergibt: Härte trifft auf Melodik und wird durch gekonnt platzierte Pausen zu einem dynamischen Highlight. Gleiches trifft übrigens auf den gleichnamigen Song „Dancing in Hell“ zu.

Auch „As I Breathe“ ist ein Paradebeispiel für den Sound von Eleine, wäre da nicht die Tatsache, dass sich das Riff fast genau so anhört wie das in „The World is Yours“ von ARCH ENEMY. Wer das Lied von Arch Enemy nicht kennt, wird „As I Breathe“ als einen weiteren energiegeladenen Höhepunkt wahrnehmen. Für mich ist die Ähnlichkeit zu krass, obwohl ich beide Lieder super finde.

Der letzte Titel, den uns die Schweden vor dem offiziellen Release serviert haben, ist „Memoriam“. Bei diesem Lied keine Gänsehaut zu bekommen ist fast unmöglich, denn es ist die perfekte Inszenierung musikalischer Dramaturgie. Es beginnt ganz sanft und baut sich auf, die symphonischen Elemente im Hintergrund schaffen eine einzigartige Atmosphäre und der Wechsel zwischen den zarten Strophen und epischen Refrains haucht dem Ganzen zusätzlich Leben ein.

Ein ähnlicher Aufbau ist in „Die from Within“ zu beobachten, das es auch in einer „Symphonic Version“ gibt, die ich allerdings als überflüssig empfinde, da die Standardversion ohnehin sehr symphonisch ist. Außerdem ist die Reihenfolge in der Tracklist unglücklich gewählt, weil es lediglich ein Lied zwischen den beiden Versionen gibt und „The World We Knew“ ist auch nur ein Instrumental-Song mit weniger als 2 Minuten Spiellänge.

Interessanter wäre eine symphonische Version von „Where Your Rotting Corpse Lie“ gewesen. Dieses Lied ist, verglichen mit dem Rest der CD, eine Nuance dunkler und härter und gerade deswegen ein absolutes Highlight. Rikard singt hier einige Strophen mehr als sonst und verleiht dadurch dem Ganzen die nötige Abscheulichkeit.

Crawl from the Ashes“ hat einen relativ langweiligen Refrain, aber sonst kann man auch hier nichts bemängeln, gerade weil sich in der letzten Hälfte die Atmosphäre wandelt und bedrückender wird.

Fazit: Bis auf wenige unglückliche Déjà vu-Momente ist „Dancing in Hell“ von ELEINE ein wahnsinnig gutes, dynamisches Symphonic Metal-Album geworden, das sehr viel Freude bereitet.

Tracklist

01. Enemies
02. Dancing in Hell
03. Ava of Death
04. Crawl from the Ashes
05. As I Breathe
06. Memoriam

07. Where Your Rotting Corpse Lie
08. All Shall Burn
09. Die From Within
10. The World We Knew
11. Die from Within (Symphonic Version)

Besetzung

Madeleine Liljestam – Vocal
Rikard Ekberg – Guitar, vocal
Jesper Sunnhagen – Drums
Anton Helgesson – Bass

Internet

ELEINE – Dancing in Hell CD Review