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SEPULCHRAL – Beneath The Shroud

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SEPULCHRAL -Beneath The Shroud - album cover
SEPULCHRAL -Beneath The Shroud - album cover

Band: SEPULCHRAL 🇪🇸
Titel: Beneath The Shroud
Label: Soulseller Records
VÖ: 05/12/25
Genre: Death Metal

Bewertung:

3,5/5

SEPULCHRAL haben sich in den letzten Jahren still, hingegen beharrlich einen Ruf als eigenständige Stimme im Death Metal erspielt. Ihr neues Album »Beneath The Shroud« wirkt wie der bisher klarste Ausdruck dessen, was die Spanier antreibt: düsterer Druck, schleppende Fäulnis, abrupt ausbrechende Gewalt und ein Gespür für bedrückende Atmosphäre. Das Trio Dusk am Bass und Gesang, Gaueko am Mikro und Gorka an Gitarre liefern ein Werk ab, das zwischen verwinkelter Gruftromantik und dröhnender Erdschwere pendelt.

Zwischen verwinkelter Gruftromantik und dröhnender Erdschwere

Der Einstieg über »A Pact Written In Bone Dust« macht sofort klar, wohin die Reise geht. Das kurze Intro klingt wie das Öffnen eines verwitterten Sarkophags. Es ist kein spektakulärer Start, er packt im Gegensatz hierzu durch die Stimmung und leitet nahtlos in den Titelsong »Beneath The Shroud« über, bei dem SEPULCHRAL zum ersten Mal die Zähne zeigen. Die Gitarren sind staubig und roh, aber nicht chaotisch. Gorkas Riffs wirken wie alte, wiedergefundene Fragmente aus der Frühphase des skandinavischen Death Metal, doch ihr Arrangement hat genug eigene Handschrift, um nicht als bloße Verneigung durchzugehen. Mal growlt Dusk breiter und erdiger, mal prescht er mit einem sägenderen Timbre nach vorn. Das sorgt für Bewegung, selbst wenn die Riffs eher in schwerfälligen Schleifen arbeiten. Der Bass grummelt nicht nur im Hintergrund, sondern trägt zur Druckwelle bei.

»Abandoned Feretrum« ist einer der Songs, die sich sofort festsetzen. Nicht wegen eingängiger Melodien, sondern wegen der klaren Dramaturgie. Die Band baut hier stärker auf rhythmische Wiederholungen, die sich winden wie ein Ritual, das niemand freiwillig sehen möchte. Der Mittelteil arbeitet mit einem schleppenden Groove, der approximativ schon Doom-Gene erkennen lässt. Überhaupt neigt die Band dazu, das Tempo herunterzufahren und Spannung in den Pausen aufzubauen. Das erzeugt mehr Gewicht, als es überhastetes Geknüppel könnte.

»Conflagration Of Sacred Bones« bringt im ersten Drittel die aggressivste Phase des Albums. Die Gitarren fächern sich breiter auf, die Vocals wirken härter artikuliert, und das Drumming schlägt im Blastbeat-Modus Funken. Gleichzeitig rutscht der Song später in ein hypnotisches Riffband, dass die Hitze der ersten Minuten in eine träge Glut verwandelt. Diese Wechsel sind eines der stärksten Elemente des Albums: SEPULCHRAL zwingen ihre Stücke nicht in starre Formen, sondern lassen sie atmen wie ein lebender Organismus.

Knarzender Blackened-Death-Metal

Mit »Torchless Crossroads« wird die Platte annähernd unheilvoller. Der Klang wirkt kälter, die Riffs kantiger. Der Song arbeitet viel mit Andeutungen, bevor er wirklich explodiert. »Cloaked Spectres« dagegen ist direkter. Die Gitarren laufen wie eine kreisende Klinge, und die Stimmen beider Sänger verschmelzen zu einem grollenden Nebel, der den Song wie eine zweite Rhythmusspur begleitet.

Einer der Höhepunkte liegt im hinteren Drittel: »From The Crypt, The Putrid Mist«. Der Titel klingt überzogen, im Kontrast hierzu trifft er musikalisch ins Schwarze. Das Stück trägt eine seltsame Mischung aus Behäbigkeit und drohender Bewegung in sich, wie ein Wesen, das sich im Nebel abzeichnet, ohne Form anzunehmen. Das anschließende »Blood, Phlegm, Black Bile« setzt auf rohe Energie. Der Bass knarzt hier besonders stark und treibt das Ganze vorwärts, während die Gitarren stellenweise fast nach altem Blackened-Death klingen.

»Gravestone Covenant« ist ein Song, der vor allem durch seine Struktur überzeugt. Die Band beschränkt sich nicht auf reine Zerstörung, sondern lässt kleine melodische Verformungen zu, die den Song aus dem Einheitsgrau heben. »Poison Wind«  fühlt sich wie der unruhigste Moment der Platte an. Die Riffs sind zerrissen, die Übergänge abrupt, und die Vocals brüllen eher, als dass sie formen. Manche werden das als Highlight sehen, andere als überladenen Zwischenschritt.

Das finale »Lost In The Ruins« wirkt wie eine Zusammenfassung der gesamten Platte ohne Rückgriff auf typische Schlussnummer-Gesten. Der Song hat einen schweren Sog, und im letzten Drittel fällt die Band in ein Riff, das sich wie eine Erinnerung an etwas längst Vergrabenes anfühlt. Die Platte endet nicht triumphal, sondern in einer Art düsterem Nachhall, der länger bleibt als erwartet.

Durchdacht, roh und atmosphärisch dicht

»Beneath The Shroud« ist ein Album, das nicht auf schnelle Wirkung setzt. Es ist durchdacht, roh und atmosphärisch dicht. Manchmal verliert sich die Band einigermaßen in ihren eigenen Ideen, nichtsdestoweniger genau darin liegt auch der Reiz. Für Fans erdigen, grollenden Death-Metals, der ohne Schnickschnack auskommt, dürfte dieses Werk ein lohnender Fund sein.

Fazit: »Beneath The Shroud« von SEPULCHRAL ist ein finsteres, atmosphärisch dichtes Album, das die dunklen Seiten des Genres auslotet.

Tracklist

01. A Pact Written In Bone Dust
02. Beneath The Shroud
03. Abandoned Feretrum
04. Conflagration Of Sacred Bones
05. Torchless Crossroads
06. Cloaked Spectres
07. From The Crypt, The Putrid Mist
08. Blood, Phlegm, Black Bile
09. Gravestone Covenant
10. Poison Wind
11. Lost In The Ruins

 

Besetzung

Dusk – Bass & Vocals
Gaueko – Vocals
Gorka – Guitars & Drums

 

Internet

SEPULCHRAL – Beneath The Shroud CD Review

GLASGOW KISS – Down In Flames

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glasgow kiss - down in flames - album cover
glasgow kiss - down in flames - album cover

Band: GLASGOW KISS 🇳🇴
Titel: Down In Flames
Label: Eclipse Records
VÖ: 12/12/25
Genre: Alternative Rock/Metal

Bewertung:

4/5

GLASGOW KISS melden sich mit ihrem zweiten Studioalbum »Down In Flames« zurück und zeigen einmal mehr, dass die norwegische Alternative-Rock- und Metal-Szene nach wie vor einiges zu bieten hat. Die Band, bestehend aus Charlotte Marlen Midtun am Gesang, Daniel Anker Goli und Sveinung Sveen an den Gitarren, John Erik Soltvedt am Bass sowie Frode Andreassen am Schlagzeug. Diese Besetzung präsentiert auf diesem Werk eine Mischung aus kraftvollen Riffs, emotionaler Intensität und eingängigen Melodien, die sich sowohl für Rockliebhaber als desgleichen für Metal-Fans lohnt.

Druckvolle Gitarrenarbeit

Schon der Opener »Destiny« setzt ein deutliches Zeichen: Eine druckvolle Gitarrenarbeit, gepaart mit Midtuns klarer, doch facettenreicher Stimme, zieht den Hörer sofort in ihren Bann. Das Stück lebt von der Spannung zwischen melodischen Passagen und treibender Härte. Es zeigt, dass GLASGOW KISS nicht einfach nur Songs schreiben, sondern Atmosphären schaffen wollen, die nachhallen. Midtuns Gesang wirkt angrenzend nie überladen, sondern transportiert Authentizität und Emotionen, was den Song außerdem textlich überzeugend macht.

Titeltrack »Down In Flames« ist das Herzstück des Albums. Er kombiniert Alternative-Rock-Sensibilität mit metallischen Elementen, ohne dass einer der beiden Stile aufgesetzt wirkt. Die Gitarrenarbeit von Goli und Sveen ist einnehmend: mal melodisch, mal aggressiv, beständig mit einem klaren Sinn für Dramaturgie. Der Song hat einen eingängigen Refrain, der sich nach dem ersten Hören festsetzt, und zeigt die Stärken des Quintetts im Songwriting: Eine Balance aus Härte und Eingängigkeit, die heutzutage keineswegs selbstverständlich ist. Die Rhythmussektion aus Bass und Schlagzeug sorgt für solide Drive-Momente, die den Songs eine gewisse Schwere verleihen, ohne zu monoton zu werden.

»On Your Own« greift die etwas düstere Stimmung auf und bietet eine Mischung aus melancholischem Text und treibendem Sound. Hier zeigt sich die Fähigkeit der Band, emotionale Tiefe zu erzeugen, ohne dass die Musik nahe an Energie verliert. »The Wall« setzt auf ein intensives Riffing und rhythmische Komplexität, während »One Last Time« eine nachdenklichere Seite der Band zeigt, getragen von Midtuns eindringlichem Gesang und einer sanft treibenden Instrumentalbegleitung.

Stimmungsvolle Gitarrenharmonien und eine fein austarierte Dynamik

Mit »Forsaken« und »Those Wasted Years« bringt das Album zwei weitere Facetten von GLASGOW KISS zum Vorschein: Während der erste Song mit harten Breaks und schnellen Gitarren überzeugt, punktet der zweite mit nostalgischer Melancholie, die durch stimmungsvolle Gitarrenharmonien und eine fein austarierte Dynamik getragen wird. Besonders auffällig ist, wie die Band geschickt mit Kontrasten spielt: harte Gitarrenriffs stehen neben leisen, emotionalen Momenten, und Midtuns Stimme navigiert elegant zwischen diesen Extremen.

Den Abschluss macht »Put the Blame On Me«, ein Track, der nochmals alle Stärken der Band bündelt. Der Song ist energiegeladen, melodisch und zugleich kraftvoll, ein würdiger Schlusspunkt für ein Album, das sich vom ersten bis zum letzten Ton stringent präsentiert. Die Produktion ist klar und dynamisch, sodass jedes Instrument seinen Raum bekommt, ohne dass das Gesamtbild darunter leidet. Hier wird deutlich, dass GLASGOW KISS nicht bloß Musiker, sondern auch Produzenten mit Gespür für den eigenen Sound sind.

Insgesamt zeigt »Down In Flames«, dass GLASGOW KISS auf dem besten Weg sind, sich einen festen Platz in der norwegischen und internationalen Alternative-Rock-Szene zu sichern. Die Band meistert die Gratwanderung zwischen melodischem Rock und metallischer Härte mit erstaunlicher Leichtigkeit und bleibt dabei beharrlich authentisch. Besonders hervorzuheben ist die Stimme von Charlotte Marlen Midtun, die sowohl verletzlich als daneben kraftvoll wirken kann und den Songs emotionale Tiefe verleiht. Die Gitarrenarbeit ist abwechslungsreich und präzise, während die Rhythmussektion stets für einen stabilen, aber nicht starren Unterbau sorgt.

Kritisch könnte man anmerken, dass manche Songs sich in Struktur und Tempi ähneln, was dem Album gelegentlich ein wenig Vorhersehbarkeit verleiht. Dennoch gelingt es »Down In Flames« immer wieder, durch überraschende Breaks oder emotionale Höhepunkte die Aufmerksamkeit des Hörers zu halten. Die Balance zwischen Härte und Melodie, zwischen Eingängigkeit und Komplexität, ist hier sehr gut gelungen.

Reichlich Stoff zum Entdecken und Wiederhören

Mit »Down In Flames« liefern GLASGOW KISS ein starkes Album ab, das gleichermaßen Fans von Alternative Rock sowie Metal-Freunde anspricht. Es ist ein Werk voller Energie, Emotion und musikalischem Können, das die Band in ihrer besten Form zeigt. Die 4 von 5 möglichen Punkten spiegeln diese Qualität wider: GLASGOWS KISS schaffen es, sich mit einem eigenständigen Sound zu positionieren, der weder Trends hinterherläuft noch Beliebigkeit erzeugt. Wer die Mischung aus eingängigen Melodien, druckvollen Riffs und atmosphärischer Tiefe schätzt, findet hier reichlich Stoff zum Entdecken und Wiederhören.

Fazit: Für Fans von Alternative-Rock und Metal ist »Down In Flames« definitiv eine Empfehlung wert und zeigt das Potenzial von GLASGOW KISS, sich in der Szene zu etablieren.

Tracklist

01. Destiny
02. Down In Flames
03. On Your Own
04. The Wall
05. One Last Time
06. Forsaken
07. Those Wasted Years
08. Put the Blame On Me

 

Besetzung

Charlotte Marlen Midtun – Vocals
Daniel Anker Goli – Guitar
Frode Andreassen – Drums
John Erik Soltvedt – Bass
Sveinung Sveen – Guitar

 

Internet

GLASGOW KISS – Down In Flames CD Review

BLOOD RED THRONE – Siltskin

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BLOOD RED THRONE - Siltskin - album cover
BLOOD RED THRONE - Siltskin - album cover

Band: BLOOD RED THRONE 🇳🇴
Titel: Siltskin
Label: Soulseller Records
VÖ: 05/12/25
Genre: Death Metal

Bewertung:

4/5

BLOOD RED THRONE gehören seit Jahren zu den zuverlässigsten Exporten, wenn es um kompromisslosen Death Metal aus Norwegen geht. Ihr neues Album »Siltskin« zeigt erneut, warum viele die Band als eine der beständigsten Kräfte des Genres sehen. Die fünf Musiker – Daniel “Død” Olaisen und Ivan “Meathook” Gujić an den Gitarren, Sindre Wathne Johnsen am Mikro, Freddy Bolsø am Schlagzeug und Stian Gundersen am Bass liefern ein Werk ab, das technisch anspruchsvoll, gleichwohl keinesfalls steril wirkt. Genau diese Mischung ist seit jeher ihr Markenzeichen.

Keine Anstalten den Weg zu entschärfen

Der Einstieg gelingt mit »Scraping Out The Cartilage«, einem Track, der sofort klarstellt, dass die Band keinerlei Anstalten macht, ihren Weg zu entschärfen. Die Gitarren sägen sich in einem kantigen Wechsel aus schnellen Läufen und wuchtigen Akkorden nach vorne. Johnsen setzt früh ein Zeichen, wie variabel er mittlerweile phrasiert. Sein tiefes Growl ist kräftig genug, um auch im dichtesten Gitarrengewitter präsent zu bleiben. Bolsø hält das Ganze zusammen, ohne je in bloßes Geballer abzurutschen. Sein Schlagzeugspiel wirkt kontrolliert und hat trotzdem eine rohe Energie, die man nicht künstlich herstellen kann.

»Beneath The Means« legt direkt nach. Der Song setzt stärker auf Groove, bleibt hingegen bissig. Hier zeigt sich auffallend gut, wie eng das Zusammenspiel zwischen Bass und Gitarren ist. Gundersen legt eine kernige Tiefe unter die Riffs, die dem Stück ein bedrohliches Fundament gibt. Olaisen und Gujić ergänzen sich mit melodisch verschlungenen Leads, die nie in Richtung Melodic-Death-Metal kippen, sondern die Atmosphäre nur weiter verdichten.

 

Mit »Husk In The Grain« wird das Tempo angezogen. Der Track ist kürzer gehalten und wirkt wie ein gezielter Schlag. Das Riffing ist klar auf Attacke ausgelegt, während Johnsen eine fast schon rhythmische Aggressivität entwickelt. Der Refrain fällt nicht im klassischen Sinn auf, im Gegensatz hierzu es gibt eine markante Wendung im Mittelteil, die sich sofort einprägt.

»Necrolysis« ist einer der düstersten Songs des Albums. Langsame, schwere Gitarren ziehen den Hörer hinunter, approximativ wie ein Sog. Bolsøs Drums wirken hier eher wie markierende Schläge, die den Song strukturieren. Der Gesang klingt tiefer, annähernd grollend. Man merkt, wie die Band in solchen Momenten ein Gefühl von Gewicht und Schwere erzeugt, ohne in Doom-Territorium abzudriften.

»Anodyne Rust« bietet danach einen Gegenpol. Die Strophen sind hektischer, die Breaks kantiger. Hier arbeitet die Band mit schnellen Wechseln, die aber ausgeschlossen überladen wirken. Gerade die Gitarrenharmonien im letzten Drittel des Stücks zeigen, wie viel Feingefühl in den Kompositionen steckt, desgleichen wenn die Oberfläche purer Härte entspricht.

Mit »Vestigial Remnants« kommt einer der rhythmisch spannendsten Tracks der Platte. Bolsø treibt die Band mit präzisen Akzenten voran, während die Gitarren sich in einem Wechsel aus Tremolos und komplexen Mustern austoben. Der Song wirkt wie ein ständiges Vor- und Zurückkippen, was ihn angelegentlich lebendig macht.

Stimme mit harschem Charakter

»Vermicular Heritage« ist wiederum direkter gehalten. Die Riffs erinnern an den frühen Stil der Band, ohne altmodisch zu klingen. Gerade Fans der ersten Alben werden hier viel wiedererkennen. Johnsen liefert eine seiner intensivsten Performances auf »Siltskin«. Man spürt, wie gut seine Stimme mit dem harschen Charakter des Stücks harmoniert.

»On These Bones« gibt dem Album eine kurze Atempause, zumindest im relativen Sinne. Das Tempo ist moderater, doch die Atmosphäre bleibt angespannt. Die Melodien wirken etwas offener, was dem Track einen leicht erzählerischen Charakter verleiht. Hier zeigt sich besonders gut, wie sicher BLOOD RED THRONE mittlerweile darin sind, kleine Nuancen in ihren Sound einzubauen, ohne ihre Grundlinie zu verlieren.

Den Abschluss bildet »Marrow Of The Earth«, ein zähes, schwer wirkendes Finale. Der Song klingt, als wolle die Band noch einmal alles bündeln, was »Siltskin« ausmacht. Erdige Tiefe, präzise Härte, dichte Gitarrenwände und ein Gesang, der nicht versucht, über dem Mix zu stehen, sondern sich mitten hineinfrisst. Gerade diese Kompaktheit macht den Schlusspunkt so stark.

Gekannte Stärken, Erfahrungen und Energien werden im vollen Ausmaß dargeboten

»Siltskin« ist ein Album, das zeigt, warum BLOOD RED THRONE seit Jahren zuverlässig abliefern. Es gibt keine Experimente, die bloß um ihrer selbst willen eingebaut wurden. Stattdessen hört man eine Band, die ihre Stärken kennt und sie mit Erfahrung und Energie ausspielt. Der Sound ist klar, druckvoll und lebendig, die Songs sind abwechslungsreich genug, um über die gesamte Länge zu tragen. Wer Death Metal schätzt, der hart, technisch sauber und dennoch dreckig im besten Sinne ist, bekommt hier genau das.

Fazit: BLOOD RED THRONE beweisen mit »Siltskin«, dass sie nach wie vor eine kraftvolle Kraft im Death-Metal sind.

Tracklist

01. Scraping Out The Cartilage
02. Beneath The Means
03. Husk In The Grain
04. Necrolysis
05. Anodyne Rust
06. Vestigial Remnants
07. Vermicular Heritage
08. On These Bones
09. Marrow Of The Earth

 

Besetzung

Daniel ‚Død‘ Olaisen – Guitar
Sindre Wathne Johnsen – Vocals
Freddy Bolsø – Drums
Ivan ‘Meathook’ Gujić – Guitars
Stian Gundersen – Bass

 

Internet

BLOOD RED THRONE – Siltskin CD Review

AGE OF EMERGENCE – The All Seeing Eye Part 2

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AGE of Emergence - The All Seeing Eye Part 2 - album cover
AGE of Emergence - The All Seeing Eye Part 2 - album cover

Band: AGE OF EMERGENCE 🇦🇺
Titel: The All Seeing Eye Part 2
Label: Independent
VÖ: 01/12/25
Genre: Groove/Progressive Metal

Bewertung:

3,5/5

AGE OF EMERGENCE sind seit einigen Jahren eine dieser Bands, die man am ehesten im Dunstkreis moderner Prog- und Groove-Metal-Acts verortet, die sich nicht davor scheuen, schwere Riffs mit erzählerischem Anspruch zu verbinden. Das Trio aus Australien verfolgt seit Beginn ein Konzept, das sich wie eine fortlaufende Chronik entfaltet. »The All Seeing Eye: Part 2« knüpft direkt an den ersten Teil an und versucht, das musikalische und thematische Gefüge weiterzuspinnen. Die Band besteht aus Dean Holmes am Bass und Gesang, Matt Neilson an der Gitarre und ebenfalls Gesang sowie Adam Clayton am Schlagzeug. Schon auf früheren Veröffentlichungen fiel auf, wie gut sich die drei gegenseitig Raum verschaffen, ohne den Gesamtsound zu verwässern. Auf dem neuen Release setzen sie diese Linie fort, wenngleich nicht jede Idee gleich stark zündet.

Mix aus wuchtigen Riffblöcken, treibenden Grooves und melodischen Einschüben

Die EP umfasst drei Songs: »Voice of the Lost«, »Mountains Greed« und »Twilight Zone«. Trotz der kurzen Spielzeit ist das Material dicht, abwechslungsreich und sichtlich darauf ausgelegt, ein Kapitel der übergeordneten Geschichte zu erzählen. Musikalisch wirkt das Ganze wie ein Mix aus wuchtigen Riffblöcken, treibenden Grooves und melodischen Einschüben, die mitunter in psychodelische oder ambientartige Stimmungen abdriften. Die Produktion ist klar, im Gegensatz hierzu nicht überpoliert. Man spürt den Willen, die Energie eines Trios zu bewahren, das in einem Raum steht und gemeinsam atmet.

»Voice of the Lost« eröffnet die EP. Der Song startet mit einem schneidenden Gitarrenmotiv, das sich langsam auffächert, während Bass und Schlagzeug den Boden festziehen. Neilsons Gitarrenton wirkt scharf, demgegenüber nicht steril. Holmes legt mit seiner Basslinie viel Fundament und hält die Spannung in Momenten, in denen sich das Arrangement zurücknimmt. Der Gesang pendelt zwischen melodisch getragenen Linien und stellenweise leicht rauen Ausbrüchen. Inhaltlich greift der Song das Gefühl auf, sich im Schatten einer übergeordneten Macht zu verlieren. Der Refrain bleibt im Kopf, ohne darauf aus zu sein, eine Chart-Hook zu liefern. Das Stück zieht einen eher durch Stimmung und Dynamik rein. Für einen Opener funktioniert das gut.

»Mountains Greed« geht direkter nach vorn. Die Riffs erinnern an moderne Groove-Metal-Acts, wirken dagegen nie wie bloße Kopien. Clayton spielt mit viel Druck, oft leicht versetzt zur Gitarre, was dem Stück eine gewisse Unruhe gibt. Gerade hier merkt man, wie stark der Schlagzeuger den Bandsound prägt. Sein Spiel verleiht dem Song den nötigen Biss. Textlich taucht die Band tiefer in das Konzept der Serie ein, hier mit Fokus auf Verblendung und Machtstreben. Die Gitarren verschachteln sich im Mittelteil in einem spannenden Call-and-Response-Motiv. Der Song hat Energie, allerdings verliert er gegen Ende nahezu an Kontur. Es wirkt fast so, als hätte die Band noch eine Idee unterbringen wollen, ohne sie komplett auszuarbeiten. Trotzdem gehört das Stück zu den Highlights der EP.

»Twilight Zone« rundet das Werk ab und zeigt die ruhigere, introspektivere Seite der Band. Die ersten Sekunden erinnern an einen Soundtrackmoment, bevor sich das Lied langsam zu einem schweren Mid-Tempo-Groover aufbaut. Der Bass ist diesmal deutlich präsenter und arbeitet sich mit warmem Ton durch die tiefen Frequenzen. Die Gitarren weichen gelegentlich in flirrende Harmonien aus, was dem Track einen leicht entrückten Charakter gibt. Der Gesang steht stärker im Vordergrund, was dem Song gut bekommt, da er erzählerisch dichter ist. Gegen Ende gelingt der Band ein gelungener Spannungsbogen mit einer finalen Steigerung, bevor alles in einem kurzen, offenen Ausklang verebbt. Hier zeigt sich, dass AGE OF EMERGENCE vor allem dann glänzen, wenn sie Atmosphäre und Härte miteinander verzahnen.

Stimmige Fortsetzung des Konzepts

Gesamt betrachtet liefert »The All Seeing Eye: Part 2« eine stimmige Fortsetzung des Konzepts, auch wenn nicht jeder Moment gleich überraschend wirkt. Die Band hat ein gutes Gefühl für Dramaturgie und weiß, wie man mit begrenzter Spielzeit ein vollständiges Bild malt. Gleichzeitig wäre bei manchen Passagen etwas mehr Mut zur Reduktion spannend gewesen. Der Sound ist kraftvoll, aber nicht überladen. Die drei Musiker spielen hörbar vertraut miteinander, was dem Gesamtwerk ein organisches Gefühl gibt.

Mit 3,5 von 5 Punkten bleibt ein solides Groove-/Prog-Metal-Release, das Lust macht auf den nächsten Teil der Reihe.

Fazit: Insgesamt zeigt AGE OF EMERGENCE mit »The All Seeing Eye: Part 2«, dass sie das Potenzial haben, sich in der Szene zu etablieren.

Tracklist

01. Voice of the Lost
02. Mountains Greed
03. Twilight Zone

 

Besetzung

Dean Holmes – Bass & Vocals
Matt Neilson – Guitar & Vocals
Adam Clayton – Drums

 

Internet

AGE OF EMERGENCE – The All Seeing Eye Part 2 CD Review

JOURS PÂLES – Résonances

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cover artwork JOURS PÂLES Résonances
cover artwork JOURS PÂLES Résonances

Band: JOURS PÂLES 🇫🇷
Titel: Résonances
Label: Les Acteurs de L’Ombre Productions
VÖ: 05/12/25
Genre: Black Metal

Bewertung:

4,5/5

Das französische Black-Metal-Projekt JOURS PÂLES präsentiert mit „Résonances“ sein viertes Album – mit jedem Werk ein erneuter emotionaler Ausbruch, aber mit einem einzigartigen Stil. „Résonances“ folgt dieser Linie: atmosphärisch und gewalttätig zugleich, aber interessante und faszinierende Musik.

Organische Kontraste in komplexer Klangwelt

Synth-Musik, sehr melodisch, und ein kraftvoller Bass sind die Eröffnungsakkorde in „La Frontière Entre Nous Et Le Néant„, doch langsam ist eine sehr dissonante Gitarre zu hören, dann eine akustische Gitarre, gefolgt von einer Klangwand und sehr dynamischem Drumming. Eine komplexe Klanglandschaft, aber all diese Elemente sind sehr gut zu einer einheitlichen Klangwelt verschmolzen. Höchstwahrscheinlich war dieser Song als instrumentales Intro gedacht – ein atmosphärisches und gut ausgearbeitetes.

Echter Black Metal startet den nächsten Song: „Une Splendeur Devenue Terne„, aggressiv, mit verzweifelten Vocals, aber ein zarterer Sound – akustische Gitarren bringen einen friedlichen und delikaten Moment. Diese beiden Klanglandschaften wechseln sich kontinuierlich durch den Song ab: von heruntergestimmten Riffs und aggressiven Solos zu sensiblen Gitarrenpassagen, von langsamen Rhythmen zu sehr Uptempo-Passagen, von verzweifelten Vocals zu stillen Momenten. Ein Song voller Kontraste, aber so gut komponiert, dass all das natürlich wirkt und alle Übergänge auf organische Weise geschehen. Insgesamt stilistisch eher Post-Black, aber eine beeindruckende Komposition, ein sehr guter Song – ein klarer Höhepunkt.

JOURS PÂLES ist das Soloprojekt von Spellbound (An Norvys, Aorlhac, ex-Asphodèle, ex-Hellböözer, ex-Towersound). 2020 gestartet, nachdem die mittlerweile verehrte Band Asphodèle sich aufgelöst hatte. Den Namen nach dem einzigen von Asphodèle veröffentlichten Album „Jours Pâles“ nehmend, startete Spellbound das neue Projekt als Fortsetzung der vorherigen Band. Im neuen Projekt ist er für Vocals und Keyboards verantwortlich, auch für Songwriting und Texte. Ebenfalls auf dem Album: als Gastmusiker wird Ben L. (Pictured, DarwiN) am Schlagzeug genannt sowie Kim Carlsson (Hypothermia, ex-Life Is Pain, ex-Lifelover) als Gastvocalist (Track 6).

Exzellente Produktion enthüllt viele Schichten

Sehr melodisch, aber mit wütenden Vocals behält „L’Essentialité Du Frisson“ die Aggressivität des vorherigen Songs bei und kombiniert komplizierte Gitarrensolos mit verzweifelten, sehr theatralischen Vocals – ein Song, der trotz seiner Wut voller Atmosphäre bleibt und die Stimmungen der Komposition vermittelt. Black Metal im Kern, aber voll verschiedener Klänge und modernerer Einflüsse – ein dramatischer, aber beeindruckender Song.

Cleane, aber irgendwie geschriene Vocals, immer noch sehr voller Rage, verwandeln sich in verzweifelte Schreie – „Cinéraire“ ist ein weiterer Song voller Drama, und hier mehr als bei vorherigen Songs glänzen Spellbounds Vocals. So viele Ansätze und Techniken beherrscht er. Und er meistert all diese Techniken und schafft es, so viele Stimmungen und emotionale Zustände zu vermitteln. Die Hintergrundmusik ist nicht minimal – Gitarren, Keys, dynamische Drums in einem meist aggressiven Fundament, das die Vocals perfekt ergänzt. Ein weiterer Höhepunkt.

Das Album braucht in seiner Komplexität der Klänge eine sehr gute Produktion, um all diese musikalischen Klanglandschaften gut zusammenzubringen. Und tatsächlich ist die Produktion exzellent, mit so viel Liebe zum Detail. Beim ersten Hören könnte man sagen, es ist ein vocal-dominiertes Album, aber mit jedem weiteren Hören werden immer mehr überraschende Details offenbart. Sehr sorgfältig dosiert, das dominante Instrument wechselt viele Male während eines Songs, bleibt aber insgesamt ein ausgewogener Sound.

Emotionale Tiefe mit orchestraler Fülle

Incommensurable (Chanson Pour Aldérica II)„, eine Fortsetzung eines Songs vom 2022er-Album „Tensions„, bringt eine sehr melancholische Stimmung, getragen von einer sehr traurigen Gitarre und Synths für fast die Hälfte seiner Länge, dann eine plötzliche Explosion solider Riffs und unerbittlicher Drums – aber die Hauptmelodie setzt sich fort. Wieder stilistisch eher Post-Metal, ein Sound, der sich entwickelt und die melodische Note behält. Nach der instrumentalen und technischen Darbietung kehrt „Mouvement Ostentatoire Rémanent Totalitaire“ zu trostlosen, gequälten Vocals zurück – hier ist der Beitrag von Kim Carlsson unverkennbar und bringt eine neue Dimension in die Vocals. Insgesamt ein Song, der gewalttätige musikalische Momente mit fast ruhigen abwechselt.

Weniger melodisch im Start lässt „Viens Avec Moi“ die Rage dominieren, aber eine kaum hörbare melodische Linie ist da, im Hintergrund, und trägt sehr zum Sound bei. Viele Schreie auf mehreren Vocal-Ebenen in allen Tönen und in allen Stimmungen. Am Ende kehrt der Song zum instrumentalen typischen Sound zurück und kombiniert viele melodische Schichten mit einer aggressiveren. Und diese Aggressivität startet den nächsten Song „Savile“ mit soliden Riffs und Vocals, die gesprochene Vocals mit hochgepitchten Screams kombinieren. Auf den späteren Songs haben sie etwas von der Sensibilität verloren, die sie am Anfang des Albums zeigten, aber die Musik bleibt interessant.

Die zarten Gitarren kehren zurück in „La Plus Belles Des Saisons“ – leidende Vocals, dennoch kehrt der Gesamtsound zu dem zurück, der am Anfang des Albums so gut funktioniert hat, und hier hält das Klavier die delikate melodische Linie. Der letzte Song des Albums ist ein weiterer instrumentaler, „10-11-2021„, mit Ambient-Sounds – sehr leichte und sanfte Musik, gespielt auf mehreren Ebenen auf Synthesizern, ein ruhiges und nostalgisches Albumende.

Faszinierend in seiner Gesamtheit

Ein extrem reichhaltiges Album – so viele Klänge treffen in jedem Song zusammen. Permanent wechselnde Stimmungen: Melancholisches und Emotionales wechseln sich mit Aggressivem und Dynamischem ab. Aber Spellbound schaffte es, all das in einem kohärenten Werk zu verbinden, voller Herz und Haltung. Keines dieser Gefühle dominiert am Ende – sie wechseln sich ab und folgen einander auf natürliche Weise. Die zweite Hälfte des Albums verliert etwas vom mehrschichtigen Sound und wird direkter, aber nie fade Musik. Die Explosion der Klanglandschaften ist jedoch in der ersten Hälfte offensichtlicher.

Nicht vollständig Black Metal, aber das Genre wird nie auf den Songs von „Résonances“ vergessen. Bei den instrumentalen Stücken ist eine klare Post-Metal-Richtung zu hören, aber bei vielen anderen behält die Orchestrierung nur die Aggressivität des Genres bei, nicht die typischen Klänge. Faszinierend in seiner Gesamtheit, mit so vielen unvergesslichen Momenten – auch als Album kohärent, verbunden und voller Seele.

Fazit: Ein extrem komplexes Werk, ein ganzes Universum an Klängen – JOURS PÂLES‘ „Résonances“ kombiniert zarte und gewalttätige Klanglandschaften in einem faszinierenden Album.

Tracklist

01. La Frontière Entre Nous Et Le Néant
02. Une Splendeur Devenue Terne
03. L’Essentialité Du Frisson
04. Cinéraire
05. Incommensurable (Chanson Pour Aldérica II)
06. Mouvement Ostentatoire Rémanent Totalitaire
07. Viens Avec Moi
08. Savile
09. La Plus Belles Des Saisons
10. 10-11-2021

Besetzung

Spellbound – Vocals, Keyboards

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JOURS PÂLES – Résonances CD Review

Myth Carver – Twist Of Fate

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Myth Carver – Twist Of Fate - Artwork
Myth Carver – Twist Of Fate - Artwork

Band: Myth Carver 🇺🇸
Titel: Twist Of Fate
Label: No Remorse Records
VÖ: 28/11/25
Genre: Heavy Metal

Bewertung: 4/5

81%

Die EP »Twist Of Fate« von den Texanern MYTH CARVER ist eigentlich schon acht Monate alt, schlug allerdings im Underground recht ordentlich ein, weswegen sich die Plattenfirma dazu entschied, diesen Einstand nochmals (erweitert um zwei schon 2024 veröffentlichte Songs) auf CD und Platte aufzulegen.

Somit ist die Band nun weltweit etwas mehr im Fokus und bietet ihr bisher komplettes Schaffen feil.

Dem Beipackzettel sind als Einflüsse Judas Priest und der „Punch alter Metallica“ zu entnehmen, und hier muss ich leider ein Veto einlegen:
Zum einen wird hier ziemlich hoch gepokert, was ich für die Band schade finde, denn die Klasse der genannten Referenzen erreicht man freilich zu keinem Zeitpunkt der rund sechsundzwanzig Minuten.
Zum anderen ist das Eröffnungsstück »Untamend Steel«, mit seiner unbändigen Urgewalt und den messerscharfen Riffs, für mich eher eine Mixtur aus alten Exodus und Savatage.

Den Judas Priest – inspirierten Gesang, der ebenfalls auf dem Begleitschreiben angemerkt ist,
kann man zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen. Jedoch klingt Sänger Daniel Schmuck (ein Zungenbrecher für Amerikaner!) vielmehr nach den jungen John Olivia denn nach Rob Halford, was insbesondere im, stilistisch zwischen Sirens und Hall Of The Mountain King, Höhepunkt »Iron Helm« gut zur Geltung kommt.

Die relativ junge Band ist dabei keine blasse Kopie.

Leicht europäisch geprägt, klingt »Thunderkill« schon nach mitachtziger Priest, denn so kennt man die – wohlgemerkt qualitativ sehr gute –  Machart des Songs auch von Bands wie Primal Fear.
»Shadow Firmanent« bringt dafür sowohl Judas Priest als auch Savatage unter einen Hut, offeriert aber auch eingängigere Elemente in Form von Synth, wie sie unter anderem Andy Boulton ab 1987 bei Tokyo Blade benutzte, was hier eine Bereicherung ist und für Charakter sorgt.

Die Bonüsse bestechen ebenfalls durch die perfekte Verbindung der beiden Haupteinflüsse, wobei »Crimson Train« auf diesem Rundling nicht nur den Abschluss, sondern auch die beste Komposition markiert.

Nix Metallica, nix Rob Halford, aber viel Potenzial.

»Twist Of Fate« macht auf jeden Fall eine Menge Lust auf mehr,  dennoch sollte man sich mittelfristig und durchgehend, wie zu Beginn der EP, ein musikalisch schärferes Profil zulegen, damit man nicht zur reinen Retrocombo verkommt. Ich bin gespannt auf das erste Album!

Tracklist

01. Untamed Steel
02. Thunderkill
03. Shadow Firmament
04. Iron Helm
05. King of the Pyre (Bonus)
06. Crimson Terrain (Bonus)

Besetzung

Daniel Schmuck – Gesang
Tom Reyes – Gitarren
Jayson Braffett – Gitarren
Andrew Messer – Bassgitarre
Steven Rodriguez – Schlagzeug

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BURNING DEATH – Burning Death

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cover artwork BURNING DEATH Burning Death
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Band: BURNING DEATH 🇺🇸
Titel: Burning Death
Label: Caligari Records
VÖ: 05/12/25
Genre: Thrash Metal

Bewertung:

2,5/5

Die junge amerikanische Thrash-Metal-Band BURNING DEATH präsentiert ihr neues Studioalbum mit dem selbstbetitelten Namen „Burning Death„. Die Band beschreibt ihren musikalischen Stil: „Aus teutonischen Blasphemien schöpfend, frühem Slayer, Sabbat (Japan) und südamerikanischen Legionen. Burning Death ist infernalen Riffs und anti-christlicher Propaganda gewidmet„.

Solider Start, dann gewöhnlich

Eher in einen technischen Ansatz als puren bestrafenden Thrash Metal eröffnet „Genocidal Litany“ mit frenetischem Rhythmus, solidem Drumming, aber der dominante Sound kommt von den Riffs und ausgespuckten Vocals. Doch nach dem soliden Start kehren sie zu einem gewöhnlicheren Sound für das Genre zurück. Unerbittliche Gitarren, gutes Tempo, sehr aggressive Attitüde, ein raffiniertes Solo. Klingt nach komplexer Musik, ist aber tatsächlich simpler und direkter Thrash Metal.

BURNING DEATH stammen aus Nashville, Tennessee, und wurden 2021 gegründet. Das selbstbetitelte Album ist ihr Debütalbum – oder zumindest nehmen wir das an, da keine weiteren Informationen über die Band zu finden sind. Die Mitglieder sind Ethan Rock an Gitarren, Bass und Vocals, Jerry Garner an Gitarren und Gore am Schlagzeug.

Deutlich komplexer mit besseren Gitarren kommt „Vengeance of the Inferno“ – repetitive und schnelle Riffs. Guter Wechsel zwischen Passagen, die instrumentalen sind durch bessere Instrumentierung klar interessanter. Die Einflüsse sind deutlich und stammen vom Old-School-Thrash-Metal. Ein Song mit gewalttätiger Klanglandschaft, roh und furios.

Eindimensionaler Sound ohne Balance

Die Produktion ist nicht gut, nicht genug Dynamik für das, was sie darstellt. Bass und Drums so tief im Mix, dass sie fast unhörbar werden. Die beiden Gitarren dominieren den Sound – fast wirkt es wie ein Album, bei dem sie die Rhythmussektion für unnötig halten. Das macht die Musik sehr eindimensional, ohne Tiefe. Die Rhythmusgitarre ist sehr heruntergestimmt, dissonant – ein Sound, der der Band einen leicht originellen Ansatz verleiht, aber von Zeit zu Zeit eher wie ein technisches Problem klingt. Im Kontrast dazu sind die Solos viel höher gestimmt, was den Gesamtsound noch weniger kohärent macht. Die Vocals bieten das notwendige Gleichgewicht – eine konstante wütende, gutturale Präsenz, die irgendwie all die diskrepanten Klänge der Instrumente zusammenführt.

Die nächsten Songs setzen dieselbe Musik fort: „Death is Salvation“ ist vocal-orientierter mit hochgepitchten Screams oder konfrontativen gutturalen Vocals, die Riffs sind simpel und furios. „Cold Bite of Steel“ startet überzeugender, aber nach einem groovigen Start mit abgehacktem Rhythmus kehren sie zum Wiederholen derselben melodischen Linien zurück und bleiben in einer dürftigen melodischen Klanglandschaft. Ein messerscharfes Solo erzeugt mehr Diskrepanz im Gesamtsound. Mittelmäßiger Song, nichts Beeindruckendes hier.

Severed“ kommt als klangliche Fortsetzung des vorherigen Songs – dieselbe melodische Linie, nur ein leicht anderes Tempo und variiertere Vocals, nun im Growling-Modus, aber wirklich, es ist derselbe Song. „Lusting for Death“ bringt eine längere Lead-Passage der Leadgitarre in fast Black-Metal-Manier – hier dominieren die allgegenwärtigen Riffs nicht den Sound oder fehlen sogar völlig. Aber sie kehren zurück in „Revel in Violence“ – roh, geladen mit Gitarreneffekten, ein Song, dem jede Spur von Melodie fehlt, nur pure Dissonanz und Aggression.

Der letzte Song „Final Sacrament“ kommt mit klareren Gitarren, zumindest für die ersten Momente – danach ist die überladene Rhythmusgitarre stellenweise zu hören. Auch eine bessere und einfallsreichere Komposition, guter Rhythmus, einigermaßen klar hörbares Schlagzeug – die Black-Metal-Einflüsse sind noch da, aber auch Heavy Metal in Form eines langen und aggressiven Solos. Insgesamt der beste Song des Albums, aber das nur im allgemeinen Kontext gesehen.

Potential vorhanden, Umsetzung mangelhaft

Thrash Metal, wie man ihn schon viele Male zuvor gehört hat. Ein Album, das nichts Neues zur Szene bringt – die heruntergestimmten Gitarren sind etwas atypisch, aber auch wieder nichts wirklich Neues. Songs basierend auf ein oder zwei Riffs und mehr oder weniger kreativen Vocals, alle in derselben angepissten Attitüde. Am interessantesten und vielversprechendsten sind tatsächlich die Vocals, die es schaffen, etwas Vielfalt zu bringen – von typischer Thrash-Attitüde zu fast Heavy-Metal-Screams oder Momenten von Growling oder Screaming. Aus dieser Sicht ein interessanter Ansatz. Sicher auch hier nichts Neues.

Gewöhnlicher Thrash Metal aus den USA – ein Album, das einigen Hardcore-Fans des Genres Freude bereiten kann, aber ansonsten nichts, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Schlecht produziert, mit denselben Riffs, die in verschiedenen Songs wiederholt werden, kompositorisch fehlt es an Fantasie. Können sie als vielversprechend bezeichnet werden? Ja, mit etwas mehr Aufwand beim Songwriting und mit einer anderen Produktion – einer dynamischeren und ausgewogeneren. Technische Fähigkeiten sind vorhanden, ebenso die wütende Attitüde – darauf können sie sicher aufbauen.

Fazit: BURNING DEATHs „Burning Death“ ist eine simple und gewöhnliche Thrash-Metal-Veröffentlichung – noch nicht wirklich beeindruckend, aber mit Potential.

Tracklist

01. Genocidal Litany
02. Vengeance of the Inferno
03. Death is Salvation 
04. Cold Bite of Steel 
05. Severed
06. Lusting for Death
07. Revel in Violence
08. Final Sacrament

Besetzung

Ethan Rock – Guitars, Bass, Vocals 
Jerry Garner – Guitars 
Gore – Drums

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BURNING DEATH – Burning Death CD Review

SYLOSIS – Europatour startet im Januar 2026

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Sylosis EU Tour 2026

SYLOSIS bringen modernen Metal im Rahmen ihrer Europatournee nach Wien! Das Konzert findet am 28.01.2025 in der Szene statt. Als Support-Acts wurden REVOCATION, DISTANT und LIFE CYCLES eingeladen. Tickets gibt es unter folgendem Link!

Sylosis - EU Tour 2026

SYLOSIS setzen einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere: Die bevorstehende Europatournee ist für die Briten die bislang umfangreichste. Von Mitte Januar bis Ende Februar wird die Band 31 Shows in über zehn Ländern spielen. Sylosis erklären:

„This is it. 5 years of building towards a UK/EU headline tour with a bill that we are truly proud of. We’ve been touring hard for the last few years and never been stronger as a unit. This is our time to step it up and show everyone what a Sylosis show is all about.

Sylosis waren in den letzten Jahren jedoch nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Studio aktiv. Am 20. Februar veröffentlicht die Band ihr siebtes Album „The New Flesh“. Die gleichnamige Singleauskopplung zeigt, dass die Briten weiterhin groovige Riffs, messerscharfe Gitarrensoli und hämmernde Drums in mitreißende Kompositionen verwandeln. Der neue Titel klingt dennoch frisch und macht neugierig auf den Rest der Titelliste – überzeugt euch selbst:

Das Tour-Line-Up wird durch weitere heftige Formationen ergänzt: REVOCATION sind für ihre technisch anspruchsvolle Mischung aus Death und Thrash Metal bekannt. DISTANT werden mit brutalen Breakdowns und dämonischen Zungen die Herzen der Deathcore-Liebhaber höher schlagen lassen. Schließlich gesellen sich LIFE CYCLES dazu und werden den Abend mit einem ausgeklügelten Mix aus Thrash und Crossover-Elementen eröffnen.

Lasst euch dieses energiegeladene Tour-Paket nicht entgehen! Fans von technisch anspruchsvollem Death und Thrash Metal kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Sylosis - EU Tour 2026

Tourdaten

16.01 – Kulttempel, Oberhausen, DE
17.01 – Gruenspan, Hamburg, DE
18.01 – Hole 44, Berlin, DE
19.01 – Pumpehuset, Kopenhagen, DK
21.01 – Tavastia, Helsinki, FI
23.01 – Fryshuset Klubben, Stockholm, SE
24.01 – John Doe, Oslo, NO
25.01 – Pustervik, Göteborg, SE
27.01 – Hirsch, Nürnberg, DE
28.01 – Szene Wien, Wien, AT
29.01 – Backstage, München, DE
30.01 – Barba Negra Blue Stage, Budapest, HU
31.01 – Meet Factory, Prag, CZ
01.02 – Substage, Karlsruhe, DE
03.02 – Dynamo, Zürich, CH
04.02 – Conrad Sohm, Dornbirn, AT
05.02 – Legend Club, Mailand, IT
06.02 – Rayonne, Lyon, FR
07.02 – Salamandra, Barcelona, ES
08.02 – Sala Mon Live, Madrid, ES
10.02 – Machine du Moulin Rouge, Paris, FR
11.02 – Patronaat, Haarlem, NL
12.02 – Vierde Zaal, Gent, BE
13.02 – Dynamo, Eindhoven, NL
14.02 – Reithalle, Dresden, DE
15.02 – Kwadrat, Krakau, PL
17.02 – Zoom, Frankfurt, DE
18.02 – Musikzentrum, Hannover, DE
20.02 – 02 Kentish Town Forum, London, UK
21.02 – 02 The Ritz, Manchester, UK
22.02 – The Academy, Dublin, IE

 

Quellenangabe: Barracuda Music GmbH
Photo Credit: Sylosis

ENTHRONED – Ashspawn

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cover artwork ENTHRONED Ashspawn
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Band: ENTHRONED 🇧🇪
Titel: Ashspawn
Label: Season of Mist
VÖ: 05/12/25
Genre: Black Metal

Bewertung:

4/5

Die belgische Black-Metal-Institution ENTHRONED kehrt sechs Jahre nach dem vorherigen Studioalbum mit ihrem „ambitioniertesten und persönlichsten Statement bis dato“ zurück – dem zwölften Album der Band, „Ashspawn„. Sie respektieren weiterhin den Old-School- und authentischen Black Metal und präsentieren ein Konzeptalbum, das sich in den Texten okkulter Werke widerspiegelt.

Dissonante Aggression trifft okkulte Atmosphäre

Flüstern und eine dunkle Atmosphäre – so eröffnet das Album. „Crawling Temples“ ist sehr dissonant, voller atmosphärischer, finsterer Klänge, die die aggressive Musik ergänzen. Schnelle Gitarrenriffs, die Leadgitarre fungiert wie ein noch dissonanterer Akzent auf dem Fundament, das von aggressiven Drums und Rhythmusgitarre gelegt wird. Der Sound ist sehr Old-School-Black-Metal, nicht sehr melodisch, aber mit okkulter und mystischer Atmosphäre. Ein guter Albumeröffner.

Dieselbe okkulte Atmosphäre und kryptische, abrasive Musik – „Basilisk Triumphant“ bringt eine aktivere Leadgitarre, melodischer, aber das macht den Gesamtsound nicht melodisch. Es bleibt direkte und aggressive Musik, verzweifelte Vocals, höllisch, verdoppelt durch gesprochene Vocals, alles unter satanischen Thematiken. Sehr simpel in der Komposition, dennoch sehr effektiv in dieser Simplizität. Ein typisches Beispiel für Black Metal, wo die Musik den lyrischen konzeptionellen Themen untergeordnet ist.

1993 in Namur, Belgien, gegründet, entstieg ENTHRONED dem geschwärzten Underground und wurde schnell zu einer der wichtigsten Stimmen Europas im Black Metal. Diese Reputation unterstreichen die ersten Alben der Band – nach einer experimentelleren „Neuerfindungsphase“ kehrten sie mit den letzten Alben zu den Wurzeln zurück und wurden noch bestrafender und im mystischen Black Metal verankert. Das einzige Originalmitglied ist Nornagest (The Beast, ex-Plague, ex-Heresia, ex-Infected), nun nur noch an Vocals und Samplern, früher auch Gitarrist der Band. Menthor (Death like Mass, Lvcifyre, Nightbringer, ex-Necrosadist) spielt Drums und Percussion, und T. Kaos (Death like Mass, Lvcifyre, Sodality, ex-Hödur) übernimmt Gitarren, Bass und Backing Vocals.

Rituelle Beschwörungen als musikalisches Zentrum

Eindringliche Vocals eröffnen „Stillborn Litany„, und der Song setzt sehr Uptempo fort mit hämmernden Drums und sehr dissonanten Gitarren. Nicht einmal annähernd melodisch – Schreie und dichte Instrumentierung definieren den Song. Der Titelsong „Ashspawn“ startet mit erneuter Aggressivität, sehr dissonant und direkterer Attitüde. Dramatische Shrieks, gute Gitarrenarbeit, komplexer, wechselnd zwischen schnellen und dynamischen Passagen mit introspektiveren und langsameren.

Die Produktion ist roh, aber trotz aller Rohheit ein ziemlich klarer Sound. Nicht poliert, aber mit klaren Vocals, und gelegentlich kommen auch die Gitarren aus dem Raw-Modus heraus – insgesamt eine ausgewogene Produktion, typisch für das Genre. Der Eindruck ist, dass die rituellen Beschwörungen genauso wichtig sind wie die Musik selbst. Deshalb halten die Vocals für das gesamte Album den Hauptplatz im Rampenlicht.

Mit einem Chor, der an betende Mönche erinnert, bleibt „Raviasamin“ in denselben klanglichen Gefilden wie das gesamte Album. Nicht sehr melodisch, aber das kompensierend mit Aggressivität und düsteren Vocals, einer morbiden, infernalischen Atmosphäre. „Sightless“ kommt näher an typischen Old-School-norwegischen Black Metal – die Leadgitarre ist effektiver, Vocals bleiben dramatisch, dämonisch. Der Song kommt mit einer Groove-artigen Passage, den Black-Metal-Touch aber intakt haltend. Ein offenerer Song, dennoch repräsentativ für den typischen Band-Sound.

Experimenteller Ausklang mit Ambient-Elementen

Eine weitere simple, minimalistische Komposition ist „Chysalid“ – repetitive Rhythmen und nur ein paar Solos als Akzent. „Ashen Advocacy“ beginnt mit cinematischen Klängen, langsam gewinnt die Musik die Oberhand darüber – distante Gitarren und sparsame Drums. Langsam, atmosphärisch, eine leichte klangliche Abkehr vom Rest des Albums. Einige Ambient-Sounds wie Glocken oder Schüsse vervollständigen den Gesamtsound. Experimenteller, mit langen Passagen, wo nicht viel passiert – ein Sound, der an die jüngste musikalische Richtung und den Klang von Mayhem erinnert. Trotz aller Diskrepanzen und zu viel Hintergrund-Sampling ein interessanter Song.

Das finale Stück des Albums, „Assertion„, gibt anfangs den Eindruck, dass sie größtenteils zur bekannten Klanglandschaft der Band nach dem experimentelleren vorherigen Song zurückkehren. Aber auch hier haben wir die Ambient-Sounds von Folter und Chaos – der Song startet ebenfalls langsamer, gewinnt aber langsam etwas Dynamik und auch etwas mehr Melodie. Aber insgesamt sind die beiden letzten Songs durch dieselbe, vom Rest verschiedene Atmosphäre und musikalischen Ansatz verbunden. Eher wie Beschwörungen oder Klagen tauschen sie Aggression gegen Atmosphäre und Rhythmen.

Visionär und radikal authentisch

ENTHRONEDs „Ashspawn“ lehnt Nostalgie ab und bekräftigt ihren Platz unter visionären und originellen Black-Metal-Bands. Ein Album, das wilde Aggression mit rituellen Atmosphären ausbalanciert, mit einem Sound, der sich von hermetisch und aggressiv zu einem finalen, introspektiveren und atmosphärischeren entwickelt. Während dieser konzeptionellen Reise halten sie die ideologischen Ideen in Form okkulter Texte aufrecht, und die Musik verlangsamt sich zum Ende hin, lässt Ambient-, aber finstere und dämonische Klänge den Hauptplatz einnehmen. Dennoch ein einheitliches Werk, das alle Facetten der Band einfängt.

Sie befinden sich in derselben Liga wie die puristischsten und trvesten Black-Metal-Bands. Auf manchen Passagen zeigen sie Einflüsse von Mayhem, auf anderen geht der Sound in Richtung Marduk oder Watain. All diese Bands sind repräsentativ für den typischen Sound des norwegischen Old-School-Black-Metal, und ENTHRONED passen mit „Ashspawn“ sehr gut hierher. Okkult, mystisch, aber dämonisch und infernalische Musik.

Fazit: ENTHRONED gehören zu den authentischsten und trvesten Black-Metal-Bands, und „Ashspawn“ beweist das erneut mit vielen bemerkenswerten musikalischen Momenten.

Tracklist

01. Crawling Temples
02. Basilisk Triumphant
03. Stillborn Litany
04. Ashspawn
05. Raviasamin
06. Sightless
07. Chysalid
08. Ashen Advocacy
09. Assertion

Besetzung

Nornagest — Vocals, Samplers
T. Kaos — Guitars, Bass
Menthor — Drums, Percussion

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ENTHRONED – Ashspawn CD Review

DARVAZA – We are Him

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cover artwork DARVAZA We are Him
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Band: DARVAZA 🇺🇳
Titel: We are Him
Label: Terratur Possessions
VÖ: 05/12/25
Genre: Black Metal

Bewertung:

2,5/5

Das italienisch-norwegische Projekt DARVAZA präsentiert sein zweites Studioalbum. „We are Him“ zeigt eine Neigung zu satanischen Themen und okkultem Ansatz, die sich in den Texten ausdrücken, während die begleitende Musik nur eine simple Art von Black Metal darstellt – einige atmosphärische und melodische Momente, aber kein Übermaß an Aggressivität.

Erfahrene Musiker, unergiebige Kompositionen

Das Intro besteht aus dem Klang eines symphonischen Orchesters, doch als die Musik von DARVAZA einsetzt, erhält man typische Black-Metal-Sounds. „Holy Blood“ kommt mit Old-School-Note, unerbittlichen Drums, hallenden Gitarren, kreischenden Vocals. Leicht melodisch, aber größtenteils bringt nur die Leadgitarre etwas Atmosphäre – alles andere ist nur eine Demonstration von rohem, dichtem Hintergrundsound. Mit rhythmischen Momenten auch, aber dominant sind die dissonanten. Ok für den Eröffnungssong, aber nichts, was man noch nie gehört hat.

DARVAZA sind ein internationales Projekt, genauer gesagt gebildet von einem italienischen und einem norwegischen Musiker, beide sehr erfahren und mit einer Vergangenheit, die zeigt, dass sie Teil unzähliger Bands und Projekte waren. 2015 gegründet: Omega, richtiger Name Gionata Potenti (unter vielen anderen: Chaos Invocation, Deathrow, Frostmoon Eclipse, Kult, Liber Null, Manetheren, Moloch, Nocratai, Nubivagant, ex-Enepsigos, Phylogeny, ex-Blut aus Nord, ex-Αχέροντας), hier verantwortlich für alle Instrumente, in den meisten anderen Bands an der Drummer-Position. Der zweite Musiker ist Wraath – richtiger Name Bjørn Erik Holmedahl (unter anderen: Behexen, Dark Sonority, Ritual Death, ex-Celestial Bloodshed, ex-One Tail, One Head) für Vocals. Tonnenweise Erfahrung hinter sich.

Etwas schneller kommt „A Last Prayer In Gethsemane“ mit dramatischeren Vocals, aber auch atmosphärischer. Mit besser komponierter melodischer Linie, ein dynamischerer Song. Der nächste Song mit sehr modernem Namen, charakteristisch für andere Generationen oder verschiedene Stile: „Chaos.Fire.Devotion“ startet aggressiv, direkt, aber auch repetitiver – die Leadgitarre mit einer nicht sehr einfallsreichen Serie von Akkorden. Aber Tempowechsel lösen dieses Problem, die bringen zumindest neue Ideen in die melodische Linie, wenn nicht im Gesamtsound.

Flache Produktion unterstreicht Mittelmäßigkeit

Die Produktion ist ziemlich flach, die Musik hilft auch nicht, aber abgesehen von Vocals, die sehr im Vordergrund stehen, und Leadgitarre ist nicht viel anderes zu hören. Die restlichen Instrumente, einschließlich Drums, sind in lärmigem Hintergrund zusammengemischt. Vielleicht haben die Drums einige Momente zum Glänzen, aber nichts, was den flachen und faden Sound verlässt. Auch die Dynamik des Sounds ist nicht sehr gut. Und bei all dem keine rohe Produktion, nur eine gewöhnliche.

Atmosphärisch, mit introspektiverem Sound kommt „Lazarus„, auch melodischer und mit minimalerer Instrumentierung. Episch im Ansatz, theatralisch, gequälte Vocals, aber auch sehr repetitiv. Es scheint, als käme der authentische Ansatz der Band auch mit nicht sehr kompliziertem Kompositionsstil – ein Akkord, ein paar mehr lärmende Instrumente, und der Song ist fertig. „Blood Of No-One“ hat denselben Songwriting-Ansatz – ein nicht sehr melodischer Akkord, wiederholt immer und immer wieder. Eine Serie infernalischer Schreie bringt Änderungen in der Klanglandschaft, aber die dramatischen Vocals dominieren weiterhin den Song.

Elektronische Klänge sind etwas Neues für den etablierten Sound der Band, und das kommt in „Slaying Heaven„. Insgesamt ein sehr langsamer Song, emotionaler mit Chor-Shouts, wieder kein kompliziertes Songwriting, und wieder halten die Vocals die gesamte Melodie. Ein Mittelteil mit elektronischen oder Sampling-Sounds schafft eine noch bizarrere Atmosphäre. Die Leadgitarre klingt näher an Post-Metal als an Black Metal – der gesamte Song ist experimentell, sehr untypisch für die Band, aber auch nicht ihr Karriere-Höhepunkt.

Der letzte Song, und der, der den Bandnamen aufruft, „Darvaza“ kehrt zu Black Metal zurück, aber diesmal mit einigen Death-Metal-Einflüssen. Schreie aus den Vocals haben eine neue gequälte, dramatische Dimension. Abgesehen davon Drums, die den ganzen Song lang durchkicken ohne viel Unterschied oder nicht unbedingt in Verbindung mit der Musik. Und die allgegenwärtige Tremolo-gepickte Gitarre. Eine epische, fast cleane Vocal-Passage bringt einen kitschigen Ton in den Song – zu viel Pathos und Leiden. Kein überzeugendes Ende, wie das gesamte Album.

Mittelmäßigkeit aus allen Blickwinkeln

Ein sehr lineares Album, fast fade in den Kompositionen, ähnlicher Sound durch das gesamte Album hindurch. Nicht sehr einfallsreich, aber auch nichts, was sich fehl am Platz im Album anfühlt. Anständig melodisch, mit einer Dosis Atmosphäre, aber nicht mehr als das. Vocals sind der denkwürdigste Aspekt des Albums, die Instrumentierung ist nicht sehr komplex, aber auch nicht sehr überzeugend.

Ein Album, das den Sound des vorherigen fortsetzt, vielleicht ist es sogar weniger interessant. Die Momente, in denen sie es wagen zu experimentieren, sind nur wenige und nicht die besten der Band. Vielleicht sind die Musiker in all den vielen anderen Projekten verloren, lassen die besten Ideen dort, aber für DARVAZA haben sie nicht zu viele Akkorde oder Rhythmen übrig gelassen – das Songwriting auf „We are Him“ glänzt überhaupt nicht. Mit einem Sound, bei dem die Produktion von jeder mutigen Tat Abstand nimmt und den mittelmäßigen Ansatz beibehält, ist dies ein Album, das Mittelmäßigkeit aus allen Blickwinkeln repräsentiert.

Fazit: DARVAZA präsentieren mit „We are Him“ nicht sehr interessante Musik – ziemlich gewöhnlicher Black Metal.

Tracklist

01. Holy Blood
02. A Last Prayer In Gethsemane
03. Chaos.Fire.Devotion
04. Lazarus
05. Blood Of No-One
06. Slaying Heaven
07. Darvaza

Besetzung

Omega – All Instruments
Wraath – Vocals

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DARVAZA – We are Him CD Review